9. Oktober 2015

Richtige Kinderkleidung im Herbst und Winter


Wie rüste ich meine Kinder am besten bei Matsch und Regenwetter aus? Welche Kinderkleidung für welches Alter? Wofür zahlt es sich aus, mehr Geld auszugeben?

Jetzt, wo die Tage merklich kühler und feuchter werden, ist es an der Zeit, mich um die richtige Outdoor-Ausrüstung unserer Kinder zu kümmern. Ist alles in den richtigen Größen vorhanden? Sind die Regenhosen und -jacken noch dicht? Klar tragen unsere Jüngeren grundsätzlich die Sachen der Älteren, doch gerade bei Matschhosen kann es schon sein, dass ich lieber noch mal eine neue für den Jüngsten kaufe. Sonst bin ich in Sachen Kleidung nicht so wählerisch oder gar markenfixiert, doch bei Matschausrüstung achte ich bewusst auf gute Qualität. Die Kinder sollen schließlich unbeschwert und gut eingepackt bei jedem Wetter draußen spielen können!

Sie (und auch wir Eltern) haben nichts davon, wenn sie alle fünf Minuten angelaufen kommen, da sie frieren und Knie bzw. Zehen nass geworden sind oder sie ihre Zeit an der frischen Luft vorzeitig abbrechen. Bewegung im Freien tut den Kindern gut, und das bei jedem Wetter! Solange unsere Kinder nicht wirklich erkältet oder krank sind, schicke ich sie deshalb (fast) täglich hinaus. Auch wenn sie manchmal maulen, irgendetwas fällt ihnen schon zu tun ein und es gibt keine bessere Stärkung für ihr Immunsystem.

Diese Kinderkleidung hat sich bewährt

Ich habe mit unseren vier Kindern schon Verschiedenstes ausprobiert, was Regen- und Matschkleidung betrifft. Folgende Kinderkleidung hat sich für uns bewährt (ich beschränke mich da auf die Bekleidung von Kindern ab dem Krabbelalter, denn Babys werden ohnehin im Tragetuch oder Kinderwagen dementsprechend gut eingepackt):

Bei leicht regnerischem Wetter: Gummistiefel, Regenhose (für die ganz Kleinen mit Latz, für die Größeren ab 5 genügt auch eine Bundhose) und eine Regenjacke. Sowohl die Jacke als auch die Hose sollten gut wasserdicht sein, nach Möglichkeit mit verschweißten Nähten und Kapuze. Die kosten natürlich etwas mehr, aber „überstehen“ durchaus 2-3 Kinder bei intensiver Nutzung. Ich persönlich kann die Marke McKinley weiterempfehlen. Ich hatte auch schon eine Billigvariante mit Gummibeschichtung – nicht zu empfehlen, da sehr schnell kaputt.

Für Krabbelkinder bitte unbedingt zwei Hosen besorgen, da die Knie sehr strapaziert werden. Darunter etwas wärmer anziehen als Kinder, die schon gehen können! Bei Bedarf den ganz Kleinen auch Handschuhe anziehen. Sie kühlen deutlich schneller aus als die Größeren.

Richtige Kinderkleidung bei Matsch- und Winterwetter

Bei richtigem Matschwetter: Gefütterte Gummistiefel mit herausnehmbarem Filzfutter (z.B. Kamik), wasserdichte Matschhose (sehr bewährt hat sich die Wintermatschhose von Jako-o), je nach Temperatur darunter eine Strumpfhose, oben wasserdichte Regenjacke mit Fleecejacke darunter. Dieses „Zwiebelprinzip“ wende ich selbst gerne an, wenn ich wandern oder langlaufen bin, da man je nach Bedarf eine Schicht ausziehen kann. Zu heiß angezogen ist ja auch nicht gerade gut. Die Größeren setzen dazu ein Stirnband, die Kleineren Haube und Kapuze auf. Nur im (nass-kalten) Winter ist eine dicke, warme Winterjacke notwendig, da sich die Kinder ohnehin viel bewegen. Handschuhe sind auch noch nicht unbedingt notwendig.

Bei Winterwetter: Um die Liste zu vervollkommnen – im Winter verwenden die Kinder meist die gleiche Ausrüstung wie in der Übergangszeit, denn die wirklich trockenen schneereichen Tage bei Minusgraden sind in unseren Breiten gezählt. Sollte es wirklich einmal Bilderbuch-Winterwetter haben, kommen die dicken Winterstiefel und Schianzüge zum Einsatz, plus wasserdichte Fäustlinge und warme Hauben. Damit lässt sich’s unbeschwert im Schnee tollen!

Ich hoffe, euch durch diese Ausführungen ein wenig weitergeholfen zu haben! Viel Spaß mit euren Kindern an der frischen Luft!

Passend dazu: Der morgendliche Kampf beim Anziehen

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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