23. Oktober 2018

Leistungserwartungen an ein Schulkind

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Als gute Eltern fühlen Sie sich für das Wohlergehen und den Erfolg Ihrer Kinder verantwortlich. Die Frage ist nur: Was betrachten Sie als Erfolg? Was können Sie dazu beitragen? Was sollen Sie vermeiden?

Realistische Erwartungen

Zunächst ist es wichtig, realistische Erwartungen an die Leistungsfähigkeit Ihres Kindes zu stellen, die Alter, Begabung und persönliche Umstände ehrlich berücksichtigen, so zum Beispiel Übersiedlung, Ankunft eines Geschwisterchens, Turbulenzen in der Familie wie Scheidung etc.

Ermutigung

Wenn Ihr Kind beispielsweise Probleme beim Lesen hat, heißt das nicht, dass es nie lesen lernen wird. Machen Sie es nicht nervös mit:  „Jetzt hab’ ich dir das schon dreimal erklärt und du begreifst es noch immer nicht!“ oder „Du gibst dir einfach keine Mühe!“ probieren Sie es lieber mit Geduld: „Mach dir nichts draus, wenn es nicht gleich gelingt. Jetzt machen wir eine kurze Pause und dann erkläre ich es dir noch einmal. Weißt du, aller Anfang ist schwer!“ Zweifeln Sie nicht gleich an seinen Fähigkeiten. Haben nicht auch Sie Ihren schulischen und beruflichen Weg gemacht? Warum sollte Ihr Kind dazu nicht in der Lage sein?

Die eigene Geschichte nicht dem Kind drüber stülpen

Sollten Sie selber schlechte Erinnerungen an Ihre Schulzeit haben, so müssen Sie darauf achten, ihm Ihre Ängste von damals nicht weiter zu geben. Ihr Kind soll seine eigenen Erfahrungen machen dürfen. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. Suchen Sie den offenen Austausch im Freundeskreis oder gönnen Sie sich einen professionellen Zuhörer, um über diese Dinge zu reden.

Kontakt zur Lehrperson aufnehmen

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Damit Lehrerinnen und Lehrer gut arbeiten können, brauchen sie das Vertrauen der Eltern. Deshalb ist es so wichtig, bei den Elternabenden dabei zu sein, offene Fragen auszusprechen, um eine gute Gesprächsbasis herzustellen. Sollten einzelne Fragen für Sie in der Gruppe nicht gut anzusprechen sein, so bitten Sie um einen eigenen Gesprächstermin. Seien Sie gewiss: die Lehrkraft hat das selbe Ziel wie Sie, nämlich dass Ihr Kind sich wohlfühlt und eine gute Bildung bekommt.

Förderliches Familienleben

Sorgen Sie für vernünftige und geordnete Rahmenbedingungen und einen geregelten, aber nicht starren Tagesablauf, bei dem das Kind gute Gewohnheiten entwickeln kann: gesunde Mahlzeiten, ausreichend Schlaf, ausgewogene Lern– und Freizeit, Freundeskreis, Übertragung angemessener und altersgemäßer Aufgaben im Familienverband, vernünftige Fernsehge­wohnheiten etc. Oft gilt dabei: Weniger ist mehr.

Ideale Bedingungen lassen sich nicht immer herbeizaubern. Trotzdem können Kinder meist erstaunlich gut mit Schwierigkeiten umgehen, vorausgesetzt, sie fühlen sich von ihren Eltern geliebt und verstanden. Dann können Sie und Ihr Kind den Herausforderungen des neuen Schuljahres mit freudiger Erwartung, aber auch mit der nötigen Gelassenheit begegnen.

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