13. Februar 2015

Geschichten über Heilige: Von Vorbildern lesen


Mit unseren Kindern lesen wir immer wieder gerne Geschichten über Heilige. Wir finden es sehr spannend, was verschiedenste Menschen quer durch die Geschichte mit Gott erlebt haben.

Mit unseren Kindern lesen wir immer wieder gerne Geschichten über Heilige. Wir finden es sehr spannend, was verschiedenste Menschen quer durch die Geschichte mit Gott erlebt haben. Manche von ihnen stammen direkt aus der Bibel, wie der Hl. Jakob, der Hl. Jona oder der Hl. Daniel, andere sind bei uns einfach sehr bekannt, wie der Hl. Franziskus oder die Hl. Elisabeth.

Heilige sind nicht perfekt

Was ich so ermutigend an den Geschichten finde: Keiner dieser Menschen war perfekt. Jeder hatte so seine Macken und machte Fehler. Jakob zum Beispiel war ein Betrüger, und trotzdem hat Gott ihn zum Stammvater des Volkes Israel gemacht. Jona wollte vor Gott sogar weglaufen, als er berufen wurde, in die Stadt Ninive zu gehen. Es brauchte ein ganz spezielles „Transportmittel“, um ihn schließlich doch dorthin zu bringen…

Heilige blieben Gott lebenslang treu

Andererseits können wir auch immer wieder von Heiligen lernen. Eine Menge sogar! Viele von ihnen gaben alles auf, um Gott nachzufolgen und hatten Schweres zu bestehen. Die Hl. Elisabeth war eine Königstochter und wurde bereits als Kind verheiratet. Nach einigen frohen Jahren als junge Ehefrau und Mutter starb ihr Mann und sie wurde aus der Familie verstoßen, da sie den Armen half und Kranke pflegte. Trotzdem blieb sie Gott bis zu ihrem Tod treu.

Der Hl. Franziskus stammte ebenfalls aus einer vornehmen Familie, wählte aber ein Leben in absoluter Armut und hatte ein großes Herz für die gesamte Schöpfung und alle Lebewesen. Er soll sogar mit den Tieren gesprochen haben! Die Stelle mit dem Wolf von Gubbio gefällt unseren Kindern besonders gut.

Buchtipp: Die schönsten Geschichten über Heilige

Das Heiligenbuch, das wir gerade lesen, kann ich sehr weiterempfehlen. Ich möchte es hier kurz vorstellen: In „Meine schönsten Heiligengeschichten“ gefallen mir persönlich die Aufmachung und die Auswahl der Heiligen sehr gut. Die Texte wurden von bekannten Kinderbuchautorinnen wie Gertrud Fussenegger, Lene Mayer-Skumanz, Edith Thabet und einigen anderen geschrieben. Insgesamt 15 verschiedene Heilige werden darin auf sehr kindgerechte und einfühlsame Weise vorgestellt: Christophorus, Daniel, Elisabeth, Florian, Franziskus, Jakob, Johannes der Täufer, Jona, Klara, Maria Magdalena, Martin, Teresa, Thérèse, Mutter Teresa und Tobias.

Fakten und Geschichten über Heilige

In einer kurzen Einleitung erfährt der Leser einige Fakten zum jeweiligen Heiligen: wann und wo er gelebt hat und warum er zum speziellen Fürsprecher oder Patron ernannt wurde. Die eigentlichen Geschichten sind sehr unterhaltsam und spannend geschrieben. Man erfährt viel über den Charakter und die Persönlichkeit der einzelnen Heiligen, über ihre Lebensumstände und die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert waren. Da diese Geschichten sehr ausführlich und zum Teil sehr lang sind, lesen wir meist nur jeweils ein paar Seiten und haben somit spannende Fortsetzungsgeschichten für mehrere Tage. Das erhöht die Aufmerksamkeit!

Ein Heiliger pro Woche

Nach der Lektüre sprechen wir noch ein wenig darüber. Die Kinder haben viele Fragen dazu, manchmal suchen wir dann im Internet gemeinsam nach Antworten – oder auch nach passenden Ausmalbildern :).

Eine gute Möglichkeit ist es auch, sich einen Heiligen pro Woche auszusuchen und sich näher mit ihm zu beschäftigen. Insgesamt finde ich diese Lektüre sehr inspirierend und kann sie allen wärmstens weiterempfehlen.



EIN ARTIKEL VON
  • Maria Lang

    Ich lebe mit meiner Familie in Wieselburg. In meiner Jugend bereiste ich die halbe Welt und war nach meiner Ausbildung sozial in Indien tätig. Nun unterrichte ich mit meinem Mann unsere vier Kinder zuhause und bin Autorin und Kulturvermittlerin im Stift Melk.


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