7. April 2019

5 Fragen für mehr Gelassenheit und Glück im Alltag

5 Fragen für mehr Gelassenheit und Glück im Alltag - meinefamilie.at

Die Fastenzeit ist in vollem Gange, die Natur erwacht langsam aus ihrem Winterschlaf und der Frühlingsanfang steht nicht mehr nur vor der Tür, sondern ist eindeutig da. Genau der richtige Zeitpunkt finde ich. Wofür? Für den „Frühjahrsputz…der Gedanken“.

Tag täglich schwirren unzählige Gedanken durch unsere Köpfe – sei es bewusst oder unbewusst. Wer schon mal den Versuch gemacht hat, zu probieren für einige Minuten an rein gar nichts zu denken, der weiß, dass sich dies als nicht einfach erweist.
Unsere Denkweise wirkt sich auf unseren Geist und Körper aus. Denke ich immer nur daran, was alles zu machen ist, wie anstrengend alles ist, dann können diese Gedanken einem buchstäblich runterziehen. Deshalb tut es nicht nur der Wohnung oder dem Haus gut, wenn es wieder einmal komplett abgestaubt und auf Vordermann gebracht wird, sondern auch den eigenen Gedanken und den Gedenken der Kinder.

Think positive – für ein freudvolleres Leben

Aus persönlicher Erfahrung kann ich berichten, das ein klarer Kopf und positive Gedanken das Leben wirklich einfacher, schöner und freudvoller machen. Ich habe gemerkt, dass mich nichts so leicht aus der Bahn werfen kann, wenn ich ganz bei mir, bei meinen Kindern und ganz bewusst in der Gegenwart – im Moment bin. Da können meine Schüler/Schülerinnen in der Schule noch so viel testen, wo ihre Grenzen sind; da kann die Tochter so viel trotzen wie sie will – ich schaffe es ruhig und gelassen zu bleiben.

Das heißt jetzt nicht, dass dies gar nicht anstrengend ist, aber es bringt mich nichts so leicht aus der Fassung und lässt mich über vieles schmunzeln. Wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann zermartere ich mir nicht mehr wochenlang den Kopf deswegen, sondern ich nehme es an und überlege mir, was ich für das nächste Mal daraus lernen kann. Diese Denkweise wirkt wahnsinnig befreiend auf mich. Auch kann ich dadurch besser in mich hineinhören und darauf achten was meine innere Stimme (vielleicht ja auch Gott) mir sagt.

Ausgeglichene Eltern, relaxte Kinder

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Zudem ist mir aufgefallen, dass Kinder von den positiven Gedanken der Eltern profitieren. Unsere Töchter sind viel gelassener, relaxter und unbekümmerter, wenn sie spüren, dass ich und mein Partner „cool“ und ausgeglichen sind. Oftmals ist es auch so, dass Kinder die Denkgewohnheiten der Eltern übernehmen.

Ein persönliches, Negativbeispiel dazu ist, dass ich eigentlich dazu neige, sehr kopflastig zu sein und mir gerne viel zu viele Sorgen über alles Mögliche mache. Als ich mich mit meinen Denkmustern und Denkgewohnheiten auseinandergesetzt habe, fiel mir auf, dass auch unsere große Tochter Valerie diese von mir übernommen hatte. Das war das letzte, das ich gewollt hatte! Mein Kind soll unbekümmert und fröhlich sein und nicht schon in der Kindheit alles „zerdenken“ bevor es handelt und sich dadurch zu sehr zurücknehmen.

5 Fragen für positives Denken

Bei der Auseinandersetzung mit den eigenen Gedanken, geht es nicht darum, sich einen naiven Zwangsoptimismus zuzulegen, sondern sein Denken zu reflektieren und sich von starren Denkgewohnheiten zu befreien, die einem nicht gut tun. Ich hab mir dazu ein Blatt Papier und Stift zur Hand genommen und versucht alles spontan aufzuschreiben was mir zu meinen Gedanken eingefallen ist. Fragen die ich mir gestellt habe, lauteten:

  1. Wo bin ich meistens mit meinen Gedanke?
  2. Bin ich ganz bei mir, oder fällt mir immer nur auf, was die anderen falsch oder besser machen?
  3. Höre ich zu, wenn jemand mit mir spricht, oder bin ich schon wieder bei all den anderen Dingen, die erledigt werden müssen?
  4. Denke ich nur an Vergangenheit und Zukunft, oder bin ich JETZT präsent?
  5. Stelle ich gedanklich zu hohe Erwartungen an mich, meinen Partner und meine Kinder?

