3. März 2015

Resteverwertung von Babybrei


Unser Vorschlag für die Resteverwertung von Babybrei aus Hipp-Gläschen und Co.: eine geschmackliche Weltreise für die Eltern als Alternative zum Wegwerfen.

Resteverwertung: Was mit dem Rest im Hipp-Glas machen?

Wer kennt es nicht, das Resterl im Babybreiglas, mit dem man nichts anzufangen weiß? Nach ein paar Monaten beginnen die lieben Kleinen zur Muttermilch bzw. dem Fläschchen erste Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Es ist da nicht jedermanns Sache, die Bio-Karotten, Bio-Pastinaken, Bio.-Kartoffel und Co in kleine babygerechte Portionen zuzubereiten und zu pürieren, also ohne Salz und Würzung, aber mit den passenden Ölen. Die Lösung sind die handelsüblichen kleinen Gemüsegläschen von Hipp und Co. aus den Drogeriemärkten und Supermarktketten. Speziell am Anfang essen die Babys ja noch ziemlich kleine Portionen, allerdings sollte man selbst gekühlt gelagert den Brei nicht öfter als an zwei Tagen verabreichen.

Fazit: Bei uns bleibt dann immer etwas übrig.

Die aus dem Rest im Glas resultierende Frage ist dann: wegwerfen oder selber essen?

Wegwerfen oder selber essen?

Wegwerfen geht irgendwie schon aus moralischen Gründen nicht, die Bilder der Kinder aus der Sahelzone sind so ins Gehirn eingebrannt, dass da eine automatische Hemmung den Weg zum Mistkübel versperrt.

Einfach so essen? Nun, einmal ist die Resteverwertung da ganz nett und auch informativ, was der Kleine da so G‘sundes futtert. Aber jeden zweiten Tag freut ungewürzte Karotte, Pastinake in Kartoffel oder die etwas intensiveren Geschmacksnoten mit Spinat in – das habe ich vergessen, aber es war cremig und hellgrün – den Heim- und Taschengourmet wenig.

Wie lässt sich das Dilemma auflösen?

Wenn alle Kinder schlafen, gönnt sich das erschöpfte Elternpaar eine kleine Gemüsecremesuppe. Für zwei kleine Portionen reicht nämlich der Rest verlängert ganz gut. Wenn man ältere Kinder auch noch hat, dann wäre es zu wenig für alle.

Wie kocht man die Gemüsebreiglas-Cremesuppe?

Man nehme für die Resteverwertung den „Breirest“ oder, hübscher gesagt, das Gemüsemousse, verlängere es mit ca. einem Viertelliter heißem Wasser, einem kleinen Schluck Weißwein (der bewirkt aufgekocht ein wahres Geschmackswunder) und ein Schlückchen Schlagobers (als Geschmacksträger, je nach Linienbewusstsein mehr oder weniger davon), ein wenig Gemüsefonds (wir setzen den immer im Sommer mit Liebstöckel und Suppengrün selber an), Salz und Gewürzen.

Welches Gewürz soll ich nehmen?

Unser Vorschlag zur Resteverwertung für eine kulinarische Weltreise der Eltern:

  • Da die meisten Süppchen recht runde, leicht süßliche Geschmacksnoten haben, kann man auf derselben – besser gesagt, auf der ähnlichen Basis – mit Kräutern der Provence einen Abend am Mittelmeer zaubern.
  • Mit Curry-Pulver oder Gewürzmischungen vom Türken/Orientladen, oder einfach nur einer Prise Kreuzkümmel, lässt sich eine Reise in den Nahen Osten in der heimische Küche vortäuschen.
  • Der Abend mit Erinnerungen an Reisen nach Südostasien ist mit der grünen Currypaste, die man mittlerweile sogar schon im Normal-Supermarkt jederzeit kaufen kann, und vielleicht sogar einer darin schwimmenden Garnele aus dem Tiefkühlfach für jeden, den es freut, drinnen. Ebenfalls gut passen vietnamesische Fischsauce oder Kokosmilch statt dem Schlagobers für die abendliche kulinarische Reise nach Südostasien.
  • Wer es lieber zünftig hat und Hausmannskost liebt, der kann Speck und Zwiebel anbraten und die Suppe auch mit ein wenig Kümmel verfeinern.
  • Eher in der Südsteiermark angesiedelt ist die Version mit Kürbiskernen und Kürbiskernöl.

Man muss allerdings bedenken, dass es von diesen Gläschen auch geschmacksintensivere Noten gibt, wie jene mit Spinat drinnen. Bei der bleibt bei uns immer besonders viel übrig, sie schmeckt ihm, obwohl sie so gesund ist, einfach weniger. Da würde ich nur zur mediterranen Lösung raten, mit Kräutern der Provence, Thymian und ganz wenig Knoblauch – wirklich wenig für stillende Mütter, wegen der Nachtruhe und möglichen Blähungen.

Fleischgläser bleiben ein ungelöstes Problem

Für die Resteverwertung aus Gläsern mit Fleisch könne wir leider keinen guten Rat geben, weder werden die mit Begeisterung vom Filius verspeist, noch haben wir einen Schmäh gefunden uns die Reste zu verbessern.

Und auch für die leeren Hipp-Gläser und Deckel haben wir kreative Verwertungsvorschläge:

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EIN ARTIKEL VON
  • Niki Haselsteiner

    Als Vater von drei Kindern lernt man viel vom Alltagsleben kennen. Nachdem ich in meiner Karriere als Berater, Werber und Öffentlichkeitsarbeiter oft einen neuen Blickwinkel erlernen durfte, war es mir Vorbereitung aufs Home-Management, von dem ich hier berichten darf.


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