6. Februar 2020

Erstkommunion: Schöne Texte für die Erstkommunionfeier

erstkommunion: schöne texte für die erstkommunionfeier

Erstkommunion zu feiern, ist für viele Familien ein Höhepunkt. In der Mitte sind die Kinder, die in diesem Jahr das erste Mal die heilige Kommunion empfangen. Für die inhaltliche Mitte, die Eucharistiefeier, finden Sie in diesem Beitrag einige schöne Texte. Das Thema der folgenden Texte sind die Emmausjünger, die Jesus auf besondere Weise begegnen.

Emmaus – Mit Jesus unterwegs

Die Emmauserzählung ist eindrücklich: Zwei Menschen gehen traurig weg von einem Unglücksort. Unterwegs begegnen sie einem Unbekannten. Dieser unterstützt sie dabei, das Erlebte zu deuten. Wie sie miteinander das Brot teilen, erkennen sie den Unbekannten plötzlich: Es ist Jesus! Aber dieser Jesus war anders, als zu Lebzeiten: Jesus war nicht im Tod geblieben. Jesus lebt! Diese Erfahrung wird in jeder Eucharistie gefeiert: Wenn wir miteinander Brot brechen, dann ist Jesus uns ganz nahe!

Einführung und Kyrierufe:

Jemand von der Pfarre:
Heute feiern wir deine Erstkommunion! Herzlich Willkommen!
Herzlich Willkommen auch deiner Familie, den Eltern, den Geschwistern.
Herzlich Willkommen der ganzen Pfarrgemeinde.
Heute Morgen bist du aufgestanden und bist den Weg in die Kirche hergekommen. Auf dem Weg hin zur Kirche hast du dich vor einigen Monaten gemacht. Da hat die Vorbereitung auf die Erstkommunion angefangen. Deine Eltern, deine Lehrer, die Mitarbeiter hier in der Pfarre waren mit euch unterwegs.

Noch jemand war mit dir unterwegs, der am Anfang als ein Fremder dabei war, der langsam dein Freund wurde. Weißt du wer?

Ja. Jesus. Miteinander Gottesdienst feiern heißt, Jesus als Freund in sein Leben zu lassen. Wir werden heute eine Erzählung hören, die von einem Unterwegssein erzählt: Von den zwei Emmausjüngern mit Jesus. Unterwegs haben sie viel Schönes erlebt. Ihre Herzen wurden langsam warm und glücklich. Jesus war mit auf ihrem Weg.

Kind 1: Jesus, du begleitest uns auf unserem Weg. Herr, erbarme dich.

Kind 2: Jesus, du kennst unsere Ängste und unsere Sorgen. Christus erbarme dich.

Kind 3: Jesus, mit dir kann man viel Schönes erleben. Herr, erbarme dich.

ODER Kyrierufe:

Kind 1: (mit einem Rucksack) Ich bin mit Jesus unterwegs. Ich habe einen Rucksack mit vielen Dingen dabei. Auf einer Wanderung oder auf dem Weg im Leben brauchen wir Kinder vieles.

Kind 2: (mit Wanderkarte) Wenn wir auf dem Weg im Leben nicht mehr weiterwissen, nehmen wir unsere Karte heraus. Sie zeigt uns, wo wir stehen und wie der Weg weitergeht.

Kind 3: Jesus, du bist wie ein Wegweiser. Herr, erbarme dich.

Kind 4: (mit Seil) Wir gehen nicht allein; gute Begleiter gehen mit. Mit dem Seil kann ich mich bei einem anderen anbinden.

Kind 5: Jesus, du bist ein guter Begleiter. Christus, erbarme dich.

Kind 6: (mit Brot und Wasser) Ein Schluck Wasser aus der Flasche löscht den Durst. Das Brot schenkt Kraft für unseren Weg.

Kind 7: Jesus, du bist das Brot des Lebens. Herr, erbarme dich.

ODER Kyrierufe:

Erwachsener:

Stellt euch vor, ihr seid die Jünger, die nach Emmaus gehen. Jesus ist gestorben. Ihr seid traurig. Schaut mal alle so aus, als wäret ihr niedergeschlagen und traurig! Schau dir die anderen Kinder an, die sehen ganz schön traurig aus.

Kind 1: Jesus, wenn ich traurig bin, weiß ich: Ich bin nicht allein. Herr erbarme dich unser.

Erwachsener: Jemand begegnet euch. Ihr werdet aufmerksam, ihr hört zu. Ihr seid ganz gespannt, was der zu erzählen hat. Woran sieht man, dass du aufmerksam bist? Schau mal die anderen Kinder an: Sehen die aufmerksam aus?

Kind 2: Jesus, ich höre gerne deine Erzählungen. Ich weiß: Du liebst die Menschen. Christus erbarme dich unser.

Erwachsener: Ihr kommt in Emmaus an. In Emmaus erfahrt ihr: Jesus ist nicht tot, er lebt! Jetzt geht ihr voll Freude zurück nach Jerusalem, um den anderen Jüngern von eurem Erlebnis zu erzählen! Wie sieht man, dass du voll Freude bist?

Kind 3: Jesus, ich freue mich dein Freund zu sein. Du bist mit uns unterwegs. Herr erbarme dich unser.

Evangelium in kindgerechter Sprache

Nachdem Jesus gestorben war, gingen zwei seiner Freunde aus Jerusalem fort, zurück nach Emmaus, wo sie zu Hause waren. Sie waren traurig und niedergeschlagen. Sie sagten: »So viel hatten wir von Jesus erwartet. Er sollte uns befreien. Und jetzt? Jetzt haben sie ihn gekreuzigt und alles ist vorbei.« Während sie so redeten, kam Jesus zu ihnen. Aber sie erkannten ihn nicht. Er fragte sie: »Worüber redet ihr?« Sie sagten: »Weißt du denn nicht, was in den letzten Tagen in Jerusalem geschehen ist?

