25. Juni 2018

Sport mit Kind – schweißtreibend oder fröhlich fit?

sport mit kind - meinefamilie.at

Eine Schwangerschaft oder die Geburt der Kinder muss für sportliche Eltern nicht das Aus bedeuten. Es gibt tolle Möglichkeiten den Körper zusammen mit dem/n Kind/ern fit zu halten.

Davor waren wir sehr sportlich. Davor, das heißt, bevor ich schwanger wurde. Genauso schwerwiegend wie es klingt, war auch die Veränderung, die das Baby mit sich brachte. Bevor ich mit unserem Sohn schwanger wurde, unternahmen mein Mann und ich am Wochenende lässige Moutainbiketouren in die Berge, wir joggten nach der Arbeit unsere übliche Runde und nahmen am ein oder anderen Laufevent teil. Im Winter erklommen wir windige Gipfel mit unseren Tourenschiern.

Schon während der Schwangerschaft war für mich Schonung angesagt, da sich die zehn Monate körperlich als etwas schwierig gestalteten. Doch das ist ja nicht immer so, viele werdende Mütter sind auch während der Schwangerschaft sehr aktiv. Sie radeln, turnen, ja klettern sogar.

Auf geht’s Baby

Ist das Baby einmal da, möchte sich der Körper von den Strapazen der Geburt erst einmal erholen. Nach einigen Wochen empfiehlt es sich, mit Rückbildungsgymnastik zu beginnen. So werden der Beckenboden und die Bauchmuskeln langsam wieder fit. Auch tägliche Spaziergänge mit dem Kinderwagen bringen aktive Erholung und den Kreislauf in Schwung. Dabei legen ambitionierte Mütter täglich schon mal mehr als 10 Kilometer zurück.

Auch zahlreiche Eltern-Kind-Kurse unterstützen die körperliche Fitness junger Mütter und bieten interaktives Turnen für Mama und Baby, Mutter-Kind-Yoga oder Kangatraining an. Dabei wippt das Kleine vorne in der Trage lustig mit, während sich Mama dreht, auf-und-nieder-geht und allerhand Übungen absolviert.

Ab in die Natur

Werden die Kleinen langsam größer, lassen sich Sport und Kinder, dank eines großen Angebots durchdachter Produkte, angenehm für alle vereinen. Es gibt federleichte Anhänger, die Eltern beim Laufen vor sich herschieben oder am Rad mitziehen. Die Kids sitzen bequem darin, schlafen oder betrachten jausnend die Landschaft. Radtouren führen dann vielleicht nicht mehr auf steile Dreitausender oder über ausgesetzte Trails, sondern eher über leicht steigende Güterwege neben plätschernden Bächen und enden schließlich an Almen mit Kinderspielplätzen und Kühen. Dem Puls ist das jedoch ziemlich egal, denn er kommt auf diese Weise garantiert genauso in anaerobe Bereiche. Im Winter transportiert der Anhänger die Kids auch sicher auf Schitouren oder beim Langlaufen. Meist genießen die Kinder die Ausflüge in die Natur. Wenn nicht, ist Zwang allerdings fehl am Platz.

Wer lieber wandert, dem ermöglichen schattenspendende und weich gepolsterte Kindertragen kräftigende Wanderungen. Die Kleinen freuen sich darin über den tollen Rundumblick auf dem Rücken der Eltern und sind meist, angenehm sitzend, dem einen oder anderen Nickerchen nicht abgeneigt. Auch hier gilt: Zwang ist keine Lösung, wenn das Kleine nicht in die Trage will. Klar ist auch, dass die Wanderungen jetzt nicht mehr sechs oder sieben Stunden dauern, so wie früher, doch ein- oder zweistündigen Märschen durch kühle Wälder oder auf sonnige Gipfel steht nun nichts mehr im Wege. Da freut sich das Sportlerherz!

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EIN ARTIKEL VON
  • Karolina Putz

    Beruflich bin ich als freie Journalistin und Projektmanagerin tätig. Privat bietet das Leben mit unserem dreijährigen Sohn so allerhand Überraschendes, Freudiges aber auch Dinge zum Aus-der-Haut-fahren.


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