29. Januar 2018

Mama-Sein: Stärkung für den Alltag

mama Auszeit - meinefamilie.at

Jesper Juul sagt, „Erziehung ist anstrengend“ und damit hat er recht. Wir Mütter sind im Alltag noch dazu oft Einzelkämpfer und deswegen müssen wir umso mehr auf uns schauen. Noch dazu ist der Job der Mutter kein 40 Stunden Job, wo ich danach nach Hause gehe und abschalten kann – es ist ein 24h Dienst, 7 Tage pro Woche – ohne Urlaube und ohne Krankenstand und ohne Bezahlung und ohne Überstundenpauschale.

Die meisten von uns Müttern tragen auch die mentale Last des Familienalltags – wir kümmern uns darum, dass alles im Haus läuft, von der Waschmaschine über den gefüllten Kühlschrank bis zu den Terminen der Kinder. Oft helfen unsere Ehemänner mit und unterstützen uns, doch trotzdem sind wir meistens der Geschäftsführer unseres Hauses, der alles im Griff hat. Unser Kopf rattert ständig.

Pflichttermin: Zeit für sich

Z.B. jetzt auch in der Faschingszeit bin ich diejenige, die Faschingskostüme für die Kinder herrichtet. Oder wenn sie eingeladen sind, die Geburtstagsgeschenke organisiert. Wenn sie etwas für die Schule brauchen, Mama wird es besorgen. Und gerade deshalb ist es so wichtig, dass wir uns selbst unsere Ruheoasen finden, wo wir Kraft tanken können. Und zwar jeden Tag! Jeden Tag 10-15 Minuten – aber diese 10-15 Minuten sind lebensnotwendig.

Rituale einführen

Mein Mann hat zu seinem Geburtstag einen Schaukelstuhl bekommen, der bei uns im Wohnzimmer steht. In diesem Schaukelstuhl sitzt üblicherweise nur er … und 1 x am Tag ich. Wenn mein Mann im Schaukelstuhl sitzt, kraxeln die Kinder auf ihm herum, kuscheln mit ihm …

Wenn ich im Schaukelstuhl sitze, wissen meine Kinder, dass ich jetzt eine Auszeit brauche und lassen mich in Ruhe.

Der Schaukelstuhl steht in der Nähe unseres Hausheiligtums, manchmal zünde ich mir ein Kerzerl an. Das ist dann gleichzeitig ein optisches Zeichen für die Kinder und sie wissen dadurch – jetzt hat Mama eine Auszeit.

Manchmal habe ich einen Kaffee dabei, manchmal sitz ich einfach da – mit geschlossenen Augen und döse vor mich hin, manchmal verweile ich in Stille, manchmal lese ich, koste ich nach und überleg, was schön war … ich tue etwas, das mir guttut. Und die Kinder wissen – jetzt lassen wir Mama ausruhen, damit sie dann Kraft hat und mit uns spielt.

Ruhephase für alle

Meistens spielen sie ganz ruhig in meiner Nähe (machen ein Puzzle, malen ein Bild, …) und kommen dadurch auch selbst zur Ruhe.  An manchen Tagen aber  bin ich so k.o., dass ich mich nach dem Mittagessen kurz hinlegen möchte … auch das ist kein Problem – die Kinder dürfen entweder mit ins Bett und kuscheln mit mir, oder sie nehmen sich ein Buch mit und schauen sich das an – bis ich von meinem Power-Napping wieder munter bin und dann lese ich ihnen vor.

Kraft tanken

Ich möchte jeder Mama einfach Mut machen, dass ihr Euch untertags Eure Ruhezeiten gönnt und nutzt. Einfach überlegen, wann kann ich mir Zeit für mich nehmen und Kraft tanken? Oft ist die Zeit nach dem Mittagessen eine gute Gelegenheit, aber vielleicht ist es für Euch eine andere Zeit … Und dann einfach das Tun, was mir gerade guttut. Manchmal sind die Kinder so gut drauf, dass ich sogar 1h Zeit für mich habe … manchmal sind es nur 5 Minuten. Das hängt ein bisschen von der Tagesverfassung ab – aber generell habe ich meine 15 Minuten am Tag.

Denn geht es der Mama gut, dann geht es auch den Kindern gut.

Also Ruheoasen finden, damit ich als Mama jeden Tag Kraft tanken kann und zwar nicht erst, wenn die ganze Wohnung geputzt ist, die Wäsche erledigt ist, der Kühlschrank gefüllt … sondern zwischendurch.

Am besten ein Ritual finden, um sich immer ungefähr zur gleichen Zeit eine Pause gönne.

Ab 1. Februar biete ich auf Facebook und Instagram eine 30 Tage Challenge an – 30 Tage für mich. Ich poste jeden Tag eine neue Aufgabe, die Dich stärken soll –  jeden Tag 10-15 Minuten Zeit für Dich. Bei Interesse folge mir auf: www.facebook.com/cUmschaden oder www.instagram.com/familienttrainerin

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EIN ARTIKEL VON
  • Claudia Umschaden

    Als Mutter stehe ich – trotz meiner pädagogischen Ausbildung – immer wieder vor neuen Herausforderungen. Ich habe fünf Kinder im Alter von 14, 13, 8, 4 und 2 Jahren und jedes ist anders. Als Familientrainerin möchte ich meine Erfahrungen teilen und Wege aufzeigen, wie es möglich ist, mit noch mehr Freude Familie zu leben!


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