18. Dezember 2016

Heute mal anders – meine tägliche Motivation finden

Meine Motivation finden - meinefamilie.at

Wie finde ich im Alltagstrott meine Motivation für all die Aufgaben? Oft helfen die Pausen und Auszeiten, um wieder Energie für die Routine zu haben.

In meinem turbulenten Familienalltag mit Hausunterricht und verschiedenen beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten kommt es schon mal vor, dass meine Motivation nachlässt. Ich kann mich momentan zwar nicht über mangelnde Abwechslung beklagen, denn mein Leben ist sehr bunt und vielschichtig. Doch es gibt auch viel Routine und vor allem Dinge, die meine Selbstdisziplin sehr fordern. Zum Beispiel habe ich selbst nicht jeden Tag Lust, den Unterricht vorzubereiten und zu gestalten. Oder mich an den fixen Kochplan zu halten, den wir erstellt haben. Oder es freut mich kein bisschen, die üblichen Tätigkeiten im Haushalt zu erledigen, die man meist nicht bemerkt, ohne die aber unser Haus in Kürze zum totalen Chaos verkommen würde.

Wie kann ich meine tägliche Motivation aufrecht erhalten?

Listen abhaken

Manchmal hilft mir eine To-Do-Liste, um alles zeitgerecht zu erledigen. Listen sind super, aber sie dürfen nicht zu einem Gefängnis werden. Oft habe ich bemerkt, dass ich vor lauter Eifer, alle Punkte auf der Liste abzuhaken, völlig auf mich selbst und meine Bedürfnisse vergessen habe. Zu Mittag war ich dann total erschöpft und ausgelaugt, da lag aber noch der halbe Tag vor mir!

Meine Motivation finden - meinefamilie.atEnergie für mich

Seit ich das bewusst wahrgenommen habe, plane ich mir auch Extra-Pluspunkte für mich selbst ein. Kleine Energie-Tankstellen für meine Seele. Belohnungen für mich selbst. Das kann eine Tasse Tee sein, die ich allein auf der Veranda genieße. Ein kurzes Gesichts-Sonnenbad oder ein flotter Spaziergang. Oder aber ein Power-Nap. Zehn Minuten Lobpreis-Musik hören. All diese Dinge brauchen nicht viel Zeit oder Planung, man muss sie einfach tun. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich durch diese wiederkehrenden Pausen, die ich mir bewusst gönne, im Alltag viel mehr Energie, Freude und Motivation habe.

Spontan sein

Ein weiterer Motivationsfaktor für mich ist Spontaneität. Da unser Alltag weitgehend durchgeplant ist und ich meist sehr diszipliniert sein muss, um auch die Nachmittage und Abende effizient zu nützen, bleibt oft wenig Raum für Spontanes. Der Unterricht für Sara findet zum Beispiel von halb neun bis ein Uhr Nachmittag statt, mit Pausen dazwischen. Ihr ist es wichtig, dass wir diesen Rahmen einhalten und sie danach Zeit zum Spielen hat. Doch ab und zu „pfeife“ ich einfach darauf. Wenn zum Beispiel herrlichstes Wetter draußen ist, kann es vorkommen, dass ich schon am Vormittag zu den beiden jüngeren Kindern sage: „Kommt, wir gehen heute hinaus und machen den Sachunterricht in der Natur.“

Oder ich streiche einen Teil des Unterrichts ganz, um das schöne Wetter zu nutzen. Regentage kommen sicher noch genug, um das Versäumte nachzuholen. Diese Flexibilität ist ein großes Plus an unserer momentanen Lebensform.

Auszeit nehmen

Es gibt auch Tage, wo ich merke, ich brauche eine längere Auszeit. Mal zwei oder sogar drei Stunden Ruhe, raus aus dem üblichen Trott. Dann gebe ich den Kindern Material, mit dem sie selbständig arbeiten können und verlasse das „Schiff“ für eine Weile. Das war früher, als unsere Kinder noch klein waren, nicht ganz so einfach, aber jetzt, wo mein Mann auch viel von zu Hause aus arbeitet, ist das immer mal wieder spontan möglich. Ich bin sehr froh darüber!

Vor diesen Aktionen bete ich meist kurz und höre in mich hinein, was mir nun gut tun würde. Je nach Bedürfnis gönne ich mir einen längeren Spaziergang oder ein zweites Frühstück im Kaffeehaus. Oft habe ich meine Bibel dabei oder ein anderes gutes Buch. Oder meine Malsachen. Ich liebe es, im Auto zu sitzen und dann meinen inneren Impulsen folgen zu können. Das ist für mich ein Stück gelebte Freiheit. Wenn ich die ab und zu kosten darf, finde ich auch wieder mehr Freude, um meine Alltagspflichten treu zu erfüllen.

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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