Sie haben Jesus von Nazaret gekreuzigt. Und wir dachten, er wäre unser Retter.« Da begann Jesus, ihnen alles zu erklären: dass alles so kommen musste, damit alle Menschen vom Tod befreit wären. Und er erklärte es ihnen aus den heiligen Schriften.

Es wurde Abend und sie kamen in das Dorf Emmaus. Sie gingen in ein Haus. Jesus tat so, als wollte er weitergehen. Da sagten sie: »Herr, bleibe bei uns. Es wird schon dunkel .« Da ging Jesus mit hinein. Sie bereiteten das Abendessen vor. Da nahm Jesus das Brot, dankte Gott, brach das Brot und teilte es aus. In diesem Moment erkannten die Jünger: Das ist Jesus. Er bricht mit uns das Brot wie beim letzten Abendmahl.

Als sie ihn erkannten, konnten sie ihn auf einmal nicht mehr sehen. Aber sie waren so froh und sagten: »Mochten wir ihn nicht schon unterwegs, als er uns die Schriften erklärte? War unser Herz nicht froh?«

Voller Freude machten sie sich sofort auf den Weg zurück nach Jerusalem. Sie kamen zu ihren Freunden und erzählten: »Jesus lebt! Er ist nicht tot, wie wir dachten! Er ist auferweckt worden.« Und die Nachricht verbreitete sich immer weiter.

Fürbitten

Priester: Unsere Lebenswege haben uns heute hier zusammengeführt. Die Vorbereitungszeit sind wir miteinander gegangen. Wir haben Jesus als unseren Wegbegleiter und Freund kennen gelernt und erfahren. Wir dürfen jederzeit mit unseren Bitten zu ihm kommen.

Kind: Wir wollen niemanden ausschließen und füreinander da sein. Jesus, geh mit uns auf unserem Weg.

Kind: Wir wollen auf unserem Lebensweg spüren, wenn wir gebraucht werden. Jesus, geh mit uns auf unserem Weg.

Kind: Wir wollen gut umgehen mit der Natur. Jesus, geh mit uns auf unserem Weg.

Kind: Wir wollen an alle denken, denen es nicht so gut geht, weil sie krank sind. Jesus, geh mit uns auf unserem Weg.

Kind: Wir wollen an alle denken, die einen lieben Menschen verloren haben, weil er gestorben ist. Jesus, geh mit uns auf unserem Weg.

Elternteil: Wir wollen unsere Kinder auf dem Weg durchs Leben gut begleiten. Dafür brauchen wir deine Unterstützung, Herr. Jesus, geh mit uns auf unserem Weg.

Jemand aus der Pfarrei: Wir wollen ein Ort sein, an dem sich Menschen wohl fühlen und Jesus kennenlernen können. Darum wollen wir beten. Jesus, geh mit uns auf unserem Weg.

Nach der Kommunion

Jesus, da waren zwei Freunde, deine Freunde. Sie sind traurig. Alles ist aus. Du bist tot, im Grab. Sie gehen nach Hause. Plötzlich bist du da. Sie wundern sich: Weißt du denn nicht, was geschehen ist? Sie erkennen dich nicht. Du redest mit ihnen. Du erklärst ihnen, was in der Bibel steht. Sie bitten dich: Bleibe bei uns, Herr! Du brichst mit ihnen das Brot.

Da gehen ihnen die Augen auf. Sie merken: Das bist du! Jesus bricht mit uns das Brot. Wie damals beim letzten Abendmahl. Sie wissen jetzt: Jesus ist nicht tot, er lebt. Wir wissen jetzt: Wer, wie Jesus das Brot bricht, ist Jesus ganz nahe. Wir wissen jetzt: Jesus lebt auch heute. Jesus will uns begleiten. Danke, Jesus, dass du da bist. Amen.

Oder: Nach der Kommunion

Gebet der Kinder: Jesus, du bist unser Freund. Wir sind mit dir unterwegs. Du bist immer für uns da.Du bleibst bei uns ein Leben lang. Jesus, wir bitten dich: Bleibe bei uns, bei unseren Eltern und Paten. Danke.

Gebet der Eltern: Gott, Freund unserer Kinder. Du hast sie uns anvertraut. Wir begleiten sie auf ihrem Lebensweg.  Gott, wir bitten dich: Segne uns, damit unsere Familien immer neu deine Nähe erfahren können. Amen.

Gebet der Pfarrgemeinde: Heiliger Geist, es ist eine schöne Aufgabe, Kinder zu begleiten. Der heutige Tag ist für uns alle ein großer Tag. Unsere Gemeinde ist größer und reicher geworden. Segne diese Familien, segne diese Kinder, segne uns alle mit deiner Kraft, im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes.

Unterstützungsangebote: Erstkommunion

Diese und weitere Texte, sowie Unterstützungsangebote finden Sie bei der Jungen Kirche Wien, der Servicestelle für Kinder- und Jugendseelsorge der Erzdiözese Wien. Unter der Homepage sakramente.jungekirche.wien finden Sie Angebote und Kontaktinformationen.

 



EIN ARTIKEL VON
  • Lisa Huber

    Mein Name ist Lisa Huber, ich bin Religionspädagogin aus Südtirol. Beruflich bin ich in Wien gelandet und wirke dort in der Jungen Kirche der Erzdiözese Wien.


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