27. April 2015

Gesunde Ernährung für Kinder


Ernährung für Kinder sollte gesund, ausgewogen und abwechslungsreich sein. Wir haben Tricks, wie man die Kleinsten von gesunden Lebensmitteln überzeugt.

Tipps & Tricks: Ernährung für Kinder

Die ideale Ernährung für Kinder sollte gesund, ausgewogen und abwechslungsreich sein. Im Alltag ist dies aber nicht immer so leicht umzusetzen, sind Kinder doch häufig kleine Gemüsemuffel und lassen sich von manchen Lebensmitteln nur schwer überzeugen.

Wie sollte die Ernährung für Kinder sein?

Ebenso wie für Erwachsene gibt es für Kinder eine eigene Ernährungspyramide. Empfohlen werden darin fünf Obst- bzw. Gemüseeinheiten pro Tag, viermal täglich Getreideprodukte und dreimal täglich eine Milchportion. Ein- bis zweimal pro Woche sollte Fisch und maximal dreimal pro Woche Fleisch auf dem Teller landen. Süßigkeiten sollten ebenso wie Fettes und Salziges in Maßen und nicht täglich gegessen werden. Für die Getränke gilt: Täglich mindestens sechs Portionen Wasser sind ideal, gesunde Alternativen sind ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte (2 Teile Wasser, 1 Teil Saft). Wie groß eine Portion sein sollte, hängt vom Alter und der Körpergröße des Kindes ab; die Größe der Handfläche kann als grober Maßstab verwendet werden.

Diese Empfehlungen umzusetzen ist natürlich leichter gesagt als getan. Dennoch gibt es einige Tricks, wie man auch die Kleinsten von gesunden Lebensmitteln überzeugen kann:

Das Auge isst mit

Das gilt für Kinder noch viel mehr als für Erwachsene. Je lustiger und bunter eine Mahlzeit angerichtet ist, desto interessanter ist sie. Lacht ein Früchtegesicht vom Teller, schmeckt das Obst gleich doppelt gut; Gemüsesticks in Form einer Blume machen Lust, zuzugreifen. Zudem lieben Kinder es bunt: richten Sie rote Kirschen gemeinsam mit grünen Kiwis und gelben Bananen an. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

Verstecken Sie die Vitamine

Bei absoluten Gemüsemuffeln kann es hilfreich sein, das Gemüse in den Speisen zu „verstecken“. So eignet sich z.B. ein Gemüsesugo zu den Spaghetti, in dem das Gemüse püriert oder klein geschnitten ist.

Stellen Sie die Getränke immer griffbereit

Wer Getränke immer in Reichweite hat, trinkt automatisch mehr. Bunte Flaschen oder Becher mit bunten Strohhalmen sind ideal. Praktischer Nebeneffekt: Eine Portion der Obst- bzw. Gemüseeinheiten kann durch ein Glas hochwertigen Saft ersetzt werden.

Verteilen Sie die Mahlzeiten auf fünf Portionen pro Tag

Im Idealfall sollte Ihr Kind drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten bekommen, nämlich Frühstück, Schul- bzw. Kindergartenjause, Mittagessen, Nachmittagssnack und Abendessen. So lässt sich vermeiden, dass es zwischendurch zu einem Leistungsabfall oder zu Heißhungerattacken kommt.

Lassen Sie ihr Kind mitentscheiden und mithelfen

Nehmen Sie Ihr Kind zum Einkaufen mit und lassen Sie es selbst Obst oder Gemüse auswählen. Je nach Alter kann es Ihnen auch beim Kochen oder Anrichten von Speisen helfen. Dürfen die Kinder z.B. das Obst selbst schneiden und in das Joghurt geben, macht das Essen gleich viel mehr Spaß!

Kinder lieben Süßes

Süß muss nicht zwangsweise ungesund bedeuten: Backen Sie (gemeinsam mit Ihrem Kind) Kuchen oder Muffins – so können Sie selbst den Gehalt an Fett und Zucker bestimmen, Vollkornmehl verwenden und statt mit Schokolade mit Obst garnieren. Tipp: Je reifer die Früchte, desto süßer sind sie und die Verwendung von Zucker wird überflüssig.

Verbote sind verboten

Sind Lebensmittel strikt verboten, steigt das Verlangen – das ist bei Kindern nicht anders als bei Erwachsenen. Ab und zu sind auch Schokolade, Eis oder Chips erlaubt, sie sollten aber nicht zum Alltag gehören. Umgekehrt gilt das Gleiche: Zwingen Sie Ihr Kind nicht, Speisen, die es absolut ablehnt, aufzuessen. Suchen Sie stattdessen nach gesunden Alternativen.

Und zuletzt: Seien Sie ein Vorbild

Kinder schauen sich die Ernährungsgewohnheiten ihrer Geschwister, Eltern und Gleichaltrigen ab – seien Sie sich dessen bewusst und gehen mit gutem Beispiel voran.

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EIN ARTIKEL VON
  • Netdoktor

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