13. Juli 2015

Packen für die ganze Familie


Es ist einer der Höhepunkte des Jahres, wenn die ganze Familie gemeinsam verreist – der Aufwand beim Packen bleibt jedoch immer derselbe.

Es ist einer der Höhepunkte des Jahres, wenn die ganze Familie gemeinsam verreist. Egal, ob über ein verlängertes Wochenende oder gleich für zwei Wochen – der Aufwand beim Packen ist fast derselbe. Und jahrelang hat mich das Packen für den Urlaub in Stress versetzt! Egal, wie früh ich damit begann, ich wurde einfach nie zeitgerecht fertig.

Bevor wir Kinder hatten, war das alles kein Thema. Georg packte seine Sachen, ich meine, und wenn wir mal was vergessen haben, war es kein Malheur. Ich neigte schon damals dazu, viel zu viel einzupacken, aber das war dann eben mein Problem, wenn mein Rucksack schwerer war als Georgs. Sehr oft reisten wir einfach drauflos, ohne große Planung. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir damals wegen Reisegepäck diskutiert hätten.

Packen mit Kindern

Mit den Kindern hat sich das dann sehr verändert. Nun begann für mich die große Planerei. Nur ja nicht dies und das vergessen! Lieber die gewohnten Windeln mitnehmen, denn man weiß ja nicht, welche wir am Urlaubsort bekommen, und dann gibt es wieder Hautausschläge…Beißringe, Zahnungsgel, genügend Spielzeug, damit dem Kleinen nur ja nicht langweilig wird,… Ich schrieb mir detaillierte Listen, nahm viel zu viel mit und war dann oft frustriert, weil ich gerade einzelne wichtige Dinge wie den Babynahrungswärmer dann doch vergessen habe. Sehr oft führte meine Packwut zu längeren Diskussionen zwischen Georg und mir, da er einen ganz anderen Stil hatte.

Georg packte nämlich, wenn er mal mit Kind allein unterwegs war, nur sehr minimalistisch ein. Wozu Wechselkleidung für einen Tagesausflug? Er vertraute einfach darauf, dass er das, was er und Fritzi benötigten, schon irgendwie bekommen würde. Ab und zu gestand er mir dann zwar doch, dass es sinnvoll gewesen wäre, das eine oder andere Ding mitzunehmen, aber grundsätzlich kamen er und unser Sohn mit sehr wenig aus.

Zwei Erwachsene, zwei Stile

Daran hat sich grundsätzlich mit den Jahren nicht sehr viel geändert. Aber wir haben mit wachsender Kinderzahl voneinander gelernt und uns in der „goldenen Mitte“ getroffen. Dadurch ist das Packen wesentlich effizienter geworden – und auch ein wenig stressfreier. Da wir als große Familie nun selten mit dem Flugzeug oder Zug unterwegs sind, sondern eher mit dem Auto, haben wir ein für uns perfektes System „erfunden“, um alles möglichst platzsparend zu verstauen und auch am Urlaubsort eine gewisse Grundordnung zu gewährleisten.

Unser neues System beim Packen

Packten wir früher alles entweder in Koffer, Reisetaschen oder Rucksäcke, so sind wir auf ein ganz anders System umgestiegen: Bananenschachteln! (siehe Foto) Manche schmunzeln nun vielleicht bei dem Gedanken oder runzeln zweifelnd die Stirn. Aber unserer Erfahrung gemäß sind Bananenschachteln perfekt, um all den Krimskrams, den unsere sechsköpfige Familie braucht, gut unterzubringen. Und sie lassen sich wunderbar stapeln!

Planungsphase

Wenn wir verreisen, übernehme die Planungsphase nach wie vor ich. Wochen vorher schreibe ich lange Listen, überlege mir jedes Detail und erstelle für jedes Kind einen genauen Kleidungsplan. Wenn wir, wie heuer, in einer Selbstversorgerunterkunft wohnen, plane ich auch das Essen für die ersten paar Tage und erstelle die Einkaufsliste. Auch Spielzeug und anderes Unterhaltungsmaterial wird notiert. Mit all diesen Listen gehe ich dann zu Georg und lasse sie von ihm „checken“. So einiges wird dann von ihm gestrichen, anderes kommt hinzu, über manches verhandeln wir. 

Umsetzung

Dann geht es um die praktische Umsetzung. Für jedes Familienmitglied gibt es eine Bananenschachtel für Kleidung, zwei insgesamt für Schuhe, eine für Spiele, zwei für Lebensmittel etc.

Die Kleiderschachteln stelle ich mir schon ein paar Tage vor der Abreise im Wäscheraum auf, um die frisch getrockneten Kleidungsstücke nach und nach darin zu verstauen. Ist eine Kiste voll, kommt sie in Georgs Obhut, der dann alles fachmännisch ins Auto schlichtet. Ein paar Mal stöhnte er, dass ich wieder mal viel zu viel mitnehmen wolle und fand dann doch irgendwo noch ein Fleckchen Platz dafür.

Man höre und staune – wir schafften heuer den Rekord von nur 2 Stunden Abfahrtsverzögerung! Und wir haben beim Packen nichts wirklich Wesentliches vergessen!

Siehe auch Urlaubsplanung mit der Familie

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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