25. März 2020

3 Dinge, die wir derzeit als Familie in Krisenzeiten lernen

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Klar, niemand hätte mit der derzeitigen Krise gerechnet, die es so ja zum Glück auch schon sehr lange nicht mehr gegeben hat. Natürlich ist es ein Ausnahmezustand voller Unsicherheit, vielleicht auch Angst und Ungewissheit.

Trotzdem glauben wir, dass man auch etwas daraus lernen kann! Ganz gleich, ob ihr gerade mit eurer Familie Zuhause seid oder in einem systemkritischen Beruf gebraucht werdet, alles ist irgendwie anders – und wir merken ganz genau, was in einem Notfall wichtig ist!

#1 Rücklagen

Was wäre, wenn einer oder beide Elternteile plötzlich arbeitslos wären? Oder wenn man als Selbstständiger von einem Tag auf den anderen ohne Aufträge dasteht, oder als Angestellter mit viel weniger Stunden? Wie wäre das für euch finanziell tragbar?

Wir haben das große Glück, dass unser Sozialstaat derzeit schnell reagiert, aber dennoch kann man sich nicht darauf verlassen, das pünktlich das gewohnte Gehalt am Konto ist.

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Finanzielle Lage

Wir haben schon vor längerer Zeit einen Beitrag über Finanzen geschrieben und einer der Punkte war der „Polster“, den wir uns zur Seite gelegt hat. Zumindest drei Monate sollte man abdecken können wenn das Gehalt ausbleibt.

Zu den Fixkosten zählen Miete/Kredit, alle Versicherungen, Fixausgaben wie Strom, Wasser, Gemeindeabgaben, nicht sofort kündbare Abos, Telefon, TV und Internet und ein gewisser Betrag für Lebensmittel, Tanken (sofern ihr ein oder mehrere Autos habt) und medizinische Notfälle.

Was wäre außerdem, wenn plötzlich eure Waschmaschine oder der Kühlschrank kaputt ist? Auch das sind Kosten, die man für den Notfall auf der Seite haben sollte.

#2 Haushalts-Essentials

Bei dem derzeitigen Run auf WC-Papier kommen wir schon ins Grübeln. Sicher, es gibt Familien mit wenig Stauraum, die wirklich kaum Vorratshaltung betreiben können. Aber sind die normalen Haushalte wirklich so schlecht vorbereitet?

Wir sind hier mit unserem Haus im Vergleich zu einer kleinen Wohnung sicher im Vorteil, haben aber bei der Planung unseres Hauswirtschaftsraums auch genau darauf geachtet: ein Regal ist reserviert für Haushaltsartikel.

Zwei Mal im Jahr wird WC-Papier eingekauft (zu unserem Glück war das im Februar wieder dran!), größere Mengen an Taschentüchern und Küchenrolle, Waschmittel oder Geschirrspülpulver. Ja, auch die Basismedikamente und Desinfektionsmittel, Hundefutter und Taschenlampen mit Batterien haben wir immer Zuhause.

Das soll jetzt sicher kein Aufruf zu Hamsterkäufen sein, denn die sind trotzdem unnötig!

Wir selber haben uns vor ein paar Jahren nach einem Zivilschutz-Vortrag ausführlich Gedanken gemacht, was wir immer in ausreichender Menge Zuhause haben möchten. Dazu hängt eine Liste am Kühlschrank, wo wir eintragen wenn nur mehr eine Packung da ist und

mittlerweile können wir die Mengen so gut einschätzen, dass wir vieles gemeinsam nachkaufen können. Das spart uns Zeit und Aufwand (und wir lassen uns das meiste liefern).Insgesamt ist es sicher eine gute Idee, sich z.B.: einmal die Tipps der Zivilschutzbehörde durchzulesen und zu überlegen, was für die eigene Familie Sinn macht!

