3. September 2018

Wandern mit Kleinkind – Vorbereitung

kind wandern 1 - meinefamilie.at

Eine Wanderung ist für eine Familie etwas Wunderbares. Frische Luft, besondere Plätze und vor allem gemeinsame Zeit ohne alltägliche Störfaktoren. An einem Wandertag kann man so viel Kraft tanken und so viel Schönes erleben. Mit einem Kind muss man allerdings auf alles vorbereitet sein und ohne große Erwartungen und übertriebene Ziele an die Sache herangehen.

Ich und mein Mann verbringen sehr viel Zeit in der Natur. Heuer wartete aber eine neue Herausforderung auf uns, denn unser Sohn ist mit knapp über einem Jahr noch zu klein, um eine ganze Wanderung alleine zu schaffen und gleichzeitig schon zu groß, um stundenlang in einer Babytrage an Mamas Brust zu verbringen. Also musste eine Alternative her.

Richtige Trage finden

Nachdem mein Sohn für die klassische Babytrage schon zu schwer war, haben wir uns nach anderen Möglichkeiten umgesehen. Und wir haben uns für eine Kraxe, also einen Rohrgestell mit einem Sitz, entschieden. Dabei achteten wir auf folgende Qualitätsmerkmale:

  • bequeme Sitzfläche, sicherer Kopfteil
  • gepolsterte Gurte zum Anschnallen des Kindes
  • ein Sonnendach
  • Fußschlaufen
  • ein Klappbügel zum Hinstellen der Kraxe
  • Tragekomfort der Eltern

Bevor wir uns für eine Marke und ein Modell entschieden haben, haben wir mehrere Kraxen ausprobiert, weil nicht jede wie angegossen sitzt. Und gerade bei einer Kraxe sollte man auf die Qualität achten. Denn man kann mit einer falschen Kraxe nicht nur dem Kind schaden, sondern auch dem eigenen Rücken.

Wir fanden schließlich ein Modell, in dem unser Sohn möglichst natürlich saß. Seine Füße konnte er in die dafür gemachten Schlaufen geben, sein Kopf war ausreichend gestützt und die Kraxe verfügte über einige Staufächer. Auch für uns Eltern bot sie viele Einstellungen der Gurte, sodass mein Mann genauso wie ich unseren Sohn bequem tragen konnten.

Klein anfangen

Die erste Wanderung, die wir gemacht haben, war eigentlich keine richtige Wanderung. Nachdem unser Sohn die Kraxe schon ein wenig kannte und begutachten konnte, hat mein Mann beschlossen, einen kleinen Spaziergang mit ihm zu machen. Drinnen gesessen ist unser Sohn schon öfters, aber immer nur kurze Zeit und nur bei uns in der Wohnung. Diesmal haben wir ihn draußen rein gesetzt. Er war so stolz und strahlte. Mein Mann ging mit ihm im Wald spazieren. Sein Plan war umzudrehen, sollte sich unser Sohn unwohl fühlen. Er fühlte sich offensichtlich wohl, denn nach 15 Minuten ist er eingeschlafen. Nach einer halben Stunde wachte er auf und verbrachte noch eine weitere glückliche halbe Stunde in der Kraxe. Seitdem wollte er immer, wenn er die Kraxe sah, sofort getragen werden.

Gute Vorbereitung ist alles

 Nachdem wir schon einige kleinere Spaziergänge mit der Kraxe hinter uns hatten, planten wir eine richtige Wanderung in den Berge. Unser Urlaub in Tirol war wie gemacht dafür. Wir fanden eine Route mit zwei Stunden Gehzeit. Das Ziel war eine Almhütte, wo wir eine lange Pause eingeplant haben. Danach sollte es wieder zurück gehen. 450 Höhenmeter lagen vor uns. Allerdings waren wir uns einig, dass wir nicht um jeden Preis rauf müssen. Sollte unser Sohn protestieren, würden wir umdrehen. Mit dieser Einstellung starten wir bis heute jede Wanderung, wobei wir noch nie gezwungen waren, umzudrehen. Außerdem muss mein Mann schon vor dem tatsächlichen Wandern unser Kind in der Kraxe zum Auto tragen. So gerne sitzt der Kleine drinnen.

Wie die erste große Wanderung dem Kleinen gefallen hat und worauf man sonst noch achten sollte, erläutere ich in meinem nächsten Artikel.

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EIN ARTIKEL VON
  • Mirka Huber

    Ich bin Journalistin und seit 2016 Mama von einem Jungen. Seitdem ist mein Leben erfüllter denn je. Meine kleine Familie ist wie eine Ruheinsel, denn neben Beruf und Familie betreue ich noch eine Pfadfindergruppe. Meine Freizeit verbringe ich gerne mit Lesen, in der Natur, mit Freunden oder Sport.


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