2. April 2019

Papa, wie geht das mit dem Liebemachen?

liebe machen - meinefamilie.at

Irgendwann kommt die Zeit, in denen das Wort Sex in den Sprachgebrauch der Kinder Einzug hält. Dort sorgt es zuerst für Kichern, dann für neugierige Frage. Doch wie darauf antworten?

Dem zuvor geht, meist relativ früh, die Erkenntnis, dass Kinder nicht vom Storch gebracht werden. Erklärt man Kindern dann, dass Kinder aus dem Bauch von Mama kommen, dann werden die Fragen schon prekärer. Sie lauten etwa so wie: „Wie kommt das Baby da rein und wie genau kommt es wieder raus“? Zweiteres lässt sich mit ein bisschen Phantasie relativ gut erklären, ersteres ist schon ein bisschen schwieriger. Zumal die Sache kindgerecht sein soll.

Ab diesen Zeitpunkt begreifen Eltern meist intuitiv, dass es mit Bienchen und Störchen nicht mehr getan ist. Es heißt klar zu sagen, was Sache ist, ohne Kinder zu irritieren oder gar zu verstören.

Wie macht man Liebe und wie erklärt man das?

Für Eltern, die sich ein wenig schwer tun mit kindgerechter Sprache, gibt es schöne Bücher, etwa Wie ist das mit der Liebe, das bereits ab neun Jahren geeignet ist. Laut diesem Buch lässt sich davon ausgehen, dass die Verbindung von Liebe und Sex/Liebe machen für Kinder zentral ist. Liebe macht man, weil man jemanden liebt. Das leuchtet ein. Komplexer muss die Thematik zu diesem Zeitpunkt wirklich nicht mehr werden.

Wenn man Liebe macht, dann können Kinder entstehen, wenngleich nicht zwangsläufig. Wie exakt Liebe machen geht, muss man ebenfalls noch nicht allzu genau erklären, wenngleich auch hier Offenheit und Klarheit anzuraten ist. Es ist ein Zeitraum, in dem sich die potentiellen Eltern sehr nahe kommen. Wie genau „es“ funktioniert darf man ebenfalls etwas blumig beschreiben, wenngleich Märchen verpönt sind. Spätestens da weiß das Kind dann nämlich auch, wie das Baby in den Bauch von Mama kommt.

Weitere Fragen lassen meist nicht lange auf sich warten. Das Kind registriert sehr schnell, dass nicht nur andere Kinder auf diesem Wege entstanden sind, sondern es selbst auch. Da besagte Bücher, die man mit dem Kind ja Seite für Seite erklärend lesen kann, relativ offen mit dem Thema umgehen, werden Fragen laut wie: „Wie war es bei mir? Wie macht ihr Liebe und macht ihr immer noch Liebe, auch wenn ihr gar kein Kind mehr wollt“? Solche Fragen können oft sehr ins „Private“ und sehr Intime hineingehen.

Private und öffentlich

Keine Sorge, liebe Eltern. Ihr müsst da nicht rot werden und schon gar nicht müsst ihr ab sofort mit euren Kindern über eure Vorlieben im Ehebett reden. Wichtig für das Kind ist es nämlich auch zu lernen, dass es Dinge gibt, die man vielleicht für sich behalten möchte. Nicht, weil man nicht und unter keinen Umständen darüber reden, sondern weil sie womöglich kostbar sind und am besten und zwei Leute beredet werden, die etwas sehr Schönes miteinander teilen. Auch, weil man dadurch lernt, dass es passende und unpassende Augenblicke gibt, um über diese schöne Sache zwischen Mann und Frau zu reden. Denn im Gegensatz zu der Welt, in denen Pornographie zu einer Art Leitmedium zu werden droht, ist es schön, nicht über alles überall zu reden.

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