14. Dezember 2017

Exklusive Mama-Tochter-Zeit am Christkindlmarkt

Exklusivzeit am Christkindlmarkt meinefamilie.at

Zeit zu zweit: Ich freue mich an meiner Tochter, sie sich über Schokokrapfen und die Fahrt im Bummelzug.

Das Wetter hätte nicht perfekter sein können: strahlender Sonnenschein, klirrend kalt, knirschender Schnee. Meine Tochter stapft vergnügt neben mir, ohne jammernd zu fragen, wie lange wir denn noch gehen müssen. Dazu ist sie viel zu aufgeregt. Weil: Wir sind unterwegs zum Christkindlmarkt vor dem Schloss Belvedere. Nur sie und ich.

Am Markt zuckeln wir langsam die Stände entlang, werfen einen Blick auf Christbaumschmuck, Seifen, Kerzen und Schafwollhauben, und stellen uns die einzig wirklich wichtige Frage: Was sollen wir essen? Eine schwere Entscheidung für eine Vierjährige angesichts der vielen Köstlichkeiten. Süße Brezeln, in Schokolade getunkte Erdbeeren, gebrannte Mandeln oder  Schokokrapfen? Schon fies, wenn die Mama nicht alles erlaubt!

Exklusivzeit am Christkindlmarkt meinefamilie.at
© Sandra Lobnig

Meine Tochter entscheidet sich schließlich für den riesigen Krapfen, bei dem die flüssige Schokolade beim Reinbeißen unten ausläuft und auf Jacke und Schuhe tropft. Macht nichts, findet die Vierjährige und hat recht. Eine Fahrt mit dem bunten Bummelzug macht das Glück meiner Tochter an diesem Vormittag komplett, und ich bringe schließlich ein zufriedenes Kind, das mit der Sonne um die Wette strahlt, nach Hause.

Ungeteilte Aufmerksamkeit

Mein Mann und ich merken, wie gut es den Kindern tut, auch mal alleine etwas mit Mama oder Papa zu unternehmen. Gerade für unsere zwei Großen, sechs und vier Jahre alt, ist so eine Exklusivzeit etwas Besonderes. Und für uns Eltern auch. Das Kind, das zu Hause meist im Rudel mit seinen Geschwistern unterwegs ist, kommt da plötzlich auf eine ganz andere Weise ins Erzählen. Es genießt die ungeteilte Aufmerksamkeit und öffnet sein Herz. Und ich als Mama erfahre, was mein Kind beschäftigt, worüber es sich freut. Da wird etwas spürbar von dem Geheimnis tief in ihm drinnen. Man kann es auch Persönlichkeit, Berufung oder Einzigartigkeit nennen. Das, was nicht wir Eltern in das Kind reingelegt haben, sondern Gott.

In solchen Momenten staune ich und freue mich über meine Aufgabe als Mama meinem Kind zu helfen, immer mehr zu entdecken, was alles in ihm steckt.

Jesus: Unterstützt von Maria und Josef

Wie sehr müssen da wohl Maria und Josef gestaunt haben? Über den kleinen Jesus, der wie jedes Baby seine Windel gefüllt und seinen Eltern

nachts den Schlaf geraubt hat. Von dem Maria durch den Engel aber auch wusste, dass er der Sohn des Höchsten war, dass seine Herrschaft kein Ende haben würde. In ihrem Zusammensein mit Jesus, zuerst als Baby, als aufgeweckter Bub und als fragender Jugendlicher haben Maria und Josef wohl Tag für Tag von diesem Geheimnis in ihm erahnt. Und ihn nach Kräften unterstützt, das zu leben, was in ihm steckt.

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EIN ARTIKEL VON
  • Sandra Lobnig

    Seit ich Kinder habe, ist mein Leben schöner, erfüllter, spannender geworden. Und wahrscheinlich auch anstrengender. Ich bin Theologin und lese und schreibe über Ehe-, Erziehungs- und Glaubensthemen. Mit meinem Ehemann und unseren vier kleinen Kindern lebe ich in Wien.


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