8. Januar 2018

Bestärke dich selbst – Mach’ etwas für dein Selbstbewusstsein!

Selbstbewusstsein stärken - meinefamilie.at

Muttersein ist oft anstrengend, schwierig und man ist tatsächlich dauerbeschäftigt. Wertschätzung und Anerkennung gibt es nur selten. Maria Lang zeigt, wie man gegenlenken kann.

Im turbulenten Familienalltag, vor allem mit kleinen Kindern, kann es durchaus mal vorkommen, dass du dich als Mama überfordert, unzulänglich und genervt fühlst. Das, wie es sein sollte, passt absolut nicht zu dem, wie es ist und der Frustpegel steigt minütlich und das eigene Selbstbewusstsein sinkt. Der gerade sauber gewischte Boden wird von den Kindern achtlos vollgekleckert, der Mann kommt 12 Minuten zu spät, sodass die Lasagne im Ofen eine leicht dunkelbraune Kruste bekommen hat… Dann passiert irgendwas, eine Kleinigkeit wie etwa ein unachtsamer Tritt auf einen Legostein und der plötzliche Schmerz lässt eine ganze Lawine an Schimpfwörtern losdonnern.

Zeit für sich selbst ist Mangelware. Es ist wichtig, die eigene Leistung hervorzuheben.

Wutausbrüche akzeptieren

Schockiert über dich selbst schaust du in die teils verwunderten, teils erschrockenen Gesichter deiner Familienmitglieder und denkst: “Was hab ich jetzt getan? Was bin ich bloß für eine Mutter? Welch schlechtes Vorbild gebe ich ab!” Die Selbstvorwürfe versetzen dem ohnehin schon geschwächten Mutter-Ego noch einen kräftigen Tritt und das liebe Selbstmitleid beginnt sich breitzumachen. “Wenn das nicht alles so viel und so schwierig wäre! Wenn nur irgendjemand sehen und schätzen würde, was ich da jeden Tag leiste! Wenn ich einfach mal Zeit für mich selbst hätte!”

Eigenlob für mehr Selbstbewusstsein

Alle diese Aussagen und Sehnsüchte sind wahr und berechtigt. Muttersein ist oft anstrengend, schwierig und man ist tatsächlich dauerbeschäftigt. Wertschätzung und Anerkennung gibt es nur selten. Zeit für sich selbst ist Mangelware.

Und genau deshalb ist es für uns Mütter so wichtig, selbst für all das zu sorgen, was wir brauchen, damit es uns gut geht. Ich meine damit nicht den berühmten Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Ehemann: “Und jetzt bedank dich gefälligst mal ordentlich für all das, was ich hier täglich leiste!” – sondern eher: uns selbst das zuzusprechen, was wir hören möchten.

Stell dir einfach vor, du wärst deine beste Freundin. Koche dir eine Tasse Kakao, setz dich ein paar Minuten auf die Couch, ignoriere die neuen Schmierflecken am Bezug und lobe dich selbst mal ausgiebig.

“Hey, Maria, den Streit zwischen den Kindern hast du vorhin gut gelöst. Schau, wie friedlich sie nun spielen. Und welche Berge an Wäsche du heute erledigt hast! Das Allerwichtigste: Du lernst immer besser, auf dich gut achtzugeben! Zwei kurze Pausen hast du dir schon genehmigt. Weiter so! Du bist spitze!

Hilfreiche Bibelverse

Was mir auch sehr gut tut, ist das laute Sprechen von Bibelversen wie zum Beispiel:

“Ich bin Gottes Kind.” (Joh. 1,12)

“Ich bin gewiss, dass alles zu meinem Besten dient.” (Röm. 8,28)

“Ich kann nicht von Gottes Liebe getrennt werden.” (Röm. 8,35)

“Ich kann Barmherzigkeit und Gnade finden, wenn ich Hilfe nötig habe.” (Hebr. 4,16)

“Ich vermag alles durch Christus, der mich stark macht.” (Phil. 4,13)

“Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast!” (Ps. 139,14)

Es braucht nicht viel Zeit

Um diese Art von Selbstbestärkung durchzuführen, braucht es nicht mal viel Zeit. Manchmal genügen ein paar Minuten zwischendrin. Die Wirkung davon ist jedoch deutlich positiver als jede Art von Selbstverurteilung oder kritischer Selbstverbesserung. Schluss mit der dauernden Selbstkritik! Lob ist angesagt. Du gibst dein Bestes, und das zählt. Probier’s einfach mal aus!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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