Anschließend habe ich mit einem Stift alle Gedankenmuster durchgestrichen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass sie mir nicht gut tun. Mit einem farbigen Stift habe ich danach alle Gedanken eingekreist, die mir gut tun. Zudem habe ich mir die Frage gestellt, wann ich glücklich bin und habe dies dazu geschrieben. Jeden Tag sehe ich mir mein Gedankenblatt vorm Schlafen gehen an und nehme einen positiven, glücklichen Gedanken in den Fokus.

Kindern helfen, den Kopf „frei“ zu bekommen

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Mit unserer Tochter Valerie versuche ich auf spielerische Art und Weise den Kopf von störenden Gedanken frei zu bekommen. Man kann Denkweisen, die das Kind runterziehen auf unterschiedliche Weise verschwinden lassen, um Platz für wohltuende Gedanken zu machen.

Man kann zum Beispiel die „Gedanken-Waschmaschine“ starten und sich vorstellen, wie eine große Waschmaschine alles durchwäscht. Oder man stellt sich eine Fernseh-Fernbedienung vor, mit welcher man ganz einfach auf ein anderes Programm umschaltet das einem mehr Freude bereitet und keine negativen Gedanken und Gefühle beschert.

Sehr bewährt haben sich bei Valerie auch die Sorgenfresser-Püppchen, die die aufgezeichneten Sorgen oder schlechte Gedanken verschlingen. Auch Valerie motiviere ich anschließend dazu, ihre Gedanken zu etwas steuern, das ihr Freude bereitet.

Fastenzeit ist für uns die Zeit frei zu werden für das Leben; Frühlingszeit ist die Zeit für die Buntheit im Leben; Deshalb ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, mehr Freude und Glück ins Leben zu lassen. Jetzt frage ich dich: „Was bereitet dir große Freude?“.



EIN ARTIKEL VON
  • Doris Dolezal

    Mit Herz, Hirn und Humor versuchen mein Partner und ich den Alltag mit unseren zwei wundervollen Mädels (8 Jahre und 5 Monate) und unserem Kater zu meistern. Doch nicht nur in der Familie sammle ich die unterschiedlichsten Erfahrungen mit Kindern, auch in meinem Beruf als Religionspädagogin.



2 Kommentare
  • Marion, 10. April 2019, 8:26 Antworten

    Größe Freude bereitet mir in der Natur zu sein. Mit Tieren zusammen. Das entspannt mich. Ich versuche diese Liebe zur Natur an unsere beiden Töchter Valerie und Luise weiterzugeben. Wir sind viel im Garten, in der Natur und schöpfen Kraft. Oft sind die Kinder vom Kindergarten so ermüdet, genervt und ich vom Alltag im Büro. Wir bekommen unseren Kopf klar in dem wir in den Wald gehen. Die Kinder auf dem Po den Berg herunter rutschen. Allen Zwängen für einer Zeit entgehen. Meine Sorgen versuche ich weg schwimmen zu lassen. Ich schließe die Augen und sitze in Gedanken an einem Fluss. Dort werfe ich die Gedanken hinein und sehe sie weg schwimmen. Das hilft auch💐

    • Anonymous, 10. April 2019, 9:29 Antworten

      Liebe Marion! Vielen Dank für dein Kommentar und die Bereitschaft uns zu verraten, was dir große Freude bereitet. Es ist toll zu lesen, dass du deinen Kindern die Freude an der Natur und an den Tieren weitergeben möchtest. Meiner Meinung nach ist dies ein großer Wert - sowohl für die Kinder, als auch umgekehrt für Natur und Tiere. Denn wenn man mit etwas Freude hat, dann wird man auch sorgsam damit umgehen. Somit förderst du gleichzeitig Achtsamkeit und Nachhaltigkeit.Danke auch, dass du uns verraten hast, wie du dich von deinen Sorgen befreist. Das Bild mit dem Fluss werde ich natürlich gleich das nächste Mal, wenn mein Kopf voll ist, ausprobieren :)Alles Liebe für Dich und Deine Familie, Doris

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