27. Juni 2019

Buchtipp: Bäuchlein-Öl und Zwiebelsocken – Kindgerechte Hausmittel Schritt für Schritt


Mein fröhlich dahinwucherndes Kräutergärtchen in meinem selbstgebauten Hochbeet löste den Wunsch in mir aus, mehr über die heilende Wirkung von Kräutern erfahren zu wollen. Auf der Suche nach einer passenden Lektüre stieß ich auf den Ratgeber von Claudia Schauflinger.

Dieser fiel mir schon deshalb positiv ins Auge, weil er kindgerechte Hausmittel auf rein natürlicher Basis dokumentiert, die in meiner großen Familie mit vielen Kleinkindern durchaus Anwendung finden würden. Es waren aber auch die umfangreichen Themen, sowie die übersichtliche Gliederung der Fibel, der die Langatmigkeit anderer Ratgeber fehlte und mich überzeugte, diese kleine Enzyklopädie zu kaufen.

© Iris Kagerer

Praktisch und natürlich

In informativ-kurzen Sätzen hat es Frau Schauflinger geschafft, Hilfestellungen gesundheitlicher Probleme schnell auf den Punkt zu bringen. Als ich das Buch mit seinen vielen natürlichen Rezepten, praktischen Tipps und vorbeugenden Maßnahmen gelesen hatte, fühlte ich eine positive Resonanz in mir, gegen die üblichen Krankheiten des Alltages gut gewappnet zu sein.

Nur keine Panik!

Es dauerte dann auch gar nicht lange, bis ich mein neu erworbenes Wissen gewinnbringend einsetzen konnte. Eine meiner kleinen Nichten wurde in meinem Garten von einer der vielen Bienen gestochen, die augenblicklich wie verrückt im blühenden Lavendel Nektar sammeln. Der herzzerreißende Schmerzschrei unseres kleinen Wonneproppens löste bei seiner Kindesmutter unwillkürlich Panik aus. Vor meinem inneren Auge tauchte umgehend jene Seite des Ratgebers auf, die Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Insektenstichen beleuchtete. Schnell schob ich die Mama zur Seite und suchte nach der Einstichstelle, in der noch immer der Stachel der Biene steckte.

© Iris Kagerer

Gewappnet gegen Bienenstiche

Mittlerweile wusste ich dank des Buches, dass der Stachel nicht gequetscht werden durfte, weil sonst noch mehr Gift ins Gewebe dringen könnte. Deshalb kratzte ich mit meinem Fingernagel so lange und so vorsichtig über die Einstichstelle, bis ich den Stachel herausstreichen konnte. Mit Spucke und etwas pusten verschaffte ich der Kleinen auf dem bereits leicht angeschwollenen Unterarm eine erste, kühlende Linderung, die durch eine gut gekühlte Wasserflasche noch verstärkt wurde. Durch diesen kleinen Kälteschock erreichte ich eine Gefäßverengung, so dass das Gift nicht so schnell im Gewebe verteilen konnte. Zu guter Letzt zupfte ich noch einige Melisseblätter aus meinem Kräutergarten und drückte diese auf die Stichstelle. Melisse wirkt nicht nur antibakteriell und antiviral; sie beruhigt auch die Haut. Den Schmerz konnte ich zwar nicht völlig tilgen, aber doch so erträglich zu machen, dass unser kleines Schätzchen schon bald wieder lachend durch den Garten lief.

©Facultas Verlags- und Buchhandels AG

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Ich persönlich kann diesen Ratgeber nur weiterempfehlen, weil er wirklich gute Tipps und uralte Hausmittel bei Sonnenbrand, Fieber, Blähungen und Verstopfungen liefert. Jedenfalls würde es mich freuen, bald wieder ein neues Nachschlagewerk von Frau Schauflinger aus ihrer „kleinen Hexenküche“ in meinen Händen halten zu dürfen.


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