22. Februar 2019

Nachhaltig leben als Familie: Getränke

Nachhaltig leben als Familie: Getränke - meinefamilie.at

Nachdem wir uns schon ziemlich intensiv mit dem Thema nachhaltige Lebensmittel und Ernährung auseinandergesetzt haben, kommt nun der ergänzende flüssige Teil: Getränke. Wir erzählen euch von unserem Sonntagsritual und verraten euch ein einfaches Rezept, um Fruchtsirup selbst zu machen!

Nach dem letzten Teil über Lebensmittel & Ernährung folgt nun der „flüssige“ Teil! Wer nun hofft, mit Anleitungen zum Bierbrauen oder Schnapsbrennen versorgt zu werden, ist bei uns leider ganz falsch, denn Alkohol trinken wir maximal ein Mal pro Jahr. (Das hat übrigens nichts mit Nachhaltigkeit, sondern einfach mit dem Geschmack zu tun.)

Nachhaltiger trinken

Milch holen wir seit einigen Jahren beim Bauern im Ort, wobei Milch ja nicht wirklich als Getränk zählt, sondern als Lebensmittel. Auch pflanzlicher Milchersatz aus heimischem Hafer oder Dinkel kommt gut an, was uns anfangs überrascht hat.

Mit unserem ersten Kind stand bald die Frage im Raum: Was werden wir als Familie trinken? Uns war klar, dass wir unseren Kindern auf keinen Fall dauernd Süßes geben wollen. Abgesehen vom Zucker schadet das ja vor allem den Zähnen und hat auch wenig mit Durstlöschen, sondern eher mit dem Geschmack zu tun.

Sonntag ist Safttag

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Also starteten wir den Versuch, der bald Gewohnheit wurde: wir trinken Wasser. Nein, wir haben keinen Wassersprudler oder schleppen kistenweise Mineralwasser nach Hause. Wir trinken ganz einfach Leitungswasser, bei dem wir ja in Österreich enormes Glück haben!
Und nein, wir sind nicht so böse, dass unsere Kinder bei Besuchen, Festen oder beim Kindergeburtstag nichts Anderes bekommen, da trinken sie genauso picksüßen Sirupsaft und Kakao! Zuhause ist es so, dass es an Sonntagen und bei Feiern selbst gemachten Saft und in der kalten Jahreszeit immer wieder (meist ungesüßten) Tee gibt. Im Sommer ist auch Wasser mit verschiedenen Minz-Sorten, Zitronenmelisse, Lavendelblüten, Beeren oder Zitronenscheiben sehr beliebt.

Nein, wir haben keinen Wassersprudler oder schleppen kistenweise Mineralwasser nach Hause. Wir trinken ganz einfach Leitungswasser, bei dem wir ja in Österreich enormes Glück haben!

Geschmäcke entdecken – Getränke selbst herstellen

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Seit bei uns Sonntag „Safttag“ ist, haben wir uns mit gekauften und selbst gemachten Säften beschäftigt und einiges probiert. Und besonders für das ehemalige Stadtmädchen und jetzige Landmama war es eine interessante Erfahrung, den geschmacklichen Unterschied zu entdecken.
Selbst gemachter Marillen-, Erdbeer-, Apfel- oder Ribiselsaft schmeckt tatsächlich komplett anders als gekaufter.

Ihr denkt euch jetzt vielleicht, eh klar – ist doch logisch! Und nach dem Blick auf die Zutatenliste ist es das auch: Zucker, Dextrose, Maltodextrin, Aroma, Konservierungsstoffe, Saft aus Konzentrat… da ist fast nichts mehr vom ursprünglichen Obst drin, das vermutlich nicht mal ganz reif war.

Im Sommer setzen wir unsere eigenen Säfte, eigentlich Sirup an und haben das Glück, dass die Großeltern das ebenso tun. Dadurch ist ein Tauschen und eine größere Vielfalt möglich und wir kochen meist nur ein oder zwei Sorten pro Jahr ein.

Wir verraten euch, wie wir das machen.

Unser bewährtes Saft-Rezept:

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  • 2 kg reifes Obst (gereinigt und geschnitten, ohne Kern oder Kerngehäuse)
  • mit 2l normalem Leitungswasser
  • und 50 – 70g Zitronensäure
  • gut vermischen und zugedeckt einen Tag (ca. 24h) bei Raumtemperatur stehen lassen, ev hin und wieder umrühren.

Danach: Saft abseihen, am besten durch ein feinmaschiges Sieb.

Pro 1l Saft 1kg Zucker unterrühren, erhitzen und beim Siedepunkt oder nach kurzem Aufkochen in saubere Flaschen abfüllen.
(Wir verwenden dafür gern die Flaschen von Passata oder Paradeissoße, weil die Öffnung breiter ist und die Flaschen im Geschirrspüler gewaschen werden können!)

Wer möchte, kann den Rest vom Obst nach dem Abseihen pürieren, für Joghurt oder zum Eismachen verwenden oder als Marmelade einkochen, die ist dann aber durch die Zitronensäure etwas saurer als normale Marmelade.

Wir wünschen euch gutes Gelingen und Prost!

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EIN ARTIKEL VON
  • Elisabeth & Johannes Hackl

    Elisabeth und Johannes Hackl leben mit ihren Kindern, Hunden und Hühnern in Niederösterreich. Sie sind begeisterte Familienmenschen, Kindergartenpädagogen, Referenten für Natürliche Empfängnisregelung, Teilzeit-Selbstversorger, im Glauben verwurzelt und noch immer sehr verliebt ineinander!



1 Kommentare
  • Elisabeth Haslinger, 4. März 2019, 17:46 Antworten

    Vielen Dank für den Tipp mit den breiteren Paradeissoßen- Flaschen! :) Wir haben auch gute Erfahrung mit Kräutersirup bei unseren Kindern gemacht: einfach verschiedene Kräuter aus dem Garten statt Obst verwenden (das Sirup schmeckt dann wie Almdudler... ;)

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