30. März 2016

Was Babys am Anfang brauchen – und was nicht

Was Babys am Anfang brauchen - meinefamilie.at

Von Tragetuch bis Windelkübel: Dreifache Eltern erzählen, was sich in der Baby-Erstausstattung bewährt hat und worauf Eltern verzichten können.

Mit dem Dickerwerden des Babybauches fragen sich werdende Eltern, was der neue Erdenbürger denn in seinen ersten Lebensmonaten und -jahren alles brauchen wird. Eine ganze Menge! Das war mein Eindruck, als ich vor der Geburt unseres ersten Sohnes in den Babyabteilungen diverser Möbelhäuser gestöbert habe. Ziemlich ratlos habe ich unendlich lange Baby-Erstausstattungslisten miteinander verglichen und mich gefragt: Was davon ist wirklich notwendig? Wie viele Bodys müssen her? In welcher Größe? Kurz- oder Langarm? Ich fragte mich, ob ich die Geburt nicht so lange hinauszögern müsste, bis ich endlich eine Babynagelschere mit abgerundeten Spitzen hätte.

Was für’s Baby gekauft wird, ist auch eine finanzielle Frage. Eltern können dabei Unmengen an Geld ausgeben! Wo „Baby“ drauf steht, ist der Preis gleich doppelt gesalzen. Denn findige Produkthersteller und Geschäfte wissen, dass Eltern für ihre Kinder nur das Beste wollen und bereit sind, viel Geld dafür springen zu lassen.

Mit drei Kindern können mein Mann und ich auf einiges an Erfahrung zurückblicken und wissen – zumindest, was unsere Familie betrifft –, was sich bewährt hat und was nicht. Und wir wissen, wie bei der Baby-Erstausstattung Geld gespart werden kann. Hier unsere Best of-Liste (+) und die Produkte, für die wir kein Geld ausgeben würden (-):

+ Tragetuch, Tragecover, Babytrage

Gäbe es keine Tragetücher, hätte ich sicher nicht mehr als ein Kind bekommen ;-).

Zwei meiner drei Kinder waren die ersten paar Monate nur fest an mich gebunden glücklich. Hinlegen und länger als fünf Minuten zufrieden sein? No way.

Mit dem Baby am Bauch oder am Rücken konnte und kann ich kochen, staubsaugen und mit den Großen in der Sandkiste Kuchen backen. Ich habe das Tragetuch von Geburt an verwendet, und bin nach einigen Monaten auf eine Babytrage umgestiegen, weil ich das praktischer finde. Das Tragecover binde ich über das Tuch, so hat es mein Baby warm, wenn wir bei winterlichen Temperaturen draußen sind.

+ Hochstuhl

Klar, den braucht man, wenn das Baby anfängt, feste Nahrung zu essen. Wir haben blöderweise einen gekauft, bei dem der Bügel nicht abmontiert werden kann. Als unser Sohn älter und selbständiger wurde, konnte er nicht alleine rein und raus klettern.

Unser Tipp: Gleich einen Hochstuhl kaufen, bei dem man den Bügel abmontieren kann und auf den die Kinder dann auch ohne Hilfe raufklettern können.

Solch ein Sitz ist vielleicht teurer, die Kinder haben aber jahrelang ihren Platz beim Esstisch.

+ Stillkissen

Mein Stillkissen war schon in den Schwangerschaften praktisch. Beim Schlafen habe ich meinen Bauch gut darauf abstützen können. Das schlafende Neugeborene hatte es dann auf dem zusammengeschobenen Kissen gemütlich. Und beim Stillen leistete es als Stütze auch gute Dienste.

Kindergewand + Babygewand

Wirklich viel Geld kann man sparen, wenn man das Gewand für die ersten Monate von anderen Familien leiht. Die Sachen werden ja meistens nicht viel getragen und sind noch sehr schön, wenn die Babys schon rausgewachsen sind. Lieblingsstücke kann man ja trotzdem kaufen :-). Wir bieten unsere Sachen auch immer wieder aktiv anderen werdenden Eltern an.

 

kinderbett+/- Beistellbett

Klassische Beistellbetten sind nicht billig, noch dazu recht klein und die Babys werden schnell zu groß dafür. Wir haben eine Wand des ganz normalen Gitterbetts abmontiert und das Bett auf gleicher Höhe am Elternbett befestigt.

– Windelkübel

Die sind teuer und – glaubt man Erfahrungsberichten anderer Eltern – nicht wirklich geruchssicher. Wir haben einen Mistkübel mit Deckel, der jeden Tag entleert wird.

 

– Spezielle Baby- und Kindernahrungsmittel

Babygläschen gab’s und gibt’s bei uns natürlich auch. Andere Leckereien von Minireiswaffeln mit Erdbeergeschmack über Kindermüsli bis hin zu Apfelsaft speziell für Kinder kaufe ich nicht. Die sind teuer und selten eine gesunde Alternative.

Welche Dinge im Babyleben wirklich sinnvoll sind, ist natürlich auch subjektiv. Während der eine ohne Babynagelschere nicht leben kann, kommt die andere bei Babys zarten Fingernägeln auch mit einer ganz normalen Nagelschere zurecht.

Fest steht wohl auch: Keiner wird den einen oder anderen Fehlkauf vermeiden können. Zum Glück gibt’s Flohmärkte und Co., wo die guten Stücke zu anderen (werdenden) Eltern weiterwandern.

Tipp: Der nächste meinefamilie.at-Kinderflohmarkt ist am 4. Juni 2016.

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EIN ARTIKEL VON
  • Sandra Lobnig

    Seit ich Kinder habe, ist mein Leben schöner, erfüllter, spannender geworden. Und wahrscheinlich auch anstrengender. Ich bin Theologin und lese und schreibe über Ehe-, Erziehungs- und Glaubensthemen. Mit meinem Ehemann und unseren vier kleinen Kindern lebe ich in Wien.



2 Kommentare
  • Barbara, 30. März 2016, 19:32 Antworten

    Nachdem oben die Rede von drei Kindern ist und im Text über Sie neben Ihrem Foto "Sohn (3) und Tochter (1) steht, sollte letzteres vielleicht aktualisiert werden 😉

    • meinefamilie.at, 31. März 2016, 10:48 Antworten

      Oh, ein guter Hinweis, danke! Das werden wir baldmöglichst ausbessern :-)

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