27. Januar 2016

Otfried Preußler: Der Räuber Hotzenplotz

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Der Räuber Hotzenplotz: Seit mehr als 50 Jahren begeistert Otfried Preusslers Geschichte vom tolpatschigen Seppel, dem schlauen Kasperl und dem fiesen Räuber Hotzenplotz. Dabei ist es nur einem unglücklichen Umstand zu verdanken, dass es sie überhaupt gibt.

Was passiert, wenn ein erfolgreicher und kreativer Autor bei seinem momentanen Projekt nicht weiterkommt, eine Schreibblockade hat? Er schreibt ganz einfach ein anderes Buch. So jedenfalls ist es Otfried Preußler mit seinem Räuber Hotzenplotz gegangen. Eigentlich war er ja dabei, die Geschichte vom Waisenjungen Krabat zu schreiben. Aber irgendwie ging es nicht recht voran.

Alles für den Zwetschkenkuchen

Zur Ablenkung, wie er selbst erzählt, beschloss er, sich mit einer ganz anderen Materie zu beschäftigen und eine Kasperlgeschichte zu schreiben. Und zwar eine, die alle klassischen Figuren einer Kasperlgeschichte hat: einen Kasperl, einen Seppel, eine Großmutter, einen Räuber, einen Polizisten und, wenn irgendwie möglich, natürlich auch einen bösen Zauberer, der zusätzlich Unruhe stiftet. Herausgekommen ist eine lustige, spannende, teils sogar gruselige (Kriminal)Geschichte zum Vorlesen oder auch zum Selberlesen: Der Räuber Hotzenplotz nämlich hat Großmutters heißgeliebte Kaffeemühle gestohlen. Kasperl und Seppel, die unmöglich auf Kaffee und noch weniger auf den dazugehörigen Zwetschkenkuchen mit Schlagobers verzichten können, beschließen, der Großmutter ihre Kaffeemühle zurückzubringen. Dazu müssen sie ja eigentlich nur den wilden Räuber Hotzenplotz fangen. Der Plan scheint ebenso einfach wie genial! Dass sie dann in die Hände des Räubers und des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann geraten, war nicht Teil des Plans. Wird die Großmutter je ihre Kaffeemühle zurückbekommen? Und was wird aus Kasperl und Seppel?

Kinder ab etwa 4 Jahren, die gerne aufregenden Geschichten lauschen, werden vom Räuber Hotzenplotz ganz bestimmt begeistert sein.

Der Räuber Hotzenplotz

Otfried Preußler, illustriert von F. J. Tripp, Mathias Weber
Thienemann-Esslinger, 2012
120 Seiten
ISBN: 978-3-522-18319-2

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EIN ARTIKEL VON
  • Andrea Harringer

    „Meine Mami schreibt das auf, was ihr andere Leute erzählen.“ Das sagte mein Sohn, als man ihn fragte, was seine Mama beruflich mache. Seit 2001 bin ich Redakteurin in der Erzdiözese Wien, schreibe für den „Sonntag“ und versuche, Themen wie Familie, Kinder und Erziehung auch aus einem christlichen Blickwinkel zu beleuchten.


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