19. Juni 2018

Survival-Tipps für einen Städtetrip mit kleinen Kindern

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Wenn man die Ansprüche nicht zu hoch schraubt, kann so ein Städtetrip mit kleinen Kindern sogar überlebt…äh…genossen werden. Meine Tipps für einen schönen und gelungenen Städtetrip mit kleinen Kindern.

Es war nicht meine Idee. Mein Mann wollte unbedingt nach Florenz. Wenn wir schon in der Toskana sind, können wir uns Florenz doch nicht entgehen lassen, meinte er. Ich war skeptisch, ob so ein kleiner Abstecher mit vier kleinen Kindern (6, 4, 2 Jahre und sieben Monate) im Gepäck wirklich das ist, womit ich unseren Urlaub beginnen wollte. Aber mein Mann ließ sich nicht abbringen. So haben wir vor unserer Woche inmitten toskanischer Hügel zwei Tage in Florenz verbracht. Und es war gut. Doch. Wenn man die Ansprüche nicht zu hoch schraubt, kann so ein Städtetrip mit kleinen Kindern sogar überlebt…äh…genossen werden.

Hier sind meine persönlichen Survivaltipps für so einen Städtetrip.

Der Weg ist nicht das Ziel

Was gibt es Schöneres als durch eine wunderschöne Stadt wie Florenz zu schlendern, die Architektur zu bewundern und das Flair zu genießen? Für meine Kinder eine ganze Menge. Die fanden das nämlich gar nicht so erbaulich und fragten alle paar Minuten: Wann sind wir denn endlich da? Wir konnten ihnen nicht beibringen, dass wir schon längst „da“ sind. Dass dieses Flanieren genau das ist, was man als Städtetourist halt so macht. Wir haben uns also immer wieder kleine Ziele gesetzt wie das nächste Eis oder Spielchen à la „Ich seh, ich seh…“ beim Gehen eingebaut.

No shopping

Irgendwie hatte ich im Vorhinein doch die klitzekleine Hoffnung, zumindest das eine oder andere schöne Teil aus Florenz nach Hause zu bringen. Eine neue Tasche oder Ledersandalen „Made in Italy“. Es war unmöglich. Die Kinderschar beisammen und bei Laune zu halten, erforderte meine gesamte Aufmerksamkeit. Schweren Herzens ließ ich die schicken Riemchensandalen an mir vorüberziehen und habe mir geschworen: Das nächste Mal dann!

Ein Ziel pro Tag

Dieses Museum, jenes Bauwerk, verschiedene Kirchen und wunderschöne Plätze: So eine Stadt bietet eine Unmenge an sehenswerten Orten. Da muss man schon als Erwachsener klug auswählen, was man sehen oder nicht sehen kann. Sind Kinder mit von der Partie erst recht. Wir sind auf all unseren Reisen gut damit gefahren, nur ein Ziel pro Tag anzusteuern. Das klingt wenig, entstresst aber ungemein. In Florenz war es das Leonardo daVinci Museum, das auch viel für Kinder zu bieten hatte. Sind danach noch Energiereserven vorhanden, kann man ja immer noch eine weitere Sehenswürdigkeit besichtigen.

Zentrales Hotel

Bei meinen Kindern ist schnell einmal die Luft draußen, wenn sie – in ihrem subjektiven Empfinden – zu viel herum rennen müssen. Wir haben unser Hotel also sehr zentral gewählt. Zweimal umgefallen und wir waren beim Florentiner Dom. So konnten wir abends ohne lange Anreise mit den Öffis noch eine kleine Runde in der Altstadt drehen. Das war gar nicht so teuer, weil wir erst sehr kurzfristig – einen Tag vor unserer Ankunft – gebucht und einen Spätbucher-Rabatt bekommen haben.

Genug Essen im Gepäck

Hungrig durch eine Stadt zu rennen, sorgt ganz schnell für schlechte Laune. Und die wird noch schlechter, weil gerade jetzt kein Geschäft weit und breit zu sehen ist, in dem wir uns mit frischem Obst oder Knabberzeug eindecken könnten. Also habe ich morgens Rucksack und Kinderwagen mit Essen und Getränken beladen und Soletti, Nektarinen und Kekse ausgeteilt, sobald die Stimmung zu kippen drohte.

Genug Geld einstecken

Die Kinder wollten eigentlich nur ein Eis und wir Erwachsenen eine Kleinigkeit zu trinken, schwupps, da waren wir im Café dreißig Euro los. Fünf Euro für zwei Kugeln Eis im Stanitzel! In einer fremden Stadt in einem anderen Land im Café oder Restaurant einzukehren, kann echt teuer werden. Damit muss man wohl oder übel rechnen…

Mein Fazit

Mehrtägige Städtereisen mit kleineren Kindern und dem Anspruch die ganze Stadt zu erkunden und jedes Sight zu besichtigen, sind definitiv nichts für uns. So ein kurzer Besuch in einer schönen Stadt wie Florenz ist aber machbar. Wenn man schon in der Gegend ist… Und ich glaube, auch den Kindern hat’s gefallen.

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EIN ARTIKEL VON
  • Sandra Lobnig

    Seit ich Kinder habe, ist mein Leben schöner, erfüllter, spannender geworden. Und wahrscheinlich auch anstrengender. Ich bin Theologin und lese und schreibe über Ehe-, Erziehungs- und Glaubensthemen. Mit meinem Ehemann und unseren vier kleinen Kindern lebe ich in Wien.


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