26. November 2019

Der heilige Nikolaus und die Wichtigkeit des Gebens

der heilige nikolaus und die wichtigkeit des gebens

In Kindergärten, Schulen, Pfarren und manchmal sogar Zuhause trifft man am 6. Dezember den Nikolaus an. Der Heilige, der als Vorbild für diese Tradition dient, ist einer der bekanntesten und am meisten verehrten Heiligen in der Katholischen Kirche: Nikolaus von Myra.

Der Überlieferung zufolge wurde der hl. Nikolaus, der Priester und Bischof war, durch den Tod seiner Eltern zu einem vermögenden Mann. Doch sein Erbe behielt er nicht für sich. Ganz nach dem Motto „Gott liebt einen fröhlichen Geber“ (2 Kor 9,7), gab er weiter, was er empfangen hatte. So bewahrte er junge Mädchen, deren Väter nicht ausreichend Geld für die Mitgift besaßen, vor der Prostitution.

Ein Kämpfer für Gnade und den rechten Glauben

Gesicherte Fakten über das Leben und Wirken des hl. Nikolaus gibt es eigentlich nicht. Nichtsdestotrotz ist er für mehr als das freigiebige Verschenken seines Erbes zum Heiligen geworden: Der Legende nach half er Schiffbrüchigen, befreite zu Unrecht Gefangene, zerstörte heidnische Tempel und verhalf zur Durchsetzung jenes Bekenntnisses, das volkstümlich als „großes Glaubensbekenntnis“  bekannt ist.

Kann ein Nikolaussackerl diesem großen Heiligen gerecht werden? Ja! Aber es gibt eine Bedingung: Wenn es die Botschaft vermittelt, die das Leben des hl. Nikolaus geprägt hat.

Schokolade, Nüsse und Mandarinen – all das findet sich am Gedenktag des Heiligen hübsch verpackt in roten Säckchen in vielen Haushalten. Durch dieses Schenken Freude zu verbreiten, ist wunderbar und entspricht sicherlich dem, was der hl. Nikolaus vorgelebt hat.

Doch Christen sind herausgefordert mehr in diese Säckchen zu füllen als materielle Güter. Es ist unbestreitbar schön, wenn sich Kinder schon auf diesen Tag freuen, weil sie wissen, dass sie beschenkt werden.

Doch was besonders die Aufgabe christlicher Eltern ist, ist, die Kinder an diesem Tag mit der Wichtigkeit und Schönheit des Gebens vertraut zu machen. Gott ist großzügig und er liebt es zu geben: Diese Botschaft sollte im Leben eines jeden Christen sichtbar werden. Früh übt sich!

Bereitwillig zu geben bedeutet den Anspruch Jesu praktisch erfahrbar zu machen.

Was christliche Eltern ihren Kindern weitergeben sollten und wozu sich dieser eine Tag ganz besonders eignet, zeigt sich im bereits erwähnten Vers 2 Kor 9,7: „Jeder gebe, wie er es sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber.“

Für den Christen ist Geben keine Beiläufigkeit, sondern ein zentraler Inhalt seines Lebens, weil es ein zentraler Inhalt des Lebens Jesu war. Ein Herz, das bereit ist zu geben, macht die Liebe und Nähe Gottes für unsere Mitmenschen praktisch und lebensnah erfahrbar.

Wie bringt man diese Botschaft Kindern nahe?

Es gibt viele wunderbare Geschichten über den hl. Nikolaus zu lesen. Besprechen Sie doch eine davon mit ihren Kindern! Oder nehmen Sie eine passende Bibelstelle (z.B. Mt 19,16-30; 25,31-46 oder Lk 14,12-14) aus einer Kinderbibel zur Hand und erforschen Sie diese mit Ihren Kindern!

Lassen Sie den Glauben, der diese Tradition begründet hat, in dieser Tradition auch weiterleben.



EIN ARTIKEL VON
  • Magdalena Preineder

    Gott, mein Ehemann und das Schreiben sind die drei großen Lieben meines Lebens. Ich bin Fachtheologin und Mama eines Sohnes. Wenn ich nicht mit Stift und Papier bewaffnet bin, findet man mich oft mit meiner Kamera in der Hand. Ich liebe es, tiefgründige Gespräche über Gott und die Welt zu führen und mit denen, die mir lieb sind, neue Erinnerungen zu schaffen. Zudem blogge ich auf meiner eigenen Website www.herzvoll.com.


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