10. September 2019

Stress lass nach: Entspannung im Alltag


Manchmal kann der Alltag mit Kindern ganz schön stressig werden. Arbeit, Haushalt, Kindererziehung, Partnerschaft, … alles sollte man unter einen Hut bringen. Einfache Tipps, die im Alltag ohne großen Aufwand leicht umsetzbar sind, können für kurze Entspannung zwischendurch sorgen.

Kein Multitasking mehr

Telefonieren, während das Kind am Bein hängt und ich gleichzeitig das Abendessen koche und die Lieblingssendung im TV anschaue… Multitasking bringt meist nichts außer Stress, und keinerlei Entspannung. Es hat keinen Sinn, alles gleichzeitig machen zu wollen. Besser ist es, eines nach dem Anderen zu erledigen. Kaum zu glauben, aber meist ist man mit Multitasking sogar langsamer, als wenn man alles der Reihe nach erledigt.

Jetzt ist handyfrei

Viele haben ständig das Handy dabei, um ja auch immer erreichbar zu sein. Wir geraten in eine Art „Standby-Modus“ und werden dadurch unbewusst gestresst und innerlich beschleunigt. Eine handylose Zeit (zwischendurch eine halbe Stunde das Handy ausschalten) in den Tagesablauf einzuplanen und dadurch zur Gewohnheit machen, kurz nicht erreichbar zu sein, kann zur Entspannung beitragen.

Langsam zur Entspannung kommen

Wörter wie „schnell“ oder „muss“ suggerieren dem Unterbewusstsein oft Stress und erzeugen Druck. „Ich muss nur noch schnell aufräumen und dann schnell die Kinder von der Schule abholen.“ Solche Sätze können uns ungemein stressen. Wir sollten darauf achten, dass wir solche Stresswörter möglichst aus unserem Wortschatz streichen. Auch auf unser Sprechtempo sollten wir achten. Wird das Sprechtempo verringert, kann dies zu einer Entschleunigung führen.

(c) iStock

Wartezeit ist geschenkte Entspannungszeit

Manchmal gibt es Momente, die einem in Stress versetzen, obwohl man nicht daran ändern kann z.B. im Stau landen, bei der Supermarktkassa in der Schlange stehen, im Wartezimmer beim Arzt,… Diese Zeit kann man nutzen um den eigenen Stresslevel zu senken z.B. tief durchatmen, die Langeweile genießen, sich überlegen, was am heutigen Tag besonders schön war,…

Einatmen – Ausatmen

Bewusstes Atmen ist der Schlüssel zur Entschleunigung. Bei vielen Entspannungstechniken (Yoga, Meditation,…) spielt die Atmung eine wichtige Rolle. Sich „ruhig zu atmen“ kann erlernt werden. Oft hilft es auch schon, wenn man dreimal hintereinander tief ein- und ausatmet.

Einfach mal nichts tun

In der Zeit des Nichtstuns, oder während eines Spaziergangs in der Natur sollte man entspannen und nicht daran denken, was später noch alles erledigt werden muss. Das, was gerade gemacht wird, darf genossen werden. Wer ständig in der Zukunft schweift, macht sich unbewusst Stress. Man kann sich gedanklich ein „inneres Stoppschild“ gegen die Zukunft aufstellen und stattdessen hören, welche Vögel man zwitschern hört, oder wie das Laub unter den Füßen raschelt,… Ständige To-Do-Listen können ebenfalls mehr Stress auslösen, als dass sie förderlich sind. Einfach mal Nichtstun oder eine Meditation helfen das Immunsystem zu stärken und erleichtern das Besserfühlen. Immer wieder müssen wir uns bewusst dran erinnern, dass es Zeit ist, nichts zu tun.

Mach mal langsam

Der Geist kann vom Körper überlistet werden (Bodyfeedback). Wer schnell spricht, vermittelt dem Körper, dass es schnell gehen muss. Dadurch geraten wir in Stress. Wenn ich mein Sprechtempo oder meine Gangart verlangsame, dann vermittle ich dem Geist gelassener zu sein. Dies führt unbewusst zu Entspannung.

Ich wünsche viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!



EIN ARTIKEL VON
  • Bettina Fauler

    Ich lebe mit meinem Partner und unserem Sohn in Tirol. Hauptberuflich bin ich Mama, auch wenn ich Teilzeit als Sonderkindergartenpädagogin, Elternbildnerin und Trainerin arbeite. Ich erlebe einen abwechslungsreichen (Erziehungs-)Alltag, den ich gerne mit anderen teile.


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