7. November 2017

Kinder zum regelmäßigen Lesen animieren

Kinder zum regelmäßigen Lesen animieren - meinefamilie.at

Wie ich meine Kinder dazu motiviere, regelmäßig zu lesen und wie ich gute Bücher und Zeitschriften für sie auswähle: Diese Erfahrungen habe ich gemacht.

Nach vier Jahren Hausunterricht haben mein Mann und ich mittlerweile alle Schulstufen von der ersten Klasse Volksschule bis zur vierten Klasse Hauptschule (oder Neue Mittelschule) einmal unterrichtet, Kindergarten inklusive.

Ich habe von Anfang an versucht, unseren Kindern das Alphabet spielerisch beizubringen. Eine gute Methode, um Kleinkindern die Buchstaben schmackhaft zu machen, ist ein Magnet-Abc am Kühlschrank. Damit können sie so nebenbei Wörter basteln. Oft habe ich beim Kochen schmunzelnd auf die tollen Wortkreationen geschaut und sie dann vorgelesen… KNkri oder Mumag. Manchmal war dann aber auch schon ein “richtiges” Wort dabei und die Begeisterung bei den Kindern – und auch uns Eltern – groß. Sie begannen, Wörter “abzuschreiben”, die sie irgendwo gesehen hatten. Und mit vier Jahren kannten sie bereits einen Großteil der Buchstaben.

Den richtigen Lesestoff auswählen

Den eigenen Kindern Wissen zu vermitteln ist eine sehr spannende Erfahrung! Wir haben in den letzten Jahren eine Menge gelernt und die Kinder natürlich auch. Besonders wichtig ist uns dabei geworden, unsere Kinder zum regelmäßigen Lesen zu animieren. So begeistert unsere beiden großen Jungs als Kleinkinder beim Buchstabenlernen waren – im Schulalter hatten sie keine Lust am Lesen. Erst als wir über die Christian Homeschoolers auf einem Seminar Empfehlungen für besonders wertvolle Bücher, sogenannte “Lebendige Bücher” bekommen haben, wurde die Sache interessanter. Wir fanden guten Lesestoff, den unsere Großen regelrecht verschlangen.

Bei unseren beiden Jüngsten bin ich nun von Anfang an bemüht, ihnen gute Lektüre anzubieten. In der Bücherei wurde mir neulich bewusst, dass es sehr viel mehr Bücher für Leseanfänger gibt als zu meiner Zeit. Manche der Klassiker wie “Das kleine Ich-bin-Ich” oder “Pony, Bär und Apfelbaum” gibt es immer noch.

Doch viele der neueren Bücher finde ich nicht so besonders lesenswert. Ich bin empfindlich, was die Illustrationen angeht, aber auch den Inhalt. Immer wieder geht es um Gruselgeschichten und Zauberei. Das muss nicht sein, finde ich.

Mir ist es nicht egal, was meine Kinder lesen. Deshalb möchte ich ihnen, vor allem am Anfang, nur gute Kost vorsetzen, also etwas, das ich als qualitätsvoll empfinde.

Später können sie dann frei wählen, und bis dahin hoffe ich, dass sie einen guten Geschmack für wertvolle Literatur entwickelt haben.

Bei Kinderzeitschriften auf die Qualität achten

Genauso verhält es sich mit Zeitschriften. Es gibt so wahnsinnig viel Angebot in diesem Bereich. Besonders Kindermagazine locken mit tollen “Gimmicks”, also Spielzeug. Der Inhalt ist leider oft eher mager. Klar ist es besser, einem Kind eine Zeitschrift in die Hand zu drücken als ein Tablet. Aber trotzdem rate ich, auch hier auf die Qualität zu achten.

Eine Zeitschrift, die wir als sehr wertvoll empfinden, ist die klassische Schulzeitschrift “Spatzenpost”, die es für verschiedene Schulstufen gibt. Für Gregor habe ich heuer die “Mini-Spatzenpost” bestellt, da er unbedingt schon mit fünf lesen lernen möchte. Als das erste Heft kam, war er ganz aus dem Häuschen.

Sara, die bereits die Zeitschrift “Lux” für die 3. Volksschule liest, hat mit Hingabe sein Magazin mit ihm durchgeblättert und die Übungen mit ihm gemacht. Es ist eine Freude, ihnen beim Silben-Klatschen zuzusehen!

“Kläx”, ein christliches Magazin, finden wir auch gut. Es ist nicht unbedingt für Leseanfänger geeignet, doch Sara hat diese Zeitschrift von ihren Brüdern “geerbt” und bereits in der ersten Klasse begeistert darin gelesen. Bei uns sind die “alten” Ausgaben der Magazine auf dem WC aufbewahrt – weshalb so manches Familienmitglied sehr viel Zeit dort verbringt. 😉

Auch die Zeitschrift “Medizini” finde ich nett, die es kostenlos in den Apotheken gibt. Es gibt also jede Menge gutes Angebot und wir Mamas und Papas haben die schöne Aufgabe, daraus zu wählen.

Es macht Spaß, mit den eigenen Kindern Geschichten zu lesen, die wir selbst schon als Kinder geliebt haben – und andererseits auch Neues mit ihnen zu entdecken!

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EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester sozial in Indien tätig. Jetzt unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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