31. Januar 2017

Brauchen Kinder einen fixen Rhythmus?

Brauchen Kinder einen fixen Rhythmus - meinefamilie.at

Wie Gewohnheiten den Alltag regeln und Eltern gleichzeitig Raum für Flexibilität und Spontanität brauchen.

Welchen Wert haben gute Gewohnheiten in der Erziehung? In der traditionellen Erziehung hat man oft darauf geschworen, Kinder an einen fixen Rhythmus zu gewöhnen. Viele moderne Eltern aber sagen:

„Ich will nicht, dass mein Kind wie ein Automat wird!“

Wenn wir davon ausgehen, dass alles in der Natur einen geregelten Rhythmus hat und wir Teil der Natur sind, dann hat die erste Idee zweifellos viel für sich. Auf der anderen Seite ist der Mensch von klein auf Individuum und braucht als solches Freiräume zu seiner Entfaltung. Und wir wissen, dass jeder Mensch auch seinen eigenen Rhythmus hat.

Gewohnheiten an Rhythmus und Bedürfnissen ausrichten

Was soll überhaupt für Ihr Kind Gewohnheit werden? Was nicht? Kinder sind anpassungsfähig. Am besten wird es sein, die Gewohnheiten am natürlichen Rhythmus des Kindes zu orientieren. Wenn es klein ist, gilt das besonders für den Rhythmus der Mahlzeiten, des Schlafes, der Aktivitäten und der Ruhephasen.

Es ist wichtig, darauf zu achten, dass Sie den kindlichen Rhythmus mit Ihrem eigenen kombinieren, damit auch Ihre Bedürfnisse und die Ihres Partners dabei nicht zu kurz kommen.

Gute Gewohnheiten mit einem stabilen Rhythmus, wenig Reizüberflutung und verlässlichen Bezugspersonen vermitteln Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Sie können sich und Ihrem Kind damit viel Stress und Ärger ersparen. Es wird ruhiger und ausgeglichener sein und sich besser konzentrieren können, das ist wichtig für das spätere Leistungsvermögen in Schule und Gesellschaft. Gewohnheiten sollten Sie nicht aufzwingen. Aber sie können behutsam die Dinge in die von Ihnen gewünschte Richtung lenken.

Lassen Sie Freiraum für Spontaneität und Kreativität

Hüten Sie sich aber vor dem Zuviel des Guten! Auch Flexibilität ist wichtig, damit in Ihrem Kind nicht Angst vor jeglicher Veränderung entsteht und es seine Spontaneität und Kreativität bewahrt.

Eine Mutter, die um Punkt sieben das Licht abdreht und darauf besteht, dass sofort Ruhe im Kinderzimmer eintritt kann genauso übertreiben wie eine, die Ihr Kind von einem Event zum anderen mitnimmt.

So sieht man des öfteren überdrehte oder gequälte Kindergesichter spät abends bei Veranstaltungen oder im Restaurant. Da gilt es zu überlegen, ob es nicht besser wäre, für den geselligen Abend ein Kindermädchen oder eine Oma zu organisieren.

Wo liegen die Grenzen? In Ihrem Ermessen! Sie sind es, die Ihr Kind am besten kennen, um zu wissen, was Sie ihm zumuten können. Sie kennen seine und die eigenen Bedürfnisse und Notwendigkeiten. Hören Sie auf Ihr Kind und auf die kleinen Signale. Wenn Sie in kritischen Situationen, insbesondere, solange es klein ist, Rücksicht nehmen, wird es zunehmend „pflegeleicht“. Eine Investition, die sich lohnt!

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EIN ARTIKEL VON

1 Kommentare
  • K.H., 1. Februar 2017, 12:53 Antworten

    Das Thema wird meiner Meinung nach nur sehr oberflächlich behandelt. Dem Artikel fehlt irgendwie die Tiefe. MfG K.H.

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