29. Februar 2016

Mitmischen im Alltag: Lernturm bauen

Lernturm bauen - meinefamilie.at

Kein Spiel ist für die ganz Kleinen größer als das Dabei- und Mittendrin-Sein, wenn die Großen ihren Alltag bewältigen. Auf Augenhöhe sein, wenn Mama kocht, selbst den Kochlöffel schwenken und die Welt von „oben“ sehen: Ein Lernturm macht es möglich.

Das Weihnachtsgeschenk „Spieleküche“ kam zwar bestens bei unserer Tochter an, aber spätestens sobald sie erste Handgriffe und Geräusche aus der echten Küche bemerkt (Töpfe klappern, Wasserhahn rauscht, Zwiebel werden geschnitten…), lässt sie alles stehen und liegen, um bei der „richtigen“ Hausarbeit dabei zu sein. Das war früher höchst mühsam und sah in etwa so aus: Mama/Papa trägt Kind auf einem Arm und rührt, wäscht, fuchtelt mit der anderen. Spätestens wenn beide Hände zum Arbeiten benötigt wurden und das Kind zwangsläufig auf den Boden gesetzt werden musste, gab es Protest und Geschrei.

Eine Lösung musste her und wurde rasch gefunden: der Lernturm.

Ein einfacher, aus zwei Möbelstücken zusammengeschraubter „Turm“, in den und aus dem das Kind selbstständig klettern kann und dessen „Geländer“ verhindert, dass das Kind herausfallen könnte.

Was es für den Lernturm braucht

Der Lernturm ist aus zwei IKEA-Möbelstücken gebaut:

So wird der Lernturm gemacht

Schritt 1: Tritthocker „Bekväm“ nach Anleitung zusammenbauen.

Lernturm bauen - Schritt_1 - meinefamilie.at

Schritt 2: Hocker „Oddvar“ ebenfalls nach Anleitung zusammenbauen, allerdings wird die Platte nicht oben, sondern unten, also auf die Füße des Hockers geschraubt (sie dient dem Kind als Stehfläche). Außerdem wird einer der unteren Querbalken des Hockers nicht verbaut, um dem Kind das Hinein- und Herausklettern zu ermöglichen.

Lernturm bauen - Schritt_2 - meinefamilie.at

Lernturm bauen - Zwischenschritt - meinefamilie.at

Schritt 3: Zum Schluss wird „Oddvar“ (wie beschrieben mit Platte nach unten) mit vier zusätzlichen großen Schrauben auf „Bekväm“ geschraubt. Erfahrungsgemäß sollte die Platte bei diesem Schritt möglichst mittig auf den Tritthocker geschraubt werden (die Platte steht also vorne und hinten leicht über), um den Turm möglichst stabil und kippsicher zu machen.

Lernturm bauen - meinefamilie.at

Und schon kann’s losgehen!

Wichtig: Den Turm am besten immer direkt an einer Arbeitsfläche positionieren (nicht freistehend), damit er nicht kippt – und möglichst weit weg von Herdplatte, scharfen Messern & Co.

Ein bisschen schwieriger gestaltet sich dies, sobald das Kind in der Lage ist, den Turm je nach Bedarf und Belieben quer durch die Wohnung zu schieben. Ganz ohne elterliche Aufsicht geht es in diesem „zarten“ Alter eben doch noch nicht, aber ein kleiner Schritt in Richtung Selbstständigkeit ist hiermit getan! 😉

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EIN ARTIKEL VON
  • Katharina Weinlich

    Ich komme aus Südtirol, studierte Geschichte in Rom und bin vor 5 Jahren in Wien sesshaft geworden. Seit Mai 2014 bin ich Vollzeitmami. Meine Begeisterung gilt meinem Mann, unserer Tochter, dem Sommer & Sonnenschein, Pizza, den USA (Ort all meiner Reiseträume) und dem lieben Gott.



1 Kommentare
  • peter, 12. April 2016, 21:12 Antworten

    sehr coole idee 😊👍

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