21. Dezember 2015

Buchtipp: Die kleine Juliana und das Brot des Lebens


Wissenswertes rund um Fronleichnam und einen kindgerechten Einstieg in das Thema Eucharistie bietet das Buch „Die kleine Juliana und das Brot des Lebens.“

Wie Fronleichnam entstanden ist

Wissenswertes rund um die Einführung des Hochfestes Fronleichnam und einen kindgerechten Einstieg in das Thema Eucharistie bietet das Buch „Die kleine Juliana und das Brot des Lebens.“.

Aus dem Leben einer Heiligen

Die Lebensgeschichte der heiligen Juliana von Cornillon (auch Juliana von Lüttich) und deren Visionen, die die Einführung des Fronleichnamsfestes begründeten, stehen im Mittelpunkt eines Kinderbuches, das im Juni 2013 beim Eucharistischen Kongress in Köln vorgestellt wurde. Der Inhalt: Juliana wächst gemeinsam mit ihrer älteren Schwester Agnes glücklich bei ihren Eltern in Retinne, einem Dorf in der Nähe von Lüttich in Belgien, auf. Als beide Elternteile sterben, stehen die Mädchen allein da. Bald aber finden sie in einem Kloster in Cornillon eine neue Heimat.

 Juliana liebt die Bibel

Die Ordensfrauen kümmern sich wirklich liebevoll um die beiden Mädchen. Besonders eine der Schwestern, Sapientia, hat es Juliana und Agnes angetan. Sie ist lustig und nett und bringt Fröhlichkeit und Leichtigkeit in das Leben der Kinder zurück. Unermüdlich und mit großer Begeisterung liest sie ihnen aus der Bibel vor und stößt damit vor allem bei Juliana auf große Begeisterung; immer und immer wieder will sie aus dem Leben Jesu erzählt bekommen. In den wunderbaren Geschichten und auch im Sakrament der Eucharistie findet sie Trost und fühlt sich geborgen. Ungeduldig wartete sie auf ihre Erstkommunion. Als der große Tag gekommen ist, ist „Juliana außer sich vor Freude, weil sie endlich den Leib Christi bekommt. Es ist so, als wenn Jesus ganz bei ihr wäre. “

„Ich wünsche mir ein Fest“

Bald empfängt sie erste Offenbarungen, in denen Jesus ihr die Bedeutung des Sakramentes seines Leibes und seines Blutes zeigt und sie bittet: „Ich wünsche mir ein Fest. Ein Fest meiner Anwesenheit in Brot, in der Hostie.“ Juliana verwendet daraufhin all ihre Energie, um das Fronleichnamsfest in der Kirche einzuführen.

Eine wahre Geschichte

Das Buch „Die kleine Juliana und das Brot des Lebens“ basiert auf einer wahren Begebenheit: Die historische Juliana (1192 – 1258) kam schon im Alter von fünf Jahren als Waise ins Kloster der Augustiner-Chorfrauen von Mont Cornillon in Lüttich. Als Teenager trat sie ins Kloster ein und legte bald darauf die Profess ab. 1225 wurde sie zur Priorin, 1230 wurde sie Oberin des Konvents, nach Intrigen jedoch zweimal von ihren Mitschwestern vertrieben. Ihren Lebensabend bestritt Juliana als weltabgewandte Inklusin – eingemauert, um bei Askese und Gebet Vollkommenheit zu erlangen.

Auf ihre Anregung hin wurde in der katholischen Kirche das Hochfest Fronleichnam („Hochfest des Leibes und Blutes Christi“) eingeführt – zunächst ab 1246 in Lüttich, dann 1264 durch Papst Urban IV. für die gesamte Kirche.

Aus dem Lateinischen übersetzt hat diese ungewöhnliche Lebensgeschichte der Bischof von Lüttich, Jean-Pierre Delville. Für die kindgemäße Adaptierung sorgte Jacques Galloy, der Jugendverantwortliche der Gemeinschaft Emmanuel in Belgien. Die farbenfrohen, teilweise an einen Comic erinnernden Bilder stammen von Anne Juncker. Das Buch ist für Kinder ab 8 Jahren geeignet.

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Titelbild: © www.kathbild.at/Rupprecht

Die kleine Juliana und das Brot des Lebens

Übersetzt von Jean-Pierre Delville, aufbereitet von Jacques Galloy, illustriert von Anne Junker
Verlag Catholic Media, 2013
Fester Einband, 32 Seiten
ISBN: 978-3-939977-20-9

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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