23. Mai 2017

Mit Oma und Opa in die Natur

Mit Oma und Opa in die Natur - meinefamilie.at

Die Jahre der Kindheit vergehen so schnell, deshalb wollen wir als Großeltern die Zeit mit unseren Enkeln in vollen Zügen auskosten und viel gemeinsam unternehmen.

Jedes Mal hüpfen bei unseren Enkelkindern die Herzen im Dreivierteltakt, wenn wir als Opa und Oma mit ihnen etwas unternehmen. Schon haben sie unsere Wohnung betreten, herrscht Leben in der Bude. Die Freude ist groß auf beiden Seiten, auch wenn der normale Alltag total auf den Kopf gestellt wird. Alles schreit förmlich nach Aktivität in den sonst so ruhigen vier Wänden. Auch wenn hinterher die gesamte Wohnung ziemlich chaotisch aussieht, nehmen wir das gerne in Kauf.  Vergehen doch die Jahre so schnell, und ehe man sich versieht, sind die Kleinen aus den Kinderschuhen herausgewachsen. Deshalb wollen wir diese Zeit jetzt in vollen Zügen mit ihnen genießen und auskosten.

Gemeinsame Erlebnisse, Ausflüge, Aktivitäten, Entdeckungen und Abenteuer helfen dabei, schöne Erinnerungen aufzubauen. Diese werden unseren Enkelkindern ein Leben lang bleiben.

Die gemeinsamen Interessen der Großeltern und Enkel

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Während wir unseren Enkeln in der Kreuzfahrerfarm spannende Geschichten von Anno dazumal erzählen, fühlen sich Mirell und Michael wie „alte Rittersleut“ © Fleckenstein.

Heute unternehmen wir einen Ausflug mit ihnen in den nahe gelegenen Nationalpark Aqua Bella. Dabei entdecken wir, dass wir oft die gleichen Interessen haben, denn gemeinsam begeistern wir uns für die märchenhafte Pfade und die Mannigfaltigkeit der Blumen in diesem Naturparadies. Bei den von der Fantasie ausgeschmückten Erklärungen einer alten Kreuzfahrer-Farm mit ihren geschichtsträchtigen Mauern lassen wir die Kleinen an unserem Wissen teilhaben. Diese wiederum sorgen dafür, dass wir als ältere Generation beim Erkunden zugewachsener Pfade ausreichend Bewegung erfahren. Mit nackten Füßen laufen wir über Moos und Kiesel und testen so im direkten Kontakt mit der Natur, wie diese sich anfühlt. Wir springen über Baumstämme und planschen mit beiden Beinen im Matsch am Ufer des kleinen Flusses. Heute darf sich mal richtig dreckig gemacht werden.

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Auf verschlungenen Pfaden entdecken wir gemeinsam die Schönheiten der Natur © Fleckenstein).

Wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass durch die Enkelkinder auch das Kind im Mann bei mir zum Vorschein kommt. Oma erzählt aus den seligen Kindertagen, in denen barfuß laufen noch zur Normalität gehörte. Ein Ameisenhaufen neben einer abgestorbenen Pinie wird zum Mittelpunkt des Interesses. Wir staunen, wie die kleinen Insekten Zweiglein, die doppelt so groß sind wie sie selbst, in ihren Bau schleppen. Ein emsiges und wohlgeordnetes Tun. Bei einem Fuchsbau bewundern wir den Eingang zu seiner dunklen Tierbehausung.

Richtig austoben

Vor dem Picknick noch ein Kontrastprogramm zur üppigen Natur: Auf einem Spielplatz warten auf die Enkel verschiedene Rutschen, diverse Hüpfburgen, ein riesiges Klettergerüst. Hier können die Kleinen sich nochmal richtig austoben. Inzwischen haben wir alle einen Bärenhunger. Unter einem schattigen Eichenbaum lädt uns ein klobiger Steintisch zum Verweilen ein. Ruckzuck holen wir die guten Sachen auf der Frischhaltetasche. Oma hatte sie schon am Tag vorher mit großer Liebe vorbereitetet. Typisch orientalische Mahshi: mit Hackfleisch und Reis gefüllte Traubenblätter. Wir beginnen mächtig zu schnabulieren. Zwei Spaziergängern, die gerade an uns vorbeigehen, steigt der würzige Duft in die Nase. Da wir bemerken, wie ihnen das Wasser im Mund zusammenläuft, lädt Oma Louisa sie ein, eine Kostprobe zu nehmen. „Das schmeckt aber sooo gut!“ ist die spontane Reaktion. „Können wir nicht das Rezept von dieser Götterspeise bekommen?“ „Na klar doch“, ist Louisas Antwort. Und schon kramt sie einen Zettel und Kugelschreiber aus ihre Tasche und schreibt drauf los.

Der Tag geht langsam zur Neige. Es wird Zeit zum Aufbrechen. Die letzten hundert Meter sprinten wir zu unserem Auto auf dem Parkplatz. Im Rückspiegel sehe ich das Strahlen auf den Gesichtern unserer beiden Enkel. Sie werde sich wohl noch gerne an diesen erlebnisreichen Tag erinnern.

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EIN ARTIKEL VON
  • Karl-Heinz Fleckenstein

    Als ich das erste Mal 1981 eine Pilgergruppe ins Heilige Land führte, fand ich meine Ehefrau Louisa. Seit dieser Zeit führen wir gemeinsam Pilgergruppen auf die Spuren der Bibel. Als Theologe und Reiseleiter fand ich hier auch meine “wahre” Heimat.


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