8. Juni 2016

Ellis Kaut: Meister Eder und sein Pumuckl

Pumuckl - meinefamilie.at

Wer den Kobold Pumuckl kennt, liebt ihn. Wer ihn nicht kennt, sollte sich unbedingt Ellis Kauts legendäres Kinderbuch besorgen.

Eigentlich sind Kobolde ja für menschliche Wesen unsichtbar. Nur wenn sie an einem Gegenstand hängen oder kleben bleiben, der einem Menschen gehört, werden sie sichtbar und müssen auch bei jenem Menschen bleiben, dem dieser Gegenstand gehört. So lautet ein altes Koboldsgesetz! Und kein Kobold würde sich dem widersetzen. Aber als der kleine, rothaarige Kobold Pumuckl tatsächlich eines Tages am Leimtopf des Schreinermeisters Franz Eder kleben bleibt, ist er doch recht ungehalten. Wie konnte ihm das nur passieren? Meister Eder ist genauso wenig erfreut über seinen neuen Mitbewohner.

#bringbackbäuchlein

Bereits seit 50 Jahren macht der kleine Kobold Pumuckl, erdacht von der deutschen Autorin Ellis Kaut, die Kinderzimmer unsicher. Die Geschichten haben im Laufe der Jahrzehnte nichts von ihrem Charme und ihrem Witz verloren.

Und auch die Freude der Kinder über Pumuckls teils wilde Streiche und seine Ansichten über das Leben der Menschen im Allgemeinen ist ungebrochen.

Im vergangenen Herbst hat der Verlag die Geschichten zum Goldenen Jubiläum neu aufgelegt. Das war allerdings ein Moment, in dem die Freude der Fans enden wollend war. Hatte der neubeauftrage Zeichner dem Pumuckl doch glatt sein charakteristisches Bäuchlein „weggezeichnet“! Hatte der Magerwahn unserer Gesellschaft nun auch noch den Kobold Pumuckl getroffen? Mit dem Hashtag „#bringbackbäuchlein“ gab es sogar eine Protestaktion auf Twitter. Schließlich versprach der Verlag, um Beruhigung der erhitzen Gemüter bemüht, dass der Pumuckl in der nächsten Auflage des Buches seinen Bauch zurückbekommen wird. Wir dürfen gespannt sein.

 

Der Meister Eder und sein Pumuckl

Cover Pumuckl - meinefamilie.at

Ellis Kaut
2015, Kosmos
ISBN: 978-3-440-14820-4

 

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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