26. November 2014

"Die unendliche Geschichte" von Michael Ende


„Die Unendliche Geschichte“ gehört bestimmt zu den spannendsten, lustigsten und gleichzeitig traurigsten Geschichten. Seine größte Bekanntheit erreichte das Ende der 70er Jahre.

Eine unendlich schöne Geschichte

Auf Fuchur reiten, Atréju bei seinem Kampf gegen das Nichts beistehen und die Kindliche Kaiserin vor dem Tod retten. Spannung bis zum Schluss ist garantiert bei Michael Endes Klassiker „Die Unendliche Geschichte“.

„Antiquariat. Inhaber: Anton Konrad Koreander.“ So steht es auf der alten Buchhandlung, in die der 10-jährige Bastian Balthasar Bux eines Tages hineinstürzt. Hineinstürzt übrigens im wahrsten Sinn des Wortes: er ist – mal wieder – auf der Flucht vor Klassenkollegen, die nicht aufhören, ihn zu schikanieren. Herr Koreander ist nicht sehr erfreut, als er Bastian sieht. „Ich mag keine Kinder“, macht er unmissverständlich klar. Außerdem habe er auch gar keine Kinderbücher und somit könne Bastian eigentlich auch gleich wieder verschwinden. Aber Bastian bleibt. Und entdeckt ein Buch, „Die Unendliche Geschichte“, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Schon das Cover ist außergewöhnlich: Das Buch ist mit braunem Stoff überzogen und zwei Schlangen, eine helle und eine dunkle sind darauf appliziert.

Als Herr Koreander einen Moment lang unaufmerksam ist, schnappt Bastian das Buch und rennt damit aus dem Geschäft. Aber wohin jetzt? Nach Hause kann er nicht, denn eigentlich muss er ja in die Schule. Aber das Buch in der Schultasche verstauen und erst später zu lesen beginnen? Unmöglich! Also geht Bastian doch in die Schule. Der Dachboden entpuppt sich dort als ideales Versteck. Sofort beginnt Bastian zu lesen und taucht damit in die Welt des Landes Phantasien ein. Die kindliche Kaiserin, die Herrscherin dieses Reiches, ist schwer erkrankt und droht zu sterben. Das unendliche Nichts raubt ihr und ihrem Land den Atem, erstickt alle Kreativität und zerstört alles Leben. Der junge Krieger Atréju scheint ihre letzte Hoffnung. Mutig und entschlossen besteigt er sein Pferd Atax und versucht das Nichts aufzuhalten, doch bald schon ist klar: auch er ist machtlos.

Zunächst ist Bastian nur der begeisterte Leser, doch bald merkt er, dass er Teil der Geschichte wird und dass nur er allein Phantasien retten kann. Mit Hilfe des Glücksdrachen Fuchur sollte er das eigentlich schaffen, oder?

Neuauflage von „Die unendliche Geschichte“

„Die Unendliche Geschichte“ gehört bestimmt zu den spannendsten, lustigsten und gleichzeitig traurigsten Geschichten. Seine größte Bekanntheit erreichte das Ende der 70er Jahre geschriebene Buch Mitte der 80er Jahre als der gleichnamige Film in die Kinos kam. Der Thienemann Verlag hat sich 2014 dazu entschlossen, das Buch in einer „limitierten Auflage“ neu aufzulegen. Fans von damals werden es gerade deswegen gut erkennen: Geblieben ist der lindgrüne Einband und im Inneren des Buches helfen immer noch die grüne und rote Schrift bei der Orientierung, ob man sich gerade in der menschlichen Welt oder in Phantasien befindet. Der Verlag empfiehlt das Buch ab 13 Jahren. Fast 500 Seiten erfordern tatsächlich eine gehörige Portion Durchhaltevermögen. Vielleicht haben Kinder (und die Erwachsenen) ja daran Spaß, gegenseitig vorzulesen.

Tipp: Früh die Neugier am Lesen fördern

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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