30. Juli 2018

Sommer – Zeit zum Lesen?

lesen sommer - meinefamilie.at

Sommer – Zeit zum Baden, Radfahren und Verreisen. Die Natur lockt hinaus, die Sonne schenkt uns lange Tage, den Spielplatz verlassen wir erst nach mehreren Stunden, müde und schmutzig, aber zufrieden. Wer denkt da an Lesen?

Und dennoch gibt es auch im Sommer zahlreiche Gelegenheiten, dieses Hobby nicht zu vernachlässigen. Lange Abende, langweilige Autofahrten, der Besuch von Oma, die etwas vorlesen möchte, oder das Warten im Restaurant, bis das Essen kommt.

Wertvolle Alternative…

Bücher sind eine wertvolle Alternative zum Handyspiel oder der DVD am Laptop, welche jedes Warten so sehr vereinfachen und den Eltern diese nervenaufreibenden Fahrten ersparen, die ich aus meiner Kindheit in Erinnerung habe. Sie nehmen aber den Kindern die Möglichkeit, das Warten zu erlernen. Kindern, die es gewöhnt sind, dass irgendwo nur ein Knopf gedrückt werden muss, sobald sich in ihrer Umgebung nichts mehr tut, und für die immer ein Spiel, ein Film, eine Musik vorhanden ist, um die gähnende Leere zu überbrücken und die ungewohnte Stille zu verdrängen.

… Lesen!

Versuchen wir es einmal anders. Mit dem Nachteil, dass unsere Mitarbeit gefragt ist. Und dem Vorteil, dass unser Kind eine langweilige Warterei als wunderschöne Geschichtenzeit in Erinnerung behält und das Lesen als befriedigende Tätigkeit schätzen lernt.

Büchertipps aus anderen Ländern

Hier meine Empfehlungen für den Sommer mit inhaltlichem Schwerpunkt auf Klassikern aus anderen Ländern:

  • Aus Frankreich stammt der Literaturklassiker „Der glückliche Löwe“ von Louise Fatio. Vor einiger Zeit auf Deutsch neu aufgelegt, erzählt er von einem Löwen, der glücklich in seinem Zoo lebt und dort von allen bewundert wird. Als er eines Tages durch das offen gebliebene Tor in die Stadt spazieren geht, muss er sich über das eigenartige Verhalten der Menschen aber doch sehr wundern.
  • Kinderklassiker aus unserem Nachbarland Schweiz sind die Bücher vom „Schellenursli“. S. Chönz vermittelt in wunderschönen Geschichten um einen Buben das Leben in den Alpen mit seinen eigenen Bräuchen, Freuden und Nöten.
  • Von einer ganz besonderen Reise erzählt die Geschichte von „Nils Holgerson“ von Selma Lagerlöf. Nils macht nicht nur eine Reise durch Schweden auf dem Rücken einer Gans, er verwandelt sich auch von einem Buben, der Menschen und Tiere ärgert in ein liebenswertes Kind, das für seine Freunde sogar bereit ist sein Leben einzusetzen. Hier gibt es zahlreiche Versionen, empfehlenswert ist es, eine an das jeweilige Alter des Kindes angepasste Ausgabe zu wählen.
  • Aus England wiederum stammt die berühmte Geschichte des „Paddington“, der vom Verlag Knesebeck in einer Bilderbuchversion wunderschön illustriert neu aufgelegt wurde. Der kleine Bär stammt aus Peru, wird auf der Bahnhofsstation Paddington aufgelesen und kommt in eine englische Familie, die sich liebevoll um ihn kümmert.Wer seinen Kindern das Zelten schmackhaft machen möchte, kann auf „Petterson zeltet“ zurückgreifen, ein Band der originell gezeichneten schwedischen Bilderbuchserie über einen recht eigenwilligen alten Mann namens Petterson und seinen Kater Findus.

Weitere Bücherempfehlungen finden Sie auf der Homepage der Gesellschaft für Familienorientierung

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