19. Dezember 2014

Entspannte Mütter sind glückliche Mütter


Für glückliche Mütter sind Auzeiten und Entspannung das Um und Auf. Und was kann man sich besseres tun als ein richtig entspannendes Schaumbad zu nehmen? Dieses Unterfangen gehört aber geplant und vorbereitet!

Ruhe – Luxus für Mütter

Das, was ich mir immer mal wieder gönne, vor allem jetzt, wo die Abende deutlich länger sind als im geschäftigen Sommer, ist eine ruhige Stunde für mich allein im Bad. Untertags ist es schwierig, neben vier Kindern und einem Ehemann, der meist von zu Hause arbeitet und viel telefoniert, wirklich Ruhe zu finden. Auch wenn der Kleine sein (nicht mehr ganz tägliches) Mittagsschläfchen hält, sorgen dann oft die anderen für genug „Hintergrundgeräusche“, sodass von wirklicher, absoluter Ruhe nicht die Rede sein kann.

Spazieren bei jedem Wetter

Zwar gehe ich ab und zu mal für eine Stunde spazieren, was ich bei jedem Wetter sehr genieße, aber ein Stündchen Stille in den eigenen vier Wänden hat noch mal eine ganz andere Qualität. Ich habe dann das Gefühl, endlich einmal wirklich „mein Reich“ genießen zu können, ohne dabei gestört zu werden. Untertags muss ich ständig Kompromisse eingehen, was wann wie gemacht wird. Doch an diesem freien Abend darf ich mal selbst bestimmen!

Gute Vorbereitung ist die „halbe Miete“

Sobald also die Kinder im Bett sind – das ist während der Schulzeit im Winter meist so um 20 Uhr der Fall (im Sommer sind die Großen auch schon manchmal bis 22 Uhr auf, wodurch der freie Abend wegfällt), beginne ich mit meinen Vorbereitungen.

Zuerst muss ich meinen Ehemann informieren über mein Vorhaben. Er hat grundsätzlich Verständnis dafür, möchte aber natürlich nicht, dass ich das halbe Haus „besetze“. Wir sprechen also ab, wer wann wo sein soll, damit ich mein Vorhaben realisieren kann. Manchmal schicke ich ihn auch fort, zum Beispiel ins Kino, damit ich wirklich meine Ruhe habe. Das klingt jetzt vielleicht egoistisch, aber wenn ich wirklich eine Stunde absolute Ruhe möchte, empfinde ich selbst meinen lieben Ehemann als Störfaktor, wenn er kommt, um mich etwas zu fragen.

Nun wird die Haustüre zugesperrt, das Handy auf lautlos gestellt und die Badewanne eingelassen. Je nach Laune, gebe ich einen erfrischenden oder einen beruhigenden Badezusatz ins Wasser.

Sich selbst überlisten kann Wunder wirken

Der Wäscheständer, der meist voll behängt mitten im Badezimmer steht, wird einfach mit einer bunten Decke verhängt. So höre ich die Arbeit nicht schreien, wenn ich meine Auszeit genießen will…

Nach einem letzten Inspektionsrundgang, bei dem ich schaue, ob im Obergeschoß alle ruhig schlafen, schließe ich die Küchentür und schalte Musik ein, nicht zu laut natürlich, damit die Kinder nicht aufwachen. Nun darf ich endlich mal selbst entscheiden, was ich hören will und werde nicht ständig von irgendjemandem überstimmt!

Ein „Luxus“ Tablett mit Leckereien

Auf einem Tablett richte ich mir ein paar nette Leckereien her: ein Glas frisch gepressten Orangensaft in einem Sektglas, ein Stück Schokolade, ein paar Nüsse und Trockenfrüchte auf einem kleinen Teller. Mit ein paar Kerzen und einer Schachtel Streichhölzer trage ich das alles ins Badezimmer, das bei uns glücklicherweise im Erdgeschoß liegt, sodass ich ungestört bin.

Ruhe – was für ein Luxus

Die Musik schalte ich meist dann doch ab, um die Ruhe genießen zu können. Seufzend tauche ich in das duftende, warme Wasser und höre den Schaum knistern. Dabei stelle ich mir vor, dass auch Gottes Liebe mich so warm von allen Seiten umgibt und danke ihm für diesen besonderen Moment. Zum sanften Schein der Kerzen knabbere ich köstliche, gesunde Leckereien, belohne mich bewusst mit dem Stück Schokolade und schlürfe meinen Vitamincocktail. Wie gut das dem Körper, aber auch der Seele tut! Das ist Wellness pur! Ich koste dieses Bad voll aus und genieße es, mal selbst bestimmen zu dürfen, wie lange es dauert. Herrlich, diese Freiheit und Ruhe inmitten der eigenen vier Wände!

Sich selbst Gutes tun – eine wichtige Regel für glückliche Mütter

Also, unbedingt nachmachen! Solltest du keine Badewanne haben, kannst du dir auch eine besondere Wellnessdusche gestalten und die Leckereien dann danach im Bademantel auf der Couch genießen. Das soll kein Hindernis sein, dir selbst etwas Gutes zu tun! Und falls du Schwierigkeiten damit hast, das alles nur für dich selbst nett zu gestalten, stell dir einfach vor, du machst es für jemand anders. Und dann genieß es in vollen Zügen!

Dieser Artikel kann dir dabei auch helfen: Auszeit – die beste Investition für Mütter!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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