20. Februar 2018

Das leidige Zähneputzen

zähneputzen - meinefamilie.at

Eltern von kleineren Kindern erleben oft Abend für Abend Nerven raubende Szenen. Ihr kleiner 3-Käse-Hoch will absolut nicht einsehen, wozu Zähneputzen gut sein soll: Er lacht und läuft davon und genießt das abendliche Fangspiel – oder er leistet Widerstand, indem er die Zähne zubeißt oder in ohrenbetäubendes Gebrüll ausbricht.

Andere Kinder lassen passiv mit sich geschehen, beißen dann und wann in die Zahnbürste und lutschen an der Zahnpasta. Wieder andere schreien „selber, selber!“, haben dabei ihren Spaß, plantschen und patzen gehörig herum – bei mäßigem Resultat, was die Sauberkeit der Zähne anbelangt.

Manche Kinder sind schon von klein auf Verhandlungskünstler und achten auf ihren Vorteil: „Was bekomme ich dafür?“ Zähne werden nur geputzt, wenn ihnen die Belohnung attraktiv genug erscheint. Manche Eltern versuchen es mit natürlichen Konsequenzen: „Wenn du nicht Zähne putzt, darfst du keine Süßigkeiten naschen!“ Kind: „Na gut, dann verzichte ich heute eben darauf!“ Das Kind bestimmt, ob überhaupt und wann was getan wird.

Ob geputzt wird, bestimmen Sie

Bei dieser Art von Demokratie spüren manche Eltern: „Das kann es doch wohl nicht sein!“ Wenn Sie das Gefühl haben „Da stimmt doch etwas nicht!“, hören Sie auf Ihre innere Stimme. Überlegen Sie kurz, ob Ihr Ansinnen notwendig und Ihrem Kind zumutbar ist. Wenn ja, wie z.B. das Zähneputzen, dann machen Sie Ihrem Kind klar: „Ob und wann geputzt wird, bestimme ich, weil ich für deine gesunden Zähne verantwortlich bin. Du kannst dir aussuchen (z.B.) welche Zahnpasta und welche Bürste du verwenden möchtest oder was du brauchst, damit es dir mehr Spaß macht.“

Zähneputzen darf Spaß machen

In dem von Ihnen gesteckten Rahmen kann durchaus Platz für Mitbestimmung und kindgemäßen Spaß und Fantasie sein. Geschichten über Zahnputzfee und Zahnputzteufelchen sind bei vielen Kindern äußerst beliebt.

Wichtig ist, dass das Resultat stimmt. Die tägliche Routine wird bald zur guten Gewohnheit und Selbstverständlichkeit, die nicht Abend für Abend neu ausgehandelt werden muss. Dann bleibt beiden Seiten, Eltern und Kinder, noch Zeit und Ruhe für eine wunderschöne Gute-Nacht-Geschichte.

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