14. November 2014

Auszeit – die beste Investition für Mütter!


Sobald man Mutter ist, bekommen Zeitangaben wie „eine Viertelstunde“ oder „zehn Minuten“ eine ganz andere Bedeutung. Zehn Minuten Ruhe können vor einem Nervenzusammenbruch retten, ein Power-Nap von einer Viertelstunde wirkt Wunder.

Auszeit – Wichtige Quelle für neue Energie

Sobald man Mutter ist, bekommen Zeitangaben wie „eine Viertelstunde“ oder „zehn Minuten“ eine ganz andere Bedeutung. Zehn Minuten Ruhe können vor einem Nervenzusammenbruch retten, ein Power-Nap von einer Viertelstunde wirkt Wunder. Eine Stunde Zeit für mich allein ist ein unglaublich kostbares Gut und setzt ungeahnte Kräfte frei.

Trotzdem war es bei mir lange Zeit von Schuldgefühlen begleitet, wenn ich mir mal eine Auszeit nahm. Nicht, um schnell einkaufen zu gehen oder eine Arbeit zu erledigen. Eine Auszeit nur für mich!

Auszeit: Lebensnotwendig

Und doch sind solche Zeiten notwendig, um nicht zu sagen: Lebensnotwendig. Oder gar: Überlebensnotwendig! Wir machen den Mama-Job ja schließlich nicht nur kurz mal für ein paar Jahre, sondern – zumindest in Teilzeit – mindestens zwei Jahrzehnte lang!!! Wenn man da nicht gut auf sich achtet, geht einem schnell mal die Puste aus!

Eine bekannte Pädagogin, Fr. Claudia Mühlan, vergleicht in einem ihrer Bücher das Elternsein mit einem Marathonlauf. Es ist wichtig, sich dabei die Energie gut einzuteilen, damit man bis zum Ende durchhält!

Seit 12 Jahren bin ich nun schon Mutter. Energiegeladen und idealistisch bin ich damals, so wie viele andere frischgebackene Mamas auch, an meine neue Aufgabe herangegangen. Doch wie schnell musste ich feststellen: ich packe das nicht ohne Pausen! 24 Stunden am Tag 7 Tage die Woche für so ein kleines Wesen zuständig zu sein, hat mich zeitweise ganz schön gefordert und auch überfordert. „Einfach mal nur Ruhe!“ war mein größtes Bedürfnis damals. „Einfach mal selbst entscheiden, was ich tun will.“ Mit allen Freuden, die das Muttersein mit sich bringt, kommt auch eine große Herausforderung: du bist nie mehr allein!

Sei es beim Lesen, das sich auf ein Minimum reduziert hat, oder beim Duschen, immer war dieser kleine Mensch noch da, auf den man zumindest mit einem Ohr oder einem Auge achten musste. Klar, mit den Jahren habe ich mich daran gewöhnt, und doch merke ich: ab und zu brauch ich mal eine Auszeit! Das Dauerzuständigsein kostet Kraft!

Siestas geben Kraft

Deshalb gönne ich mir regelmäßig eine Auszeit. Momentan ist unser Alltag sehr intensiv, da wir alle unsere Kinder zu Hause betreuen und unterrichten. Zu Mittag, nach 2 Stunden Unterricht mit den Großen und 3 Stunden Haushalt und Zeit mit den Kleinen, bin ich dann meist streichfähig.

So habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, nach dem Mittagessen eine Siesta zu halten, während unser Kleinster sein Mittagsschläfchen hält. Ich lasse das Rollo im Schlafzimmer herunter, stecke mir Stöpsel in die Ohren (denn die anderen Kinder schlafen natürlich nicht und machen oft Krach) und schließe die Augen. Nach einer halben Stunde ruhigen Dahindösens fühle ich mich wieder so weit ausgeruht, um andere Dinge zu tun, die mir Energie verleihen: eine Runde spazierenzugehen (mein Mann, der hauptsächlich von zu Hause aus arbeitet, bleibt dann bei den Kindern), in der Bibel zu lesen (für mich eine wunderbare Tankstelle), zu zeichnen oder e-Mails zu beantworten. Ich horche jedes Mal bewusst hin, was für mich jeweils dran ist. Je nachdem, wie weit die Kinder „mitspielen“, ergibt sich so eine ausgiebige Ruhephase von bis zu zwei Stunden. Oft ist die Pause auch kürzer. Aber der Erholungseffekt dieser Siesta ist für mich enorm und ich starte mit neuer Kraft und Freude in die zweite Tageshälfte.



EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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