26. Februar 2015

Zeit für mich: Eltern brauchen Pausen


Es gibt Tage, da hab ich meine Pausen nötiger als an anderen Tagen und brauche Zeit für mich. Ich bin nicht die Ruhe in Person, die Stress locker wegsteckt.

Zeit für mich – Notbremse!!

Es gibt Tage, da hab ich meine Pausen noch nötiger als an anderen Tagen und brauche wirklich Zeit für mich. Heute ist zum Beispiel so ein Tag. Bisher ist zwar alles ganz gut gelaufen, aber es liegt gerade so ein Dauerstress in der Luft. Und ich bin nicht gerade die Ruhe in Person, die das so locker wegsteckt.

Voll mit Alltagsroutine

Der Morgen und auch der Vormittag waren ausgefüllt mit unserer üblichen Alltagsroutine: Kinder versorgen und daneben schnell frühstücken, Gebet mit Georg, kurze Andacht mit der Familie, Doppelstunde Englisch mit den Großen, schnell ein wenig Haushalt erledigen, Zeit mit den Kleinen inklusive Spaziergang im Matsch, Kochen und daneben Nüsseknacken mit den Kindern, Mittagessen mit allen, danach gemeinsames Aufräumen der Küche, Vorbereiten von Arbeitsblättern für Sara, die auch begeistert „Schule“ machen will… Dazwischen ständig unseren Jüngsten beobachten und fragen, ob er aufs Klo muss, denn er möchte seit zwei Tagen statt der Windel Unterhosen tragen wie die Großen. Natürlich freue ich mich sehr über diesen wichtigen Schritt des Größerwerdens! Das heißt, ich versuchte schon den ganzen vergangenen Sommer lang, ihn dazu zu bewegen, seine Windeln abzulegen, aber bisher wollte er einfach noch der Kleine sein. Seit kurzem findet er es aber cool, auch ein Großer zu werden, deshalb der Sinneswandel. Alles hat eben seine Zeit…

Haustüre zu

Trotz all meiner Freude darüber bedeutet das natürlich gerade jetzt in der kalten Jahreszeit, wo er nicht einfach hosenlos draußen herumlaufen kann, eine Extraportion Aufmerksamkeit und noch mehr Wäsche für mich. Da Georg bei einem beruflichen Termin auswärts und die Jungs bei Freunden zu Besuch sind, habe ich am frühen Nachmittag nur die beiden Kleinen zu betreuen. An der Haustüre hänge ich einen großen Zettel für die Nachbarskinder auf, dass Fritz und Benni heute nicht zu Hause sind (und es sinnlos ist, nach ihnen zu fragen). Dann sperre ich die Haustüre zu. Grenze nach außen.

Handy abdrehen

Gregor hält seinen Mittagsschlaf, das heißt, er möchte eigentlich nicht, aber ich habe ihn dazu überredet, um endlich ein wenig ausruhen zu können. Nach längerer Diskussion einigten wir uns darauf, dass er nicht schlafen muss, aber zumindest eine Weile ruhig in seinem Bett verbringt. Sara bemalt währenddessen ihre Arbeitsblätter, kommt aber einige Male zu mir, um mich etwas zu fragen. Auch Gregor meldet sich lautstark übers Babyphon. Irgendwann reicht es mir und ich mache den beiden klar, dass ich nun wirklich Ruhe brauche und sie zumindest für eine halbe Stunde leise spielen sollen. Weitere Grenze nach außen.

Das Handy stelle ich auf lautlos. Für eine halbe Stunde hat jetzt niemand etwas von mir zu wollen. Grenze zur restlichen Welt. Manchmal sind solche Maßnahmen für mich notwendig, um innerlich zur Ruhe kommen zu können. Meine persönliche „Notbremse“…

Zeit für mich: Stöpsel in die Ohren

Etwas genervt verziehe ich mich ins Schlafzimmer, stecke mir Stöpsel in die Ohren und lege mir noch den Polster auf den Kopf. Dann verbiete ich mir, irgendetwas zu denken und bitte Gott, mir Ruhe zu schenken. Einfach nur Ruhe! Grenze nach innen. Es wirkt. Zumindest eine Viertelstunde lang kann ich einfach nur daliegen und abschalten. Powernapping bewirkt auch diesmal ein kleines Wunder. Ich habe sogar noch Zeit zum Bibellesen und für ein kurzes Telefonat, bevor mich die Kinder wieder brauchen.

Um einiges entspannter kann ich nun dem Nachmittagstermin mit unserer privaten Betreuungslehrerin entgegensehen, die uns regelmäßig besucht, um den schulischen Fortschritt unserer Jungs zu kontrollieren und uns Tipps und Anregungen zu geben. Damit die Freude am Lernen für uns alle erhalten bleibt… 🙂

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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