13. März 2019

Wenn die Kinder krank werden


Fieber, Husten, Grippe… Erkrankungen in der Familie führen oft zu Chaos. Wenn der Alltag nicht mehr wie gewohnt abläuft, bedeutet das für die Eltern oft: Stress.

Wenn bei mir zu Hause eines meiner Kinder – zum Beispiel mein jüngstes – krank wird, wird es für mich ziemlich heftig. Ein krankes Kind bedeutet einerseits den kompletten Tagesablauf von fünf Personen neu zu durchdenken und umzuorganisieren. Was mich aber noch mehr fordert, ist die Sorge, wie sich die Krankheit entwickeln wird und als wie schwer sie einzustufen ist.

  • „Ist ein Arzt nötig oder nicht?“
  • „Ist es etwas Ansteckendes oder nicht?“
  • „Soll ich mit Hausmitteln behandeln oder gleich moderne Medizin einsetzen?“
  • „Verschlechtert sich die Situation, wenn ich noch ein wenig zuwarte?“

… so vieles geht mir durch den Kopf und möchte beantwortet werden. Aber ich weiß in dem Moment gar nicht, was jetzt wirklich passt und wie krank mein Kind tatsächlich ist.

Richtig für das Kind zu entscheiden finde ich als enorme Herausforderung, da die Rolle der Krankenschwester nicht zu meinen Stärken zählt.

Den Tag neu strukturieren

Ein bisschen zeitlichen Abstand zum Entscheiden-müssen gewinne ich, wenn ich mich zuerst einmal um alles Organisatorische kümmere. Also der Tag muss neu organisiert werden, obwohl mich die genannten Sorgen irgendwie lähmen. Da im Alltag alles über mich als Mama läuft, falle ich sozusagen gleichzeitig mit dem kranken Kind aus.

Ich fühle mich nicht herausgerissen aus meinem Leben, aber doch rausgerissen aus dem Alltag. Ich gehe also in Gedanken den Tag durch und sage einen Termin nach dem anderen ab:

  1. zuerst einmal dem Nachbarbuben, den ich in den Kindergarten mitgenommen hätte
  2. dann im Kindergarten selbst und
  3. der Freundin, die am Nachmittag zum Spielen gekommen wäre.

Dann geht’s weiter mit den Geschwistern. Da ich selbst unterrichte, muss ich abschätzen, ob ich die Kleine zum Homeschooling (findet an einem anderen Ort statt) mitnehmen kann. Falls nicht, wird der Unterricht für die anderen abgesagt. Meine Kinder unterrichte ich dann zuhause, wenn es neben dem kranken Kind irgendwie möglich ist.

Auf Hilfe angewiesen – Papa und Oma, bitte kommen

Nachmittags brauche ich die Hilfe von Oma, um die Geschwister zu ihren Aktivitäten wie Klavierunterricht oder Turnstunde zu chauffieren. Es kommt schon vor, dass recht bald ein Geschwisterkind krank wird, dann muss auch mein Mann früher von der Arbeit nachhause kommen. Papa ist manchmal die beste Medizin.

Außerdem brauche ich ihn für den nun anstehenden Arztbesuch und Einkäufe müssen auch irgendwie erledigt werden. Wenn Oma kann, hilft sie auch mit.

Ganz mühsam ist es dann, wenn ich zum Unterricht an der Privatschule außer Haus muss. Da funktioniert der Tag mit kranken Kindern nur, wenn Papa im Homeoffice bleiben kann.

Das Schlimmste sind dann noch die schlaflosen Nächte und Fieberträume der Kinder. Nach so einer Nacht laufe ich wirklich selbst nicht mehr ganz rund, aber der Tag muss trotzdem durchgestanden werden.

Was mir hilft?

Der Gedanke, dass jede Krankheit die Kinder stärker macht und im Laufe der Jahre ein starkes Immunsystem aufgebaut wird. Auch weiß ich, dass Gott mit mir geht. Gott sei Dank waren sie letztes Mal während der Ferien krank ☺



EIN ARTIKEL VON
  • Corinna Mauerhofer

    Gemeinsam mit meinem Ehemann habe ich drei Kinder im Alter von 10, 7 und 5 Jahren. Von Beruf bin ich Grundschullehrerin an einer Privatschule, daneben arbeitet ich drei Vormittage pro Woche in einem Homeschooling -Projekt. . Mein Mann arbeitet auswärts, kann sich aber einen Tag Homeoffice pro Woche einrichten.



1 Kommentare
  • B. Weiser, 15. März 2019, 13:09 Antworten

    Ist es nicht tröstlich zu wissen, dass es jeder Mutter ein stückweit gleich geht? Tag und Nacht einsatzfähig und die Verantwortung für die zu treffenden Entscheidungen (besonders bei Krankheitsfällen) können ganz schön herausfordern. Für mich ist es ebenso ein wichtiger Punkt, dass der Glaube an Gott Kraft gibt und Gott schützend da ist! Toller Artikel! Danke! =)

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