29. Januar 2017

Trotzkrise im Restaurant: Was tun?

Trotzkrise im Restaurant - meinefamilie.at

Mit einem Kleinkind ist es im Restaurant nicht unbedingt gemütlich, aber es gibt Wege, Schwierigkeiten zu vermeiden.

Nach dem langen Gedenkgottesdienst in einer fremden Stadt gehen Oma, Mama und klein Ines, 2, ins Restaurant. Nach dem langen Stillsitzen macht sich Ines neugierig daran, die Bierdeckel auf den Nachbartischen einzusammeln. Die Mutter ermahnt sie, zurückzukommen, doch Ines macht eifrig weiter. Auch zwei weitere Ermahnungen können das lustige Treiben der Kleinen nicht bremsen. Erst als sich einige Gäste beschweren, holt Mama ihre Tochter zurück. Unter lautstarkem Protest wird Ines in den Hochstuhl gesetzt und ist nicht mehr zu beruhigen. Die Rettung kommt von der Kellnerin: „Komm, ich zeig dir unseren Hasenstall!“ Sofort beruhigt sich Ines und verschwindet mit der Frau.

Konsequent und umsichtig handeln

Nachgeben, brüllen lassen oder ablenken? Gibt es keine besseren Alternativen? Eltern sollten bedenken: Zwischen Kirche und Restaurant müssen sich Kinder ein wenig frei bewegen können, danach fällt ihnen das neuerliche Stillsitzen leichter. Gleich zu Beginn sollte man sich nach einer Kinderecke umsehen oder eine kleine Beschäftigung anbieten (Bilderbuch, etc.)

Wenn man nicht will, dass Kinder frei herum laufen, so muss man gleich handeln anstatt zu dulden, dass man mehrmals ignoriert wird.

Auf’s Wort folgen? Die Bedenken der Mutter: „Mein Kind ist ja kein Hund!“ Sie will ihre Tochter nicht in ihrer Freiheit einschränken. Aber mit Gewalt in den Hochstuhl, wenn es anders nicht mehr geht: Ist das nicht schlimmer? Hier geht es nicht um Freiheitsentzug, sondern um elterliche Führungskompetenz. Abwarten, bis die Situation eskaliert, ist ein Zeichen von Hilflosigkeit, unklug und unfair.

Rechtzeitig vorsorgen

Viele Dramen lassen sich vermeiden, wenn man Kindern im Voraus sagt, was man von ihnen erwartet, Vorkehrungen trifft und rechtzeitig, einfühlsam und konsequent einschreitet. Ist meinem Kind zumutbar, was ich sage? Wenn ja, dann muss ich prompt reagieren, damit meine Anweisungen ernst genommen werden.

Trotz aller Umsicht können Szenen wie diese allen Eltern passieren. Deshalb ist man noch lange kein Versager. Die Kellnerin hat es gezeigt:

Was Familien brauchen, ist Unterstützung und das Verständnis der Umwelt, keine besserwisserischen Blicke oder Kommentare.

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