3. Dezember 2014

Alltagsrituale & Sonntagsfreuden


Für Kinder sind Rituale ganz besonders wichtig: Sie geben Halt und Sicherheit im Tagesverlauf. Hier gibts 2 Routinen unserer Bloggerin.

„Rituale, also vorgegebene Regeln, erscheinen auf dem ersten Blick vielleicht einschränkend oder gar eintönig. Für Kinder hingegen sind Rituale ganz besonders wichtig: Sie geben Halt und Sicherheit im Tagesverlauf“, ähnliche Worte findet man in zahlreichen Erziehungsratgebern. Und ja, sie haben recht:

„Morgen“, „heute Abend“ oder „nächste Woche“ – speziell Kleinkinder besitzen noch kein Zeitgefühl und können mit derartigen Begriffen nicht umgehen; Babys schon gar nicht.

So haben wir uns in der Familie mit dem Thema intensiver beschäftigt. Auch meine Erfahrung ist, dass sich Kinder mit Ritualen besser im Alltag zurecht finden. Dabei kündige ich das kommende Ereignis verbal an – egal wie klein das Kind ist.

Bei uns haben sich unter anderem folgende Rituale bewährt:

Alltagsrituale 1: Wenn der Sandmann kommt

Als meine Kinder geboren wurden, führte ich relativ rasch ein „Schlafengeh-Ritual“ zu immer der gleichen Uhrzeit ein: Ein kurzes, aber entspannendes Bad (gerade zu Beginn reicht oft Wasser ohne Badezusatz) mit Babymassage. Und dann wurde noch eine Runde gestillt – ein einfaches „Reinlegen“ wenn sie wach waren, hat bei uns gar nicht funktioniert und so wollte ich das nicht mit Zwang einführen.

Nun sind meine Kinder älter und das Ritual ist „mitgewachsen“: Wir baden/duschen immer noch, Zähneputzen und dann werden Bücher angeschaut und wir kuscheln ordentlich. Oft fallen meiner Tochter noch viele Erlebnisse vom Tag ein, die sie noch unbedingt loswerden will.

Alltagsrituale 2: Am Sonntag ist alles ganz anders

Auch das gemeinsame Frühstück am Sonntag kann ein liebgewonnenes Ritual bei uns sein.

So „zelebrieren“ wir regelmäßig ein besonderes Frühstück mit Leckereien, die es sonst unter der Woche aufgrund von Zeitdruck nicht gibt: Ein weiches Ei, Kuchen oder Kipferl zum Fertigbacken. So genießen wir diesen Start in den Sonntag, frei von jeglichem Stress und Zeitdruck.

Wichtig ist uns dabei, dass die Rituale mit den Kindern „mitwachsen“ und dass trotz aller Regelmäßigkeit kein Druck auf die Kinder ausgeübt wird. Siehe hierzu auch: Zusammenhalt in der Familie fördern

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EIN ARTIKEL VON
  • Antonia Indrak-Rabl

    Als Mutter von zwei Kindern kenne ich den Familienalltag gut. Es freut mich, meine persönlichen Erfahrungen hier teilen zu können – auch wenn es „nur“ das Gefühl ist, „dass es woanders genauso zugeht“. Meine Leidenschaft für Familie setze ich als Geschäftsführerin des Katholischen Familienverbandes Wien auch beruflich um.


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