15. Juni 2015

Tipps für gesundes Grillen


Für gesundes Grillen müssen nur einige wenige Dinge beachtet werden, denn manch Gegrilltes steht im Ruf, krebserregend zu sein.

 

Es gehört zum Sommer ganz einfach dazu: das Grillen. Gemeinsam mit Freunden oder der Familie, im Garten oder auf dem Balkon – schon der Gedanke an ein gemütliches Zusammensitzen mit gegrillten Leckereien zaubert gute Laune herbei.

Allerdings haben die Ergebnisse einiger Studien die Lust aufs Grillen in den letzten Jahren ein wenig gedämpft. So manch Gegrilltes steht im Ruf, krebserregend zu sein. Dabei ist es gar nicht so schwierig, auch beim Grillen eine gesunde Mahlzeit zuzubereiten, es müssen nur einige wenige Dinge beachtet werden.

Warum gilt Fleisch vom Grill als ungesund?

Beim Grillen entstehen durch verschiedene Reaktionen eine Reihe gesundheitsgefährdender Stoffe. Das Problem ist unter anderem Folgendes: Das Fleisch liegt auf dem heißen Grill, Fett tropft auf die glühende Kohle, es zischt und beginnt zu rauchen – und genau dieser Rauch ist es, der bedenklich ist. Er enthält gesundheitsgefährdende Chemikalien, die wir einerseits einatmen und die sich andererseits im Fleisch anreichern können.

Aber nicht nur die Rauchentwicklung, auch die – meist durchaus gewollte – knusprige Kruste und die köstlichen Röstaromen können unserer Gesundheit schaden. Denn beim Erhitzen entstehen als Nebenprodukt leider auch Giftstoffe, und dabei gilt: Je heißer und knuspriger das Fleisch wird, desto schädlicher ist es. Die schlechte Nachricht lautet also: Genau das, was beim Grillen so gut riecht, sollten wir lieber vermeiden.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Sie müssen nicht auf das geliebte Grillen verzichten, denn mit einigen Tricks lässt sich auch dabei eine gesunde Mahlzeit zaubern.

Die richtige Ausstattung

Der erste Schritt ist der richtige Grill. Kugelgriller sind besonders gut geeignet. Dabei wird die Kohle an den Seiten aufgeschichtet, wodurch das Grillgut nicht direkt darüber liegt. Die Hitze steigt im Inneren des Grills seitlich auf, wird am Deckel reflektiert und gart die in der Mitte liegenden Speisen – ein ähnliches Prinzip wie in einem Umluftherd. Als Alternative empfiehlt sich ein Elektrogrill.

Auch die Auswahl der Brennstoffe ist entscheidend. Verwenden Sie ausschließlich reine Holzkohle, in der nichts außer unbehandeltem Holz enthalten ist. Keinesfalls eignen sich Papier oder andere brennbare Materialen, denn dabei bilden sich oft Verbrennungsrückstände, die in die Speisen gelangen können. Als Brandbeschleuniger sollten Sie spezielle Grillanzünder verwenden – und niemals Benzin oder Spiritus – vor allem an heißen Tagen besteht Explosionsgefahr durch die Dämpfe!

Vorbereitung

Sobald die Glut von einer feinen weißen Ascheschicht bedeckt ist – was zwischen 30 und 60 Minuten dauern kann – können Sie mit dem Grillen loslegen. Um die schädliche Rauchentwicklung von vornherein zu vermeiden, sollten Sie immer Alufolie auf den Rost legen bzw. spezielle Grilltassen verwenden. So kann nichts auf die heiße Kohle tropfen. Das gilt übrigens nicht nur für Fleisch, sondern auch für Gemüse, denn auch durch den Saft von Gemüse kann es zur ungesunden Rauchentwicklung kommen. Und die oberste Regel beim Grillen sollte lauten: nichts verkohlen lassen!

Was grillen?

Jetzt heißt es, etwas Gesundes auf den Rost legen. Für Fleischliebhaber eignen sich dafür mageres Rinds- oder Geflügelfleisch. Um zu vermeiden, dass das Fleisch beim Grillen austrocknet, empfehlen sich Marinaden. Dabei gilt: Gesunde Grillprofis marinieren ihr Grillgut selbst, denn bei fertig mariniertem Fleisch lässt sich schwer feststellen, wie frisch es wirklich ist. Verwenden Sie für die Marinade Oliven-, Raps- oder Erdnussöl (diese Öle halten hohe Temperaturen im Gegensatz zu Butter, Margarine oder Sonnenblumenöl gut aus), frische Kräuter sowie Gewürze nach Belieben.

Doch es muss nicht immer Fleisch sein, Gemüsespieße, Grillkäse, Sojawürstchen und Falafel schmecken ebenso gut und sind nicht nur für Vegetarier gesund.

Frische Salate, selbstgemachte Dips und knuspriges Brot machen die Mahlzeit komplett. Wer richtig grillt, gut würzt und den Speiseplan variiert, darf also unbesorgt weiter grillen. Genießen Sie die Sommerabende und lassen Sie es sich schmecken!

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  • Netdoktor

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