16. September 2015

Auch der Alltag macht wieder Spaß


Wieder in den (Schuljahres-) Alltag zurückzufinden sollte man sich so leicht wie irgendwie möglich machen. Hier ein paar Anregungen.

Der Alltag hat uns wieder! Mit allem was dazugehört – Gutem wie Schlechtem. Dass er nun wieder täglich seine Freunde sieht und seine Lehrerin, das genießt mein Sohn offensichtlich. Dass „Alltag“ aber eben auch heißt, (fast) jeden Tag Hausübung zu machen, jeden Tag früher ins Bett zu gehen und früher aufzustehen, ist nicht so leicht einzusehen. Erst recht, wenn – so wie vergangenen Dienstag – ein wichtiges Fußballmatch ansteht und einer der größten Fußballfans aller Zeiten, also mein Sohn, nicht schauen darf (Gott sei Dank haben Oma und Opa das Match aufgezeichnet und er konnte sich am darauffolgenden Tag die Highlights anschauen).

Eines ist natürlich klar: Ferien sind auch für Kinder eine wunderbare Auszeit vom Alltag, die sie genauso herbeisehnen und genauso genießen wie wir Erwachsenen. Und wie die Großen brauchen natürlich auch die Kleinen Zeit, um sich wieder an den Alltag zu gewöhnen, wieder in den Alltag hineinzufinden. Und dieses Hineinfinden sollte man sich, meiner Meinung nach, so leicht wie möglich machen. Hier 5 Anregungen, wie dieses „Leichter-Machen“ bei mir daheim ausschaut.

Erinnerungen zelebrieren

Die Eingewöhnung in den (Schuljahres-) Alltag ist bei uns immer mit einer großen Portion Nostalgie verbunden. Miteinander zählen wir alle schönen Dinge auf, die uns aus diesen Ferien in Erinnerung bleiben werden. Von „Ich habe schwimmen gelernt“ über „Bei Anna in Italien gibt’s das beste Eis“, „Ich hab mit dem Papa am Strand immer bis zum Wasser gegraben!“, „Der Attersee ist türkis gewesen“ bis zu „Mit dem Opa habe ich uroft und urlang Römer gespielt“ ist da meist alles mögliche dabei. Von einigen Erlebnissen haben wir sogar Fotos zum Anschauen… und manchmal sogar kleine und größere Schätze wie Steine, Muscheln oder sonstige Reiseandenken zum Angreifen.

Meine Freunde, meine Lehrerin und der Pfarrgarten

Soweit so gut. Das schöne Gefühl aus den Ferien haben wir mit diesem „Erinnerungen-Zelebrieren“ also wieder im Bauch. Und auch wenn das im ersten Moment komisch klingen mag, der Schritt zu einem „aber jetzt gibt es ja auch eine Menge schöner Dinge, die passieren“ ist da gar nicht so groß. Seine Freunde wieder zu sehen, täglich Neuigkeiten austauschen zu können, mit der Lehrerin zu singen und in der Turnstunde im Pfarrgarten Fußball spielen zu können – das hat ja wirklich auch was.

Raus, raus, raus…

In den Ferien waren wir extrem viel unterwegs – schwimmen gehen, spazieren oder sogar wandern, Fußball spielen im Garten, das neue Klettergerüst am Spielplatz ausprobieren, Fahrrad fahren… In diesem Ausmaß haben wir dafür jetzt leider keine Zeit mehr. Aber irgendwo am Nachmittag oder am Wochenende findet sich immer ein Zeitfenster, in dem wir ganz bewusst Bewegung einplanen und zwar am besten draußen in der freien Natur. Das macht glücklich, und zwar richtig. Ich sehe es an meinem Sohn: Das Wetter spielt dabei kaum eine Rolle, spielen und herumlaufen kann man bei Sonnenschein genauso wie bei Schüttregen – da halt vielleicht ein bisschen kürzer. 😉

Eine Kleinigkeit gönnen

Eines hat die Schule, dem mein Sohn – egal wie man es dreht und wendet – nur ganz wenig abgewinnen kann: die Hausübung. Ja, er ist ein kluger Knopf und weiß mittlerweile, dass Hausübung machen sein muss. Aber trotzdem: Hausübung zu machen nimmt ihm von seiner Warte aus Zeit von seiner Nachmittags-Freizeit weg. Eines Tages habe ich in einem Geschäft Bleistifte mit Fußballmotiv gesehen. Nicht dass ich mir dachte, damit alles gut machen zu können, aber ich kaufte einen davon und hoffte, dass das Hausübung-Machen dem großen Fußballfan doch ein wenig mehr Spaß machen könnte, wenn das Logo seines Lieblingsvereins auf dem Bleistift prangt. Gut, es hätte natürlich sein können, dass das in die Hose geht. Aber ich hatte Glück und mein Sohn war begeistert. Und mindestens die erste Hausübung, die er mit dem neuen Stift geschrieben hat, hat auch so etwas wie Spaß gemacht. 😉

Und last but not least: Vorfreude wecken!

Die nächsten großen Ferien kommen bestimmt. Aus der Position der Mama kann ich nur sagen: Das Schuljahr wird schneller vergehen, als mir lieb ist. Und dann stehen sie schon vor der Tür: die nächsten großen Ferien. Was man da tun will, das kann man sich doch heute schon mal ausmalen und die Vorfreude darauf in vollen Zügen auskosten.

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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