12. September 2017

Mein Kind hört nicht auf mich – was kann ich tun?

Mein Kind hört nicht auf mich - was kann ich tun? - meinefamilie.at

Kleinkinder müssen erst lernen, auf ihre Eltern zu hören und ihnen zu folgen. Warum brauchen sie die Führung der Eltern? Stell deine Fragen zum Thema beim Workshop am 19. Oktober in 1010 Wien!

„Mein Kind mag nicht schlafen gehen.“, „Unser Kind mag beim Essen nicht sitzenbleiben.“, „Immer muss ich hunderte Male reden, bevor es aufräumt.“, „Ohne kleine Erpressungen komme ich nicht durch den Tag.“ So lauten Beschwerden geplagter Eltern, deren Kinder nicht auf sie hören und so den Alltag zu einem zermürbenden Kampf machen.

Im Kleinkindalter ist es nicht so sehr eine Frage des Mögens, auch nicht immer unbedingt des Folgens, sondern des Erlernens. Alles muss erlernt werden.

Das Essen, der alltägliche Rhythmus, die Gefahr, die von einer Steckdose oder eine heißen Herdplatte ausgeht, die Notwendigkeit des täglichen Zähneputzens und des Waschens genauso wie die Rücksichtnahme auf andere Menschen, nichts kommt von selbst. Von der Jacke, die jedes Mal aufgehängt werden soll, wenn man nach Hause kommt, bis zum Schuhebinden und mühevollen Aufräumen der Spielsachen ist alles Schwerstarbeit für ein Kind. Oder der Supermarkt, der voll von begehrenswerten Sachen ist, die man jedoch nicht alle mitnehmen kann. Selbst das Einschlafen, die natürlichste Sache der Welt, ist für so manches Kleinkind wahrlich kein Spaziergang.

Hinzu kommt, dass jedes Kind Launen hat, denen immer wieder Grenzen gesetzt werden müssen. Auch das muss erlernt sein. Dieses Erlernen erstreckt sich über Jahre und bedarf der Anleitung durch die Eltern.

Folgen ist Übungssache

Genauso wie auch gelernt werden muss, auf die Eltern zu hören. Folgen ist Übungssache. Nicht im Sinne eines sinnlosen Disziplinierens um des reinen Folgens willen, sondern im Sinne eines Vertrauenlernens darauf, dass Mama und Papa das Beste für mich wollen und ich deswegen das tue, worum sie mich bitten.

Wir folgen nicht automatisch von der Wiege an. Genauso wie auch ein Kind selten ein paar Meter vor einem Zaun stehenbleibt und sagt „Oh, dort ist eine Grenze.“ Manche wenige tun das, aber die Meisten gehen, bis sie nicht mehr weiterkönnen. Und wiederum einige werden versuchen zu schauen, was hinter dem Zaun ist. Genauso ist es mit dem Folgen.

Was wiederum zeigt, dass es durchaus auch charakterabhängig ist, wie sehr Kinder auf ihre Eltern hören oder nicht. Es gibt Kinder, die sich von Natur aus leichter tun zu folgen, als andere, die gerne ihre Eltern herausfordern.

Kinder als Kinder wahrnehmen

Häufig haben wir Eltern aber auch einen zu erwachsenen Blick auf unsere Kinder. Wir betrachten sie selber als kleine Erwachsene, denen man die Dinge nur gut und ausführlich genug erklären muss, dann werden sie schon das Richtige tun. Und zwar dieses Mal und jedes weitere Mal ebenso.

Kinder haben ganz andere Prioritäten als wir Erwachsene mit unserem Vernunftdenken, sie können immer wieder neu vergessen, was uns das eine Mal so wichtig war.

Michael Winterhoff spricht davon, dass es z.B. bis zu 12 Jahre dauern kann, bis ein Kind die persönliche Körperpflege vom Zähneputzen bis zum Duschen so internalisiert hat, dass Eltern nicht mehr aktiv dahinter sein müssen.

Es braucht also Zeit, sowie Ausdauer und Konsequenz seitens der Eltern, bis Kinder gelernt haben, auf diese zu hören. Es bedarf aber vor allem einer persönlichen Führung, die proaktiv, empathisch, gelassen und großzügig vorgeht.

Was bedeutet das konkret? Termintipp!

Was bedeutet das ganz konkret? Wie soll das im Alltag aussehen? Wie erreiche ich, dass meine Kinder essen, schlafen, aufräumen und sich anziehen ohne ständiges Schimpfen, Drohen oder Nachgeben?

Es gibt hierzu viele praktische Tipps, was wir in unserer Haltung zum Kind, aber vor allem in unserer Kommunikation und in unserer persönlichen Verhalten beachten können. All dies möchte ich in dem Workshop “Mein Kind hört nicht auf mich – was soll ich tun” vermitteln, sodass Eltern ihren Alltag nicht mehr als zermürbenden Kleinkrieg, sondern als freudvolles Miteinander empfinden.

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