20. Februar 2015

Detox zur Fastenzeit


Speziell zur Fastenzeit bietet sich Detox bestens an. Doch nicht nur der Körper, sondern auch die Seele sollte hin und wieder entgiftet werden.

Speziell zur Fastenzeit: Detox für Körper und Seele

Noch ist es kalt, doch wer beim Spazierengehen genau hinsieht, kann schon die ersten Blätter von Schneeglöckchen und Märzenbechern im dunklen Laub erkennen. Vereinzelt leuchten sogar schon die gelben Blüten der Primeln hervor.

Frühling liegt in der Luft

Gleichzeitig mit der Natur erwachen auch wieder unsere Lebensgeister neu. Zumindest bei mir ist das so. Wenn es draußen matschig-kalt ist, muss ich mich manchmal richtig überwinden, überhaupt einen Fuß vor die Haustüre zu setzen. Doch sobald ich die ersten Anzeichen von Frühling rieche/fühle/entdecke, bin ich nicht mehr zu halten. Konsequent nehme ich mir täglich Zeit, um spazieren zu gehen, und seien es nur zehn Minuten.

Begeistert bemerke ich jeden Tag Veränderungen in der Natur und ich halte Ausschau nach den ersten grünen Bärlauchspitzen. In einem nahe gelegenen Wäldchen habe ich einen Fleck mit Brunnenkresse entdeckt, die fast genauso wie Gartenkresse wunderbar frisch auf einem Butterbrot schmeckt. Wie freue ich mich schon darauf, nicht mehr nur in Geschäften einzukaufen, sondern im Garten den ersten Feldsalat und in der freien Natur köstliche Kräuter zu ernten! Denn davon gibt es eine Menge! Löwenzahn, Giersch, Brennnesseln, um nur ein paar zu nennen. Diese Kräuter wirken übrigens auch entschlackend und entgiftend – genau das Richtige also, um nach dem Winter den Körper wieder auf Touren zu bringen.

Detox für die Seele?

Wie kann das funktionieren? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zuerst mal feststellen, welche Gifte wir in unserer Seele ansammeln. Im Prinzip sind es negative Gefühle und Gedanken über uns selbst oder andere, die sich, wenn sie öfters zugelassen und „gepflegt“ werden, wie hartnäckige Giftklumpen in unserer Seele festsetzen. Neid, Lieblosigkeit, Bitterkeit, Nicht-Verzeihen-Können sind Beispiele dafür. Die Auswirkungen sind nicht sofort fatal, aber wir merken, dass uns langsam irgendwo Energie „wegrinnt“. Wir beginnen zu jammern und uns frustriert zu fühlen. Gewissen Menschen weichen wir lieber aus und gehen auf Distanz. Das Leben wird komplizierter…

Ich kann davon ein Lied singen. Auch ich kämpfe mit diesen Dingen und habe ein paar Personen in meinem Leben, mit denen ich mir wirklich schwer tue. Verschiedene Situationen haben zu Verletzungen auf beiden Seiten geführt und nun weiß ich nicht mehr weiter. Ausweglos? Nein.

Wie stelle ich es an?

Es gibt einen Weg, doch der ist nicht einfach. Das heißt, eigentlich wäre er praktisch gesehen ganz einfach, aber wir Menschen machen oft ein Riesending daraus. Und da sind wir auch wieder beim Thema Detox. Die einzig wirklich wirkungsvolle Art und Weise, um meine Seele zu entgiften, ist meine regelmäßige Aussprache bzw. Beichte bei meinem Seelsorger. Und: meine echte Bereitschaft, mit Gottes Hilfe zu vergeben – meinen Mitmenschen, aber auch mir selbst.

Deshalb schlürfe ich im Frühjahr nicht nur Entschlackungstees, sondern übe mich gleichzeitig darin, seelischen Ballast abzuwerfen. Und diese Kombi, das kann ich euch aus Erfahrung sagen, führt wirklich zu mehr Wohlbefinden!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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