5. Mai 2015

Computerspiele für Kinder: Elterntipps


Welches Computerspiel ist für mein Kind geeignet, nicht nur ungefährlich? Eine Online-Plattform gibt Eltern Entscheidungshilfe zu digitalen Spielen.

Wenn die Kinder spielen…dann nicht nur mit Puppen und Bausteinen. Spiele am Handy, am Tablet, Computer oder mit der Konsole sind mindestens genauso interessant – und haben nicht den besten Ruf. Dabei können die sogennanten digitalen Spiele Fähigkeiten fördern und zum Lernen anregen, viele von ihnen können auch gemeinsam mit Freunden gespielt werden. „Digitale Spiele sind sehr viel sozialer geworden“, sagt Karina Fallent, Projektleiterin der BuPP – Bundesstelle Information zu digitalen Spielen. Zum Beispiel nennt sie „Just Dance“, ein Tanzspiel für (Playstation, X-Box und Wii), bei dem Freunde oder die ganze Familie vor dem Fernseher tanzen.

Den Markt der digitalen Spiele beschreibt Fallent als den „am schnellsten wachsenden“ in der Unterhaltungsindustrie. Da können Eltern schnell den Überblick verlieren. Wenn der nächste Anlass für ein Geschenk ansteht und sich das Kind ein bestimmtes Spiel wünscht, tauchen Fragen auf: Worum geht’s bei diesem Spiel eigentlich? Ist es für mein Kind geeignet? Und ist es überhaupt alt genug dafür?

Plattform prüft Eignung, nicht nur Gefahr

Die BuPP, eine Bundesstelle des Familien- und Jugendministeriums, stellt online Informationen zu digitalen Spielen bereit. Und gibt Eltern Hilfestellung: Ab wann ist ein Spiel tatsächlich spielbar, nicht nur ungefährlich? Auf der Internet-Plattform www.bupp.at werden einerseits gute Spiele empfohlen, die Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen besonders fördern. Andererseits gibt es zu populären Spielen eine Pro und Contra-Entscheidungshilfe, Kinder wünschen sich ja nicht nur pädagogisch wertvolle Spiele zum Geburtstag. Die Seite sieht sich als unabhänigiger Meinungsgeber, andere Bewertungslisten seien mitunter kommerziell motiviert.

Computerspiele für Kinder: Altersangaben zum Jugendschutz

Der Jugendschutz gibt in Österreich Richtlinien vor, um einschätzen zu können, welche Spiele ab welchem Alter zumindest unbedenklich sind. Symbole auf der Verpackung weisen darauf hin, ab welchem Alter das Spielen des konkreten Spiels weder beeinträchtigt noch gefährdet – dies wird durch den einheitlichen Fragenbogen PEGI (Pan European Game Information) ausgewertet. Graue Symbole auf Spielverpackungen zeigen, dass in einem Spiel Drogenkonsum, Diskriminierung oder Gewalt verherrlicht bzw. verharmlost werden, dass Nackt-, Sex- oder Glücksspieldarstellungen vorkommen, es vulgäre Sprache enthält oder Kinder ängstigen kann. Vorsicht: Auf Verkaufsplattformen wie dem iTunes- oder Google Play-Store gelten eigene Richtlinien zur Alterseinstufung, diese sind jedoch oft Selbsteinschätzungen des Spielentwicklers.

Achtung beim Online-Kauf

Wenn die Kinder selbstständig online kaufen, heißt es aufpassen: Wenn Spiele eigentlich kostenlos sind, werden die Spieler trotzdem schnell verleitet, durch Zusatzkäufe das Spiel zu erleichtern oder beschleunigen. Also Vorsicht, wenn das Konto am Smartphone mit der Kreditkarte der Eltern verbunden ist.

Eltern empfiehlt die BuPP, am Spiel der Kinder teilzuhaben. Mit Kindern über ihre Erlebnisse beim Spielen sprechen, sich dafür interessieren, sich vom Kind das Spiel zeigen lassen – miteinander reden und spielen heißt die Devise, anstatt zu meinen, dass sich das Kind sowieso besser auskenne. Und natürlich braucht es auch für das Computerspielen Regeln, dem Alter des Kindes entsprechend: Junge schützen, Ältere unterstützen. Gerade bei digitalen Spielen wird zum Beispiel die Zeit schnell übersehen.

Tipps zu guten Spielen und Spiele-Datenbank mit Computerspielen für Kinder: www.bupp.at

Informationen zur sicheren Nutzung von digitalen Spielen und des Internets: www.saferinternet.at

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EIN ARTIKEL VON
  • Lucia Reinsperger

    Bevor ich journalistisch tätig wurde, machte ich die Ausbildung zur Kindergarten- und Hortpädagogin, leitete verschiedene Kindergruppen und arbeitete als Medienpädagogin. Nach Abschluss meines Journalismus-Studiums unterstütze ich nun mit Freude die Redaktion von meinefamilie.at.


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