19. Februar 2017

Mit Oma und Opa in Kontakt – auch via Skype

Mit Oma und Opa in Kontakt - meinefamilie.at

Wie Großeltern weit über Ländergrenzen hinweg mit ihren Enkeln Kontakt halten und dadurch an ihrer Entwicklung teilhaben. Persönliche Erfahrungen, die auch in digitaler Form unersetzbar sind.

Sie chatten am Computer, sie sprechen mit ihren Enkeln auf Augenhöhe, sie stehen viel mehr im Leben als frühere Generationen. Die Omas und Opas von heute. Wir Großeltern sind also nicht mehr das, wie man sie nur noch in Märchenbüchern findet: Die Oma mit Stopfzeug in der Hand. Der Opa auf dem Schaukelstuhl sitzend, der den Kindern Ratschläge erteilt. Meine Frau Louisa schickt ihren Enkeln regelmäßig Nachrichten über das Handy. Wir planen mit ihnen, gemeinsam ein Konzert von „cardiac move“ zu besuchen.

Noch lange fühlen wir uns nicht als „Auslaufmodell“. Der „zweite Frühling“ liegt noch vor uns, der in vollen Zügen mit unseren Enkelkindern genossen werden will.

Digital am Leben unserer Enkel teilnehmen

Obwohl wir in Jerusalem von unseren Enkeln in Wien weit entfernt sind, können wir trotzdem emotional eng und mit ihnen verbunden bleiben. Eine der einfachsten Formen der Kommunikation ist das Telefon. Das erlaubt uns, Fotos und SMS-Nachrichten zu senden, zu empfangen und am Leben unserer Kinder und Enkel teilzunehmen: Wenn die drei Monate alte Naomi von der Krabbelphase zur Aufstehphase übergeht und sich das erst mal am Tischbein hochzieht. Wenn der dreijährige Elias sein erstes Gemälde mit dem Titel „Blaues Meer“ uns zeigt oder wenn er mit seiner Schwester im Feuerwehrauto durchs Wohnzimmer „braust“. Als Großeltern senden wir unseren Enkeln Fotos von unserem täglichen „Nordic Walking“ und erhalten Bilder von ihrer Geburtstagsfeier.

Via Skype mit Oma und Opa in Kontakt - meinefamilie.at
Elias braust mit seinem Schwesterchen Naomi im Feuerwehrauto durchs Wohnzimmer (© Emmanuel Fleckenstein).

Auch Facebook vermittelt ein Gefühl der Verbindung mit den Enkeln. Häufig schauen wir uns Bilder und Links von ihnen an. Da geht uns das Herz auf, zu sehen, wie Elias seinem Schwesterchen mit einer Bürste den schütteren Haarflaum kämmt und diese über die ungewöhnliche Prozedur zu weinen beginnt. Doch der große Bruder küsst ihr die Tränen weg und meint dabei: „Ist das nicht fein!“

Verstecken spielen via Skype

Auch wenn über Computer zu kommunizieren nicht dasselbe ist wie ein hautnaher Kontakt, so finde ich es trotzdem gut, an der Entwicklung unserer Enkel teilzuhaben. Sie hören die Stimme von uns Großeltern. Sie wird ihnen zunehmend vertrauter. Wir können per Skype sogar miteinander spielen: Elias versteckt seinen „Stoffhundi“ in seinem Indianerzelt. Dann suchen wir mit Hilfe von Papas Handykamera in allen Winkeln des Wohnzimmer danach, bis wir ihn endlich gefunden haben. Bingo!

Manchmal verpassen wir am Abend Papas Anruf per Skype. Dann hören wir die leicht enttäuschte, fragende Stimme unseres Enkels: Oma? Opa? Oma? Opa? Sofort kommt dann unser Rückruf.

Natürlich sind die Momente, die wir konkret mit den Familien unserer Kinder erleben, Highlights des Jahres. Wir freuen uns schon lange im Voraus, die Enkel endlich wiederzusehen. Vielleicht verbringen wir, inschallah – so Gott will – sogar unseren nächsten Urlaub zusammen mit ihnen.

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EIN ARTIKEL VON
  • Karl-Heinz Fleckenstein

    Als ich das erste Mal 1981 eine Pilgergruppe ins Heilige Land führte, fand ich meine Ehefrau Louisa. Seit dieser Zeit führen wir gemeinsam Pilgergruppen auf die Spuren der Bibel. Als Theologe und Reiseleiter fand ich hier auch meine “wahre” Heimat.


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