6. Februar 2015

Gesunde Ernährung für meine Familie


(Pseudo-)wissenschaftliche und neue Ernährungsformen sprießen aus dem Boden. Was früher als gesunde Ernährung galt, ist es heute teils nicht mehr. Für kochende Eltern darf das jedoch kein Grund zur Panik sein.

Ernährung – so habe ich den Eindruck – ist generell kein leichtes Thema für uns Mütter. Vor allem dann nicht, wenn es um unsere Kinder geht, die fünf bis sechs Mal am Tag Essen brauchen. Und ja, liebe Väter, da werden wir auch schnell mal emotional dabei.

Internet, Social Media und all die guten Ratgeber (in Buch- und menschlicher Form) versorgen uns ständig mit widersprüchlichen Informationen zum Thema Ernährung und Lebensmittel. Verunsicherung macht sich breit. Was dürfen wir unseren Kindern heute noch zu Essen geben?

Was ist heute noch DIE gesunde Ernährung?

Kurz im Internet gesucht, bekomme ich Unmengen an Information zu gesunder Ernährung. Vermeintlich gesunde Ernährungsformen schießen ja aus dem Boden wie im Spätsommer Schwammerl im Waldviertel. Vegetarisch oder vegan zu essen ist bereits ein alter Hut. In sind heute Detox, Paleo, Low-Carb, Rohkost, 5-Elemente-Ernährung oder Makrobiotik. Langsam bekomme ich Bedenken, weil ich mich und meine Familie noch „normal“ ernähre… Kann das gesund sein?

Vermeintlich wissenschaftlich – aber falsch

Die jeweiligen Verfechter einer Ernährungsideologie stellen auf ihren Webseiten rasch klar, dass nur eine die „richtige“, die „gute“, eben die „gesunde“ Ernährungsform ist – nämlich ihre. So gut wie alle führen (pseudo)wissenschaftliche Erkenntnisse an, um ihre Thesen zu untermauern. Verschiedene Lebensmittel werden in „gut“ und „böse“ eingeteilt, oft mit Begründungen, die aus lebensmittelchemischer und ernährungsphysiologischer Sicht einfach falsch sind. Fakt ist auch, dass sich die diversen Ernährungsformen in vielen Punkten widersprechen.

Die Zeit der Ernährungspyramide ist vorbei

Aber auch die klassische Ernährungspyramide, wie sie wahrscheinlich noch in vielen Schulbüchern, Arztpraxen und Gesundheitsmagazinen zu finden ist, gilt unter Experten als überholt: zu viele Kohlenhydrate. Pech für all jene, die seit Jahren versuchen, brav der Ernährungspyramide zu folgen? Welche heute als gesund angepriesenen Dinge werden sich dann in 20 Jahren als falsch herausstellen?

Fazit: Keine Panik

Was heißt das alles nun für uns Mütter, die wir uns dem Thema Essen mehrmals täglich stellen müssen? Wie ernährt man sich und seine Kinder also „richtig gesund“? Muss man sich vor dem Essen gar fürchten? Und sind Veganer wirklich die besseren Menschen? Auf Details gehe ich in anderen Blogbeiträgen ein, doch eines sei vorweg verraten: Panik oder Angstmacherei haben beim Thema gesunde Ernährung keinen Platz. Essen ist etwas von Grund auf Gutes. Bewahren wir uns den Genuss daran und unseren Appetit. Mahlzeit!

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EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Thonhauser

    Ich habe Lebensmittel- und Biotechnologie an der Universität für Bodenkultur in Wien studiert und bin Mutter von fünf Kindern. Ich koche leidenschaftlich gerne und beschäftige mich sich seit Jahren mit Fragen zum Thema "richtige" Ernährung. Mit meiner Familie lebe ich in Wien.


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