19. Dezember 2018

Maßnahmen zur Weihnachtsgeschenk-Reduktion

Maßnahmen zur Weihnachtsgeschenk-Reduktion - meinefamilie.at

Jedes Jahr steht man wieder fassungslos vor den Geschenkpapier-Bergen, die man zu Weihnachten produziert hat. Das lässt sich ändern, wenn man Geschenk, Sinn und Persönlichkeit zusammendenkt.

Schenken ist natürlich auch ein Selbstzweck und ritualisiert. Zu Weihnachten schenkt man, weil man schenkt. Wer nicht schenkt, muss driftige Gründe dafür haben. Etwa weil man sich als Ehepaar schon so lange kennt, dass man sich schon fast alles geschenkt hat und man lieber stattdessen eine gemeinsame Reise plant.
Es geht aber gar nicht dieses (an sich ja schöne) Ritual des Schenkens zu durchbrechen. Viel wichtiger ist, das Schenken wieder mit Sinn aufzuladen. Sinn dahingehend, dass man Geschenke mit Substanz aussucht und nicht nach Kriterien von Hypes und Trends auswählt. Auch Kinderwünsche, Stichwort Brief an das Christkind, sind nicht immer der beste Indikator. Schließlich sind auch Kinder anfällig für durch Werbung gepuschte Spielsachen, die dann nach wenigen Wochen in der Kinderzimmer-Ecke versauern.

Geschenke mit Substanz

Was aber stattdessen tun, beziehungsweise schenken? Man sollte die Präferenz auf „langsame“ Geschenken legen, die die Zeit überdauern. Das ist das Wesen von „Substanz“: Dinge, die Freude machen – auch dann, wenn in der Werbung oder in Prospekten längst ein anderes Produkt eifrig forciert wird.

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Ein heißer Tipp für ein „langsames“ Geschenk, das abseits der Schnelllebigkeit der Marketing-Welt existiert, ist das gute Buch. Bücher sind, zumindest wenn sie gut sind, Träger von zeitlosen Geschichten, die man immer wieder lesen und „aktualisieren“ kann. Gute Geschichten werden nie alt oder kommen aus der Mode.
Kinder haben übrigens überraschend viel von „substanziellen“ Geschenken bereits verstanden. Zumindest lässt sich das beobachten, wenn man sie so sein lässt, wie sie eben sind. Selbst gebastelte Geschenke sind bei Kindern, egal ob zu Geburtstag oder an Weihnachten, angesagt. Soll heißen: Kinder basteln gerne. Und das nicht nur weil ihnen meist das nötige Kleingeld fehlt um den Eltern kostspielige Geschenke angedeihen zu lassen. Kindern basteln, weil sie verstehen, dass sie damit etwas von sich geben, etwas Persönliches.

Persönlichkeit

Neben der „Langsamkeit“ des Geschenks ist also auch die „Persönlichkeit“ des Geschenkes entscheidend. Wie sollte auch eine Werbung wissen, welche Persönlichkeit der Schenkende und der Beschenkte haben? Diese Fragen sollten man sich jedenfalls stellen.
Unter die Sachgeschenke kann und sollte sich auch etwas mischen, das man gemeinsam als Familie macht. Egal ob Skipass, Freizeitticket oder ähnliches. Da reduziert nicht nur das Geschenkpapier bei überdimensionierten Geschenken, sondern erhöht den Zusammenhalt als Familie. In diesem Sinn sind das auch Geschenke, die lange nachhallen und eine langfristige Wirkung erzielen.

Fazit

Auch: Weniger ist mehr! Neben all den angeführten Fragen darf man sich auch damit beschäftigen, überhaupt in der Menge weniger zu schenken. Kinder sind nämlich manchmal auch von der Hülle und Fülle der allzu vielen Geschenke überfordert.



EIN ARTIKEL VON
  • Markus Stegmayr

    Als freier Journalist, Blogger und Hobby-Gastrosoph besteht mein Berufsalltag hauptsächlich aus lesen, schreiben, hören und essen. Mein Familienalltag bringt diesen Rahmen aber oft gehörig aus der Fassung. Genau darüber lohnt es sich aber wiederum zu schreiben!


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