#3 Nudelsalat für Jahre

Okay, das ist jetzt nicht ganz erst gemeint. Aber die geleerten Regale von Mehl, Nudeln, Sugo und Hartwurst sprechen für sich! Es gibt jetzt schon die Memes „Grillparty Beilage des Jahres: Nudelsalat mit Dosenmais“!

Sicher, wir haben auch immer mindestens zehn Packungen Nudeln Zuhause, weil wir die Vollkornpasta gern im Angebot kaufen. Zusätzlich können wir momentan anhand unserer Vorräte 36 Mahlzeiten für unsere ganze Familie kochen und müssen erst nach circa zwei Wochen Milchprodukte, Obst und Gemüse nachkaufen.

Das war aber nicht immer so!

Es hat einige Zeit gedauert, bis unsere Vorräte so angelegt waren, dass sie zu unserer Familie passen und Sinn machen. Aus unserem ersten Vorrat haben wir einige Dosenmenüs kurz vor dem Ablaufdatum gegessen, weil wir sie halt nicht wegwerfen wollten – die wurden danach nicht mehr gekauft.

Jetzt haben wir vor allem das haltbar gemacht und bevorratet, was wir gern essen und auch noch halbwegs ausgewogen und gesund ist. In unserem Tiefkühler lagern Obst und Gemüse vom letzten Sommer, Brot und unsere eigenen Hühner, außerdem einige fertige Gerichte, von denen wir gleich mehr gekocht und einen Teil eingefroren haben.

Einkochen ist die Devise!

Eingekocht haben wir Kompott und Marmelade, als Konserven haben wir neben Mehl, Nudeln und Mais auch getrocknete Kräuter aus dem Garten, Passata, Bohnen, Zucker, Hefe, Backpulver, Salz, Suppenwürze, Tee, Erdäpfel, Zwiebel, Knoblauch, Tomatenmark, Senf und Fisch.

Derzeit ist im Kühlschrank Käse und Wintergemüse, Obst, etwas Schinken, einige Packungen Butter und Eier. Und was nicht fehlen darf: Schoki für den Sonntag!

Sollte für euch die derzeitige Corona-Krise ein Grund sein, einen Vorrat anzulegen, macht einmal eine Liste mit Gerichten, die ihr als Familie regelmäßig und gerne esst.

Was davon oder welche Zutaten kann man gut lagern? Welche Basis-Zutaten habt ihr sowieso und wo zahlt es sich aus, ein paar mehr Zuhause zu haben? Was kann man gut einfrieren, was selber frisch machen?

Wenn es euch zu teuer ist einen Vorrat neu anzulegen, kann man (wenn der Alltag wieder „normal“ verläuft) auch einfach bei jedem Einkauf ein oder zwei der länger haltbaren Lebensmittel zusätzlich mitnehmen, z.B.: ein Packerl Kaffee, ein Kilo Mehl, ein Packerl Salz… aber nur in Mengen, die ihr innerhalb eines halben – oder bei Dosen eines ganzen – Jahres verbraucht. Sonst werden Lebensmittel zu Müll und das ist nicht Sinn der Sache!

Diese drei Punkte sind sicher nicht alles, was man derzeit bedenken oder lernen kann und muss, aber sie sind schon ein großer Faktor um die Familie und das Zuhause für Krisenzeiten vorzubereiten!

Wir wünschen euch jedenfalls, dass ihr alles habt was ihr derzeit braucht und entspannt über die Runden kommt. Solltet ihr Fragen oder Ideen haben oder etwas genauer wissen wollen, hinterlasst uns einfach einen Kommentar!



EIN ARTIKEL VON
  • Elisabeth & Johannes Hackl

    Elisabeth und Johannes Hackl leben mit ihren Kindern, Hunden und Hühnern in Niederösterreich. Sie sind begeisterte Familienmenschen, Kindergartenpädagogen, Referenten für Natürliche Empfängnisregelung, Teilzeit-Selbstversorger, im Glauben verwurzelt und noch immer sehr verliebt ineinander!


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