13. August 2015

Zeit für mich – drei Stunden Kurzurlaub


Drei Stunden Kurzurlaub – meine kleine Auszeit vom hektischen Alltag. Ruhe, Bewegung und Natur und man ist herrlich erholt und aufgetankt.

Kurzurlaub – drei Stunden für mich

Die vergangenen paar Wochen waren sehr, sehr intensiv. Mein Mann war beruflich viel weg, die meisten Abende mit Terminen vollgepackt und so lechzte ich schon sehr nach einer Auszeit. Ich beschloss also, am Wochenende einen richtig ausgiebigen Ausflug zu machen. Eine Art Kurzurlaub, allein.

Ruhe, Bewegung und Natur

Die Voraussetzungen für einen Kurzurlaub waren perfekt. Das herrliche Wetter lud zum Baden ein!

Ich überlegte genau, was ich in diesem ausgelaugten Zustand nun am Dringendsten brauchte. Das ist sicher bei jedem etwas anderes. Manchmal lege ich mich auch einfach nur aufs Ohr, wenn ich k.o. bin. Doch diesmal hatte ich ausnahmsweise gleich drei Stunden zur Verfügung – Dank an meinen lieben Mann – welch ein Luxus! Die wollte ich bestmöglich nutzen. Ich spürte, dass für mich folgendes dran war: Ruhe!!!!, Bewegung und Natur. Zu Hause war vor allem ersteres nicht zu finden. Also raus hier!

Ich packte einen kleinen Rucksack – bewusst sparsam – mit Badesachen, Wasser, Handy, meiner Bibel und einem guten Buch, cremte mich gut ein, zog unter den Shorts gleich den Bikini an und setzte mich auf unser E-Moped.

Und los geht’s in den Kurzurlaub

Allein die etwa zehnminütige Fahrt auf unserer lautlosen „Vespa“ ließ Urlaubsgefühl aufkommen. Da ich die nähere Umgebung immer wieder auf der Suche nach schönen, ruhigen Plätzen und Spazierwegen durchstreife, wusste ich genau, welcher Ort diesmal geeignet war für meinen Plan. Ich hatte Wassersandalen angezogen und wollte nicht den üblichen Pfad neben dem Fluss gehen, sondern direkt IM Wasser waten! Bei den hochsommerlichen Temperaturen eine willkommene Erfrischung! Die Erlauf ist hier sehr seicht und breit, es ist also nicht gefährlich. Das Ufer ist naturbelassen und im Wasser würde ich garantiert meine Ruhe haben!

Voller Freude kletterte ich also an einer geeigneten Stelle in den Fluss und gewöhnte meine Füße an das 18 Grad kalte Wasser. Sofort packte mich die Abenteuerlust und ich querte zum anderen Ufer.

Buntes Treiben in der Natur

Blaubeeren wuchsen hier in Hülle und Fülle! Glücklich steckte ich ein paar der köstlichen Früchte in den Mund und fühlte mich wie im Paradies! Vor mir schwirrten leuchtend bunte Libellen. Ein Frosch hüpfte erschrocken vom Ufer in den Schlamm und zwei Ringelnattern suchten eilig ein Versteck. Im seichten Wasser tummelten sich Hunderte, nein Tausende kleiner Fischchen. An den tieferen, grünlichen Stellen konnte ich große Forellen erkennen. Ab und zu ließ sich Entengeschnatter und Vogelgezwitscher vernehmen. Sonst nur Stille. Ein Eldorado für meine Sinne.

Ich kam an mehreren Schotterbänken vorbei, die nur vom Wasser aus zugänglich waren. Perfekte Rückzugsorte, um in Ruhe zu lesen…. Doch meine Neugier trieb mich weiter. Ich wollte bis zu einer besonders tiefen Stelle waten, um mich dort abzukühlen.

Und ab ins kühle Nass

An einer großen Schotterbank tummelten sich schon einige Spaziergänger. Ich ließ meinen Rucksack zurück und wagte mich ins dunkelgrüne, tiefe Wasser. Das erste Untertauchen kostete mich schon einige Überwindung, doch dann schwamm ich munter drauflos gegen die Strömung. Eine natürliche Gegenstromanlage… Nach einer Weile hatte ich genug und machte mich auf den Weg zurück zu „meiner“ versteckten Schotterbank, legte mich genüsslich in die Sonne und war einfach rundum glücklich. „Danke, lieber Gott, für all das Schöne und Wunderbare, das ich hier erleben darf!“

Als der Timer auf meinem Handy schließlich zur Rückkehr rief, war ich herrlich erholt und aufgetankt. Ich pflückte noch eine Handvoll Blaubeeren für meine Lieben und verließ den Fluss mit dem Vorsatz, bald wiederzukommen…vielleicht sogar mit meinen beiden großen Jungs…

Siehe auch: Meine kleine Wanderung



EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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