16. Februar 2016

Leo Lionni: Frederick

Frederick - meinefamilie.at

Frederick, die Maus, sammelt statt Nüssen lieber Sonnenstrahlen, Farben und Wörter vor dem Winter. Aber wer, bitteschön, braucht denn das? Ein Buch über eine kleine Maus und ihr wunderbares Rezept für ein gutes, glückliches Leben.

Der Winter steht vor der Türe und die Feldmäuse arbeiten unermüdlich an ihrem Wintervorrat. Körner, Nüsse, Weizen und Stroh werden in großen Mengen in die Mäusebehausung in der steinernen Gartenmauer gebracht – schließlich wissen die Mäuschen aus Erfahrung: Der Winter ist meist lang und hart und nur wer genügend Vorräte gesammelt hat, wird überleben. Was die Mäuschen außerdem wissen: Wenn sie alle zusammen helfen, geht es leichter.

Alle Mäuse wissen das. Selbst die ganz kleinen. Nur Frederick scheinbar nicht. Gedankenverloren sitzt er im Garten, der nahende Winter kümmert ihn kein bisschen. Oder etwa doch…?

Was macht eigentlich Frederick?

Es dauert in jedem Fall nicht lange, bis sich die anderen Mäuse – schon recht verärgert – fragen, was eigentlich Frederick macht. Warum sitzt er nur faul herum und sie müssen sich abrackern? Er sammle Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für die kalten, grauen und langen Wintertage, erklärt ihnen Frederick daraufhin selbstbewusst. Und es werde bestimmt der Tag kommen, an dem die Mäuse sehen, wie gut man die brauchen kann.

Und tatsächlich: Eines Wintertages sind alle Vorräte aufgebraucht. Und die Mäuse kommen zu Frederick. Hatte er nicht auch etwas gesammelt?

Leo Lionni hat sein wunderbares Bilderbuch 1967 geschrieben.

Generationen von Kindern freuen sich seither an der kleinen Maus, die begriffen hat, dass ein Leben voller Glück nicht allein aus Nahrung besteht, sondern auch ein gutes Stück Hoffnung und eine große Portion Träume braucht.

Frederick

Leo Lionni, übersetzt von Günther B. Fuchs
Beltz, 2014
32 Seiten
ISBN: 978-3-407-77040-0

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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