1. Dezember 2018

Tritt ein, heiliger Nikolaus!

nikolaus - meinefamilie.at

Aktuell sieht man ihn überall: den Nikolaus: Bis zum Höhepunkt am 6. Dezember steigern sich die Werbeaktivitäten für diesen Anlass ins unermessliche und lassen vermuten, dass in so manchem Nikolaussackerl von heute mehr steckt als früher unterm Christbaum lag.

Die Geschichte

Die wahre Botschaft, die uns dieser Heilige hinterlassen hat, gerät dabei meist in Vergessenheit. Schade, denn der Bischof aus Myra fasziniert seit über 1.500 Jahren mit seiner Geschichte, die auch für Kinder spannend ist: Nikolaus war stets gut gelaunt und hilfsbereit, als seine Eltern starben vererbten sie ihm ein großes Vermögen, nach und nach verschenkte er sein ganzes Geld an Not leidende Menschen, oft heimlich. Davon sind Kinder besonders fasziniert: Das Heimliche. Etwa in der bekannten Legende in der Nikolaus den Klumpen Gold ins Schlafzimmer der drei Töchter des Edelmannes warf…

Es liegt an uns Eltern wie wir unseren Kindern den Nikolaus vermitteln:  Als einer von zahlreichen Konsumanlässen oder als ein Heiliger, bei dem es sich lohnt genauer hinzuschauen? Ein Vorbild oder reiner Geschenkebringer?

Im Laufe seines Lebens wurde Nikolaus immer bekannter, blieb aber ein bescheidener Mann. Er aß einfache Speisen, schlief auf seinem Strohsack und betete viel. Als Bischof besuchte er alle Pfarreien, kümmerte sich um Kranke, besuchte Gefangene und half den Armen. Nicht wenige nahmen seinetwegen den christlichen Glauben an, dabei war Christ sein in jener Zeit nicht einfach – immer wieder wurde die Religion verboten. Auch Nikolaus selbst landete einmal dafür im Gefängnis, doch Kaiser Konstantin persönlich sorgte für seine Freilassung. Er war ein Freund der Menschen, deshalb haben ihn auch heute noch viele in ihr Herz geschlossen: Besonders die Kinder, die er da und dort in der Adventszeit besucht, um ihnen aus seinem Leben zu erzählen und ihnen eine Kleinigkeit mitbringt.

Bewusst thematisieren

Wir als Familie versuchen bewusst das Thema Nikolaus erst im Dezember zu thematisieren, dass fällt nicht immer leicht, doch mittlerweile ist es gelernt: Nikoläuse gibt es erst, wenn auch der Adventkalender da ist – dafür ist dann aber der erste Schokoladennikolaus des Jahres eine fast feierliche Angelegenheit. Bei der Nikolausfeier daheim steht dann auch der Nikolaus und die Kinder selbst im Vordergrund: Die Kinder werden gelobt für jene Dinge, die ihnen gut gelingen und vielleicht gibt es ja sogar das eine oder andere ehrgeizige Vorhaben für das kommende Jahr, das man mit dem heiligen Mann besprechen kann? Wenn der Nikolaus nicht selber kommt, ist es auch sehr schön, wenn er für das Kind eine kleine Botschaft im Sackerl hinterlässt. Wichtig ist in unserer Familie diesen Anlass zu feiern, der Fokus liegt aber weniger auf den Geschenken sondern auf der gemeinsam verbrachten Zeit und dem Reden über die Werte und Botschaften, die uns dieser besondere Mann mitgegeben hat.

Wer sich mit dem Nikolaus genauer auseinandersetzen möchte, kann dies mit dem kleinen Büchlein „Der heilige Nikolaus“ vom Katholischen Familienverband machen. Es lädt ein, diesem Herren die Türe zu öffnen, ihn einzulassen in unser Leben und den zeitlosen Botschaften nachzuspüren, die sich hinter Legenden, Brauchtum und Vermarktung verbergen. Neben Liedern und Anregungen für die Nikolausfeier zuhause findet sich darin auch eine Geschichte zum Thema „Teilen“.

Bestellmöglichkeit:  [email protected] oder unter 01/ 515 52 3201, das Büchlein kostet 7,90 (5 Euro für Familienverbandsmitglieder) zzgl. Versandspesen.



EIN ARTIKEL VON
  • Julia Standfest

    Als Mutter eines Sechsjährigen und Älteste in einem Dreimäderlhaus kenne ich den Familienalltag nur zu gut. Beruflich versuche ich die Anliegen und Bedürfnisse der Familien als Pressereferentin des Katholischen Familienverbandes an die Öffentlichkeit zu transportieren.


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