20. Januar 2017

Zehn Dinge, die das Leben mit kleinen Kindern erleichtern

10 Dinge, die das Leben mit kleinen Kindern erleichtern - meinefamilie.at

Es gibt einiges, das den Alltag mit den Kindern erleichtert. Hier eine Liste mit erprobten, kleinen Tipps.

„Mama, du bist immer die Letzte!“ sagte meine Tochter letztens zu mir, als ich in Socken, ohne Schal, Jacke und Haube in unserem Vorzimmer stand. Alle drei Kinder waren schon fixfertig angezogen und bereit die Wohnung zu verlassen, nur ich musste mich erst anziehen. „Stimmt! Aber ich muss ja auch euch allen beim Anziehen helfen“, antwortete ich. Mittlerweile bin ich schlau genug, erst die Kinder anzuziehen und dann mich. Es macht wirklich keinen Spaß, in Daunenmantel und Stiefel drei herumhüpfende Flöhe einzufangen, Hauben und Handschuhe zusammenzusuchen und die Kinder in ihre Jacken zu stecken bzw. sie zu motivieren, sich endlich anzuziehen. Ein Punkt auf meiner Liste also:

#1 Die Kinder zuerst anziehen

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Nimmt den Stress: Zuerst die Kinder, dann die Mama anziehen.

#2 Immer was zu essen dabei haben

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Essen kann so leicht zufrieden stellen.

Ich bin kein Fan vom Dauer-Snacken und schiebe den Kindern nicht bei jeder Gelegenheit Hirsebällchen oder Bananen in den Mund. Irgendetwas Essbares habe ich aber immer dabei. Ein raunziges, gelangweiltes oder müdes Kind im Bus oder im Wartezimmer beim Arzt kann mit einem Keks oder Soletti unkompliziert zufriedengestellt werden.

#3 Das Telefon kann warten

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Es darf läuten, wenn etwas anderes gerade wichtiger ist.

Das übliche Gewusel kurz vorm Aufbrechen, da läutet auch noch mein Handy! Ich habe gelernt, es guten Gewissens zu ignorieren – ohne nach zu schauen, wer dran ist. Zurückrufen kann ich auch noch später, jetzt würde uns ein Telefonat total durch einander bringen.

Aber auch in nicht so stressigen Momenten lasse ich das Handy oft läuten.

Beim Mittagessen, wenn ich mit den Kindern in ein Spiel vertieft bin, immer dann, wenn ich mich nicht unterbrechen lassen will.

#4 Ein Lied auf den Lippen

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Frei von der Leber weg, einfach singen!

Ein Lied hilft oft mehr als lange Erklärungen oder genervtes Gemeckere. Wenn meine Tochter nicht Zähneputzen will, erfinde ich irgendeine Melodie und einen passenden Text wie „Zähneputzen, Zähneputzen, ja das ist so wunderbar. Trallalalla!“ Oder das Anziehlied. Oder das Aufräumlied. Die Kinder finden das meistens lustig und die Chance, dass sie mittun, ist größer als wenn ich schimpfe.

#5 Bücher und Spielzeug immer dabei

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Ein paar Sachen sind immer dabei.

Für den Gottesdienst, den Besuch im Restaurant oder bei Freunden ohne Kinder (und somit ohne Spielsachen) haben wir immer kleine Bücher, Spiele und Malsachen im Rucksack. Die Kinder können so gleich beschäftigt werden, wenn ihnen langweilig wird.

#6 Suppe und Hauptspeise anbieten

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Da bemüht man sich, ausgewogen, gesund und lecker zu kochen und dann schmeckt’s den Kindern nicht. Frustration und schlechte Laune bei Mutter und Kindern! Sooft es geht, koche ich zwei Gänge und achte darauf, dass für jeden zumindest irgendetwas dabei ist. So war’s auch gestern: Die Tochter mochte das Curry nicht und hat sich an der Nudelsuppe halbwegs satt gegessen. Suppe koche ich fast immer für zwei Tage und friere sogar noch einen Teil für einen weiteren Tag ein.

#7 An die frische Luft gehen

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Auch wenn es nur ganz kurz ist:

Rausgehen hilft enorm gegen miese Stimmung.

Ich muss meinen Schweinehund oft überwinden – gerade wenn das Wetter schlecht ist. Aber es lohnt sich eigentlich immer. Wenn es zu kalt oder zu nass für den Spielplatz ist, gehen wir in den Supermarkt, zum Altglascontainer oder eine Runde Roller fahren.

#8 Kinder dürfen ins Elternbett

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Wie lange und wie oft die Kinder ins Elternbett dürfen, dafür hat jedes Elternpaar seine eigene Philosophie. Ich habe erkannt: Nachts schaffe ich es kaum, Regeln durchzusetzen und beispielsweise lange am Bett des Kindes zu sitzen, bis es wieder einschläft. Nur damit es ja nicht zu uns ins Bett kommt. Solange es für meinen Mann und mich also halbwegs gemütlich bleibt, dürfen die Kinder zu uns ins Bett.

#9 Boxen für die Garderobe

Seit einigen Monaten hat jedes Kind eine eigene Box, in der seine Handschuhe, Haube, Schal usw. hineinkommen. Groß und Klein wissen jetzt, wo was hingehört, und es ist für uns alle viel leichter Ordnung zu halten.

#10 Versuchungen aus den Augen

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Bedürfnisse entstehen bei den Kindern (wie bei uns Erwachsenen ja auch) oft erst dann, wenn sie etwas Interessantes sehen. Viele Dinge „verstecke“ ich deshalb. Mein Sohn, 16 Monate, würde den ganzen Tag Bananen essen, wenn sie frei in der Küche herumlägen. Handy oder Tablet liegen am besten auch uneinsehbar, damit die Kinder nicht in Versuchung kommen, sie zu schnappen.

Und welche Tipps und Tricks erleichtern euer Leben?

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EIN ARTIKEL VON
  • Sandra Lobnig

    Seit ich Kinder habe, ist mein Leben schöner, erfüllter, spannender geworden. Und wahrscheinlich auch anstrengender. Ich bin Theologin und lese und schreibe über Ehe-, Erziehungs- und Glaubensthemen. Mit meinem Ehemann und unseren vier kleinen Kindern lebe ich in Wien.



2 Kommentare
  • Horst, 8. Juni 2017, 23:40 Antworten

    Unser wertvollster Tipp ist: -"Immer der Reihe nach" Aus familiensystemischer Sicht ist das sehr wichtig und er hat uns schon so einiges an Ärgernis erspart. Zuerst haben wir am Esstisch damit begonnen, immer zuerst dem Großen, dann dem Mittleren und schlussendlich der Kleinen das Essen zu geben. Eigentlich haben wir damit gerechnet von den Kleinen so etwas zu hören wie: “Das ist unfair, immer bekommt T. als erstes etwas zu essen“. Doch bis zum heutigen Tage haben wir das noch nicht gehört. Diese Reihenfolge gilt natürlich für alle, zuerst die Großen, dann die Kleinen. Zuerst Papa und Mama und dann eben dem Alter nach gereiht. Es funktioniert wirklich, probiert es aus!!! Mehr dazu und zwei weitere Tipps findet Ihr in unserem kostenlosen eBook. Unter www.online-familienkongress.at.

    • Sandra, 9. Juni 2017, 17:15 Antworten

      Beim Essen funktioniert das bei uns auch gut! Es hat ganz oft Streit gegeben, wer denn als erster was bekommt. Jetzt geht's vom Kleinsten zum Ältesten (also umgekehrt). Ich habe mir auch viel mehr Protest erwartet - aber die Kinder akzeptieren das ohne Murren